Das neue DISS-Journal

Es gibt ein neues DISS-Journal – Nummer 49.
Die Kollegen vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung nehmen sich leider konkret zum Vorbild im Bemühen, den Lesern mittels Titelbildgestaltung die Laune zu verderben.

Aus dem Inhalt:

ELON MUSK, NEUE ELITE, PRAGMASYMBOL X. DISKURSANALYSE ZUR BERICHTERSTATTUNG ZU ELON MUSK ZWISCHEN DER US-WAHL UND DER AMTSEINFÜHRUNG
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BIG TECH GOES MAGA ALLGEMEINE KI ALS REAKTIONÄRE UTOPIE
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„EIN NEUER SHERIFF IST IN DER STADT“
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UNION UND AFD: GRENZEN DER ANNÄHERUNG?
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ZWISCHEN ISOLATION UND EINFLUSS: DIE AFD AUF DEM WEG ZUR MACHT?
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FRIEDENSPOLITIK? EINE GEFÄHRLICHE LEERSTELLE IM KOALITIONSVERTRAG
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GESCHLECHTERSPEZIFISCHE STRAFTATEN
MIT BESONDEREM HINBLICK AUF HÄUSLICHE UND SEXUALISIERTE GEWALT GEGEN FRAUEN
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SOZIALLEISTUNGSMISSBRAUCH? MEDIALE DISKURSE IM SPANNUNGSFELD VON SOZIALPOLITIK UND MIGRATION
*
ZUR KRISE DER SOZIALDEMOKRATIE
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FEINDBILDPRODUKTION DER MEDIENMACHT
*
WIEVIEL HEGEL STECKT IN MARX?
und:
NEUES AUS DEM INSTITUT

72 Seiten

Wahlweise online auf www.diss-duisburg.de
oder
als gedrucktes Heft
in der Buchhandlung Weltbühne zu kriegen:
Im Laden für 4 Euro,
im Versand für 6 Euro.
Man kann auch mehr geben, um das DISS bzw, die Weltbühne zu unterstützen.

Geburtstag Helene Weigel

Am 12. Mai 1900, heute vor 125 Jahren wurde Helene Weigel geboren.
Auf dem Bild zu sehen ist aber nicht Helene Weigel, sondern eine andere Österreicherin: Adele Neuhauser, die Helene Weigel in dem Brecht-Film von Breloer spielte und ihr ähnlich sieht (Man kennt sie auch vom Österreichischen Tatort). Man weiß an manchen Stellen in dem Film nicht, ob es sich um Spielzenen oder eingeschnittene Original-Aufnahmen handelt. (Auch der Brecht-Darsteller Burghart Klaußner sieht Brecht ähnlich).

Über Helene Weigel schrieb Sabine Kebir eine Biografie („Abstieg in den Ruhm“), das beim Verlag vergriffen ist – ebenso wie die anderen Bücher von Sabine Kebir über die Frauen, die mit Brecht zusammengearbeitet haben.
In der Buchhandlung Weltbühne gibt es noch was davon zu finden.
Erkundigt Euch hier nach Helene Weigel, nach diesen Büchern von Sabine Kebir, nach Bertolt Brecht – und auch nach dem Buch zum Film von Heinrich Breloer.

Warum Ostermarsch?

In der letzten Ausgabe vor Ostern – am Gründonnerstag, 17. April – brachte die WAZ auf Seite 2 ausführliche Hinweise und Informationen zum Ostermarsch Ruhr, mit einem Interview mit Joachim Schramm, Geschäftsführer des NRW-Landesverbandes der DFG-VK.

Hier ein paar Antworten auf Fragen d(ies)er Zeit:

..

Aha? Ach!


Nicht in jedem Jahr, aber jetzt wieder erschien das Extra-Blatt Aha! – herausgegeben von der DFG-VK Duisburg – im stolzen DIN-A-3-Format!.
Darüber können sich die freuen, die Grund dazu haben.
Anlass auch diesmal wieder: Der Ostermarsch.
Das Extrablatt wird per Post in der DFG-VK herumgeschickt. Es wird auch, wie üblich, in der nächsten METZGER-Ausgabe (Nr. 159) als Supplement beiliegen.
In der Buchhandlung Weltbühne liegt das Extrablatt aus zum Mitnehmen.
Wer mehrere Stücke braucht zum Weitergeben, muß sich an den Druckkosten beteiligen*.

* DFG-VK Gruppe Duisburg IBAN DE34 4306 0967 4006 1617 04

Ob das Extrablatt auch in Duisburg bei der Auftaktkundgebung zum Ostermarsch Ruhr frei verteilt wird – oder nur an Bekannte weitergegeben wird – das muß sich erst herausstellen.
Kann sein, daß nach der „ungehaltenen Rede“ (2023) wir es nun mit einem „unverteilten Flugblatt“ zu tun haben. Aber wie die Dinge liegen …

Neu in der Weltbühne: Erste Beben

Aufstände der Erde: Erste Beben.
Aus dem Französischen von Sula Textor, Claire Schmartz, Andreas Jandl & Franck Traps.
Verlag Assoziation A. 352 Seiten, broschiert. 24 €

Innerhalb von drei Jahren haben sich die »Aufstände der Erde«, ein Kollektiv zur Verteidigung von Land und Wasser, als eine der wichtigsten aktivistischen Gruppen der französischen Umwelt- und Klimabewegung etabliert.
Mit ihren spektakulären Aktionsformen, darunter auch Blockade- und Sabotageaktionen, greift die Gruppe nicht nur effektiv in das Räderwerk der fossilen, extrem energieverbrauchenden und umweltvergiftenden industriellen Maschinerie ein, sondern sorgt auch immer wieder für erhebliches Aufsehen in der französischen Öffentlichkeit.
In diesem Buch berichten die Aktivist*innen von ihren Aktivitäten, analysieren die bisherige Entwicklung, erläutern ihre ein breites gesellschaftliches Spektrum umfassende Form der Organisierung und legen ihre strategischen Hypothesen vor. Das Buch ermöglicht ein besseres Verständnis dieses politischen Ufos, das sowohl durch einen Brückenschlag von der institutionellen bis hin zur radikalen Linken als auch durch die Vielfalt seiner Aktionsformen, die direkte Massenaktionen, Unterstützung reformistischer Maßnahmen sowie den Aufbau lokaler Gegenkräfte beinhalten, überrascht.
Die Texte zeigen zugleich die Grenzen der derzeitigen ökologischen Hauptströmungen – Reformismus, Öko-Leninismus, alleinige Konzentration auf lokale Kämpfe – auf und schlagen einen vierten Weg vor: die Schaffung eines Netzwerks des Widerstands, das den lokalen ökologischen Kämpfen einen strategischen Zusammenhalt verleiht und gleichzeitig den Ehrgeiz hat, in andere Kämpfe einzugreifen.

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Neu in der Weltbühne: Streitschrift gegen den Wehrpatriotismus

Ole Nymoen: Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde. Gegen die Kriegstüchtigkeit.
rororo 144 S. 16,00 €

Die Verteidigungsfähigkeit wird zur «Kriegstüchtigkeit» umerklärt, die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro aufgerüstet, die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert: Die Zeichen stehen auf Mobilmachung, auch mental. Die Nation wird dabei zur großen Solidargemeinschaft verklärt, der ein jeder glücklich zu dienen hat. Und das nach Jahrzehnten der Entsolidarisierung, in denen die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten von neoliberalen Politikern für alternativlos erklärt wurde.
Ole Nymoen erhebt Einspruch: Die Behauptung, das Sicherheitsinteresse eines Staates falle notwendig mit dem seiner Untertanen zusammen, erscheint geradezu absurd. Immerhin sind es junge Männer wie er, die im Kriegsfall gezwungen sind, im Land zu bleiben und ihr Leben zu riskieren, ob sie wollen oder nicht. Ganz zu schweigen davon, dass der «Dienst an der Waffe» auch beinhaltet, mit dieser Waffe andere zu töten. Und wer bestimmt eigentlich über den «Waffengang»? Ist es wirklich der demos, das Volk?
Nicht kämpfen zu wollen für einen Staat, das ist vor diesem Hintergrund mehr als nur eine individuelle Verweigerung – nämlich ein Akt der Humanität und des Protests für mehr kollektive Selbstbestimmung.

Ole Nymoen ist freier Journalist, Podcaster und Buchautor. In dem Podcast Wohlstand für Alle spricht er mit Wolfgang M. Schmitt seit 2019 über Geld sowie über ökonomische Ideengeschichte und politische Ökonomie. 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Schmitt das Buch Influencer. Die Ideologie der Werbekörper, das ein großes Presseecho hervorrief und zum SPIEGEL-Bestseller wurde.

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Robert Steigerwald


In der Jungen Welt gelesen: Heute wäre Robert Steigerwald 100 Jahre alt geworden.
Den habe ich ein paar mal erlebt und schrieb vor 10 Jahren:
Wer Vorträge von ihm gehört hat, hat einen hellwachen Denker, einen reaktionsschnellen Wortkünstler, ja man kann sagen: einen Entertainer der Theorie erlebt. Er vermittelt den dialektischen Materialismus als fröhliche Wissenschaft.

Mehr ist hier zu lesen (bitte anklicken).

Buchempfehlung:
Das Haus im Sandweg. Eine sozialistische Familienchronik. Verlag Neue Impulse 2008.
In der Buchhandlung Weltbühne erhältlich.

Zitat:
„Der Text ist ein Bastard, jawohl, ein regelrechter Bastard. Kein Roman, keine Autobiografie, auch keine Chronik oder ein Sachbuch, enthält aber von jedem etwas. Was kümmert mich die Form, ich bin doch kein Schriftsteller! Und natürlich ist in diesen – wie in allen – Erinnerungen manches erfunden, geflunkert… Doch nicht alles ist Fiktion!“

Dieter Süverkrüp

Dieter Süverkrüp 1934-2025  Bild (C) Wikimedia Commons

Vor ein paar Monaten (anläßlich des 90. Geburtstages) schrieb die Junge Welt in einem Vergleich mit dem – oft in ein- und demselben Satz genannten Franz Joseh Degenhardt: Degenhardt sei ein Lyriker gewesen, der zum Liedermacher wurde. Süverkrüp sei von der Musik ausgehend zum Text gekommen.
In der Tat: Unter den „Liedermachern“ war er der „musikalischste“. Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn stand die Jazzband Feetwarmers (zusammen u.a, mit Klaus Doldinger). Jazz in Deutschland von Deutschen gespielt in den 50er Jahren! Das war ja – wie kultureller Landesverrat!
Die Auseinandersetzung um die Remilitarisierung forderte ihn heraus, sich politisch zu positionieren.
Er hatte nicht die Poesie eines Degenhardt oder Wader, nicht die Beobachtungsgabe eines Hüsch. Sein Markenzeichen war der ironische Sprachwitz und der beißende Spott – und seine Vortragskunst. Er konnte die Stimme wie ein Instrument einsetzen – und sein virtuoses Gitarrenspiel.
Und seine Vielseitigkeit: mit Sprache und Musik – und als bildender Künstler. Er schrieb und sang auch Kinderlieder. Seine Bühne warenm oft Demonstrationen und Kundgebungen, zum Beispiel beim Ostermarsch, der damals noch eine Aufbruch-Bewegung war.
Zusammen mit Gerd Semmer, Arno Klönne und Frank Werkmeister gründete Dieter Süverkrüp den Pläne-Verlag, ursprünglich ein Verlag für Liederbücher und Liederhefte. Später erschienen dort die Schallplatten, so auch Süverkrüps eigene Lieder, ebenso die Lieder der 48er-Revolution. Süverkrüp macht Erich Mühsam wieder bekannt, er sang und spielte auch die von Gerd Semmer übersetzten Lieder der Französischen Revolution.
Dieses kulturelle Erbe zu bewahren und überhaupt erst wiederzuentdecken ist von großem Wert – so wie Geschichtslosigkeit eine große Last wäre. Kampf für den Fortschritt muß immer auch ein Kampf sein gegen kollektive Gedächtnisschwäche.