So fĂŒgt es sich vortrefflich

Am Samstag, heute vor einer Woche, am zweiundzwanzigsten, stand in der WAZ was ĂŒber mein neues Buch (look there), und daraufhin wurde am Tag darauf (Sonntag, 23. April) das Programm in Werner Muths Panama-Club um eine Spontan-Lesung erweitert. DarĂŒber haben sich alle gefreut, nicht nur ich. So stell ich mir das Leben vor.

Was soll man dazu sagen? Man sieht nur die im Dunklen, die im Hellen sieht man nicht, aber manchmal doch.
Das Programm an diesem Sonntag (ausnahmsweise nicht Samstag, ausnahmsweise schon nachmittags) war ganz phantastisch. Diesmal war es eine besonders lange Liste von KĂŒnstlern. Zum Beispiel: Stefan Schlensag war auch wieder dabei. Birgit Quentmeier (Flowepornoes) spielte ein Programm auf dem Clavier. Tom Liwa kam ganz ĂŒberraschend.


Schönes Bild: Ich vor dem bestimmten Clavier. Hafenstaedter-Fotos.

Kann denen mal jemand die Landwirtschaft erklÀren?

Direkt vor meiner HaustĂŒr. Ob die sich was dabei gedacht haben?

„Damit sich wirklich etwas Ă€ndert“ ist ein Slogan, den die an jede Partei verpachten könnten.

Die Idee, die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft anzuheben und zugleich die Preise fĂŒr den Endverbraucher zu senken, deutet auf Unkenntnis von den VerhĂ€ltnissen in der Lebensmittelbranche hin. Dort findet ein VerdrĂ€ngungswettbewerb statt, dem zuletzt Kaisers zum Opfer gefallen ist. Der Preiskampf wird auf dem RĂŒcken der Landwirte ausgetragen, die man nur noch als ScheinselbstĂ€ndige bezeichnen möchte. Verbraucherpreise fĂŒr Nahrungsmittel, insbesondere Tierprodukte noch weiter senken? Mit solchen unrealistischen und dogmatischen Ideen ist der Weg gepflastert, der in VerhĂ€ltnisse fĂŒhrt, wie sie jetzt in Venezuela herrschen.

Aber „Recht auf Flucht“ find‘ ich gut.

Jaja, die Linken und das Sex-Appeal …

Die Plakate fĂŒr die Show „Soy de Cuba“ hĂ€ngen noch an den Litfaß-SĂ€ulen.
Vor zweidrei Jahren war hier in Duisburg, im selben Theater, schon mal so eine kubanische Show, vielleicht dasselbe Ensemble? Ich war bei einem Geburtstagsempfang. Die ganzen Matadoren und Horonatioren hatten sich eingefunden (von DKP, Linkspartei, Friedensbewegung, GEW, Verdi und all die vielen, die mich nicht mehr kennen und seit neuestem mich nie kannten).
Eine Genossin mittleren Alters, damals, vielleicht auch heute noch in der Leitung der Linkspartei oder Ratsfraktion, hatte sich wenige Tage zuvor die Kuba-Veranstaltung angesehen – und war ir(r)itiert, geradezu entsetzt, jedenfalls empört: „Also was man da auf der BĂŒhne gesehen hat – manchmal geradezu obszön – Da wurde der Geschlechtsverkehr angedeutet, also -“
Da geht man pflichtschuldigst internationalistisch da hin, und dann sowas!

Eine andere, eine junge HĂŒbsche, die sogar mal was fĂŒr den Metzger geschrieben hat – nach qualvoller Gewissenserforschung und trotz ihrer Bedenken, weil in meiner Zeitung „immer wieder ein nackter Po zu sehen ist“, beurteilte die Kuba-Show ebenfalls abwertend: „Die enthielt lauter sexuelle Anspielungen.“
Ich antwortete ihr: „Ach weißt du, das ganze Leben ist eine einzige sexuelle Anspielung.“
Darauf hat sie nichts gesagt. Sie dachte wohl: „Ach ja, klar! Der! Der ist ja sowieso nicht mehr zu retten.“

Kann mir mal jemand das Land NRW erklÀren?

Will die CDU uns etwa weismachen, daß sie hinter den ganzen EinbrĂŒcken steckt – und uns BĂŒrgern verspricht, sich in nĂ€chster Zeit damit etwas zurĂŒckzuhalten?
Das kam mir alles immer schon so verdÀchtig vor.
Die Presseagentur GrossArt hat recherchiert, daß im Falle einer RegierungsĂŒbernahme der CDU in NRW allen vorbestraften Einbrechern ein Job bei der Polizei vermittelt werden soll. Einbrecher werden nicht mehr eingesperrt, sondern eingestellt. (Das brauchen Sie ja nicht zu glauben).
Sowas hĂ€ngen die auf’m Kalkweg auf!

Mehr Teller – weniger Kohldampf!
Mehr ZĂ€une – weniger KĂŒhe rennen weg.
„Mehr Polizei – weniger VerrĂŒckte“ las ich erst.

Links unten: Dem Trumpschen „America first“ schleudert die CDU ein entschiedenes „NRW geht vor“ entgegen. Das hĂ€tte ich denen gar nicht zugetraut.

Keine Feier ohne Meyer

Sich dorthin selbst einzuladen, wo er eigentlich nichts zu suchen hat (zum Beispiel beim Christopher-Street-Day) ist eine schlechte Angewohnheit des StimmungssĂ€ngers Marcel Wojnarowicz, der sich auch Wojna, manchmal auch Bandbreite nennt. Am Samstag will er zum Ostermarsch kommen. Aber nicht einfach so, wie andere, die sich da einfach einfinden. Er will am Ostersamstag-Vormittag, wenn um halbelf am Kuhtor der Ostermarsch Ruhr anfĂ€ngt, seine eigene Friedensdemonstration veranstalten. So kĂŒndigt er es auf Facebook an.
Er beteuert: „Wir wollen auch gar nicht spalten, im Gegenteil.“
„Im Gegenteil“ soll heißen: er hat was Schlimmeres vor. Er will, daß sein Demonstrationszug zum Ostermarsch dazustĂ¶ĂŸt. „Die alten bekannten Gesichter werden mit Sicherheit sowieso zum Ostermarsch gehen. Die Leute aus der neuen Friedensbewegung, die holen wir einfach in Duisburg dazu.“
Zwar enthĂ€lt das Ostermarsch-Programm eine Klausel, wonach „Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind“ von der Teilnahme am Ostermarsch ausgeschlossen sind. Aber wir sind in Duisburg, da nimmt man es damit nicht so genau. Darauf wĂŒrde ich wetten, daß der Querfront-Provokateur samt seiner unterbelichteten Fangemeinde noch mit Hurra begrĂŒĂŸt wird.

Kleiner Hinweis: Klicken Sie doch mal unter diesem Artikel auf das Schlagwort „Bandbreite“. Unterhaltsam sind auch die Mitteilungen der DFG-VK dort und dort.

Neu in der WeltbĂŒhne: Sebastian Friedrich (erneut) ĂŒber die AfD

Sebastian Friedrich (Redaktionsmitglied beim AK – siehe auch DER METZGER 111) hat mir (und allen Kollegen, Freunden, Mitstreitern nebst Innen) geschrieben:
Es ist endlich da: mein neues Buch zur AfD mit dem schlichten Titel „Die AfD: Analysen – HintergrĂŒnde – Kontroversen“. Es ist bei bertz + fischer (Berlin) erschienen.
Wer den VorgĂ€nger „Der Aufstieg der AfD: Neokonservative Mobilmachung in Deutschland“ gelesen hat, wird an ein paar Stellen bekannte Textfetzen finden. Allerdings sind etwa Dreiviertel des Buchs neu. Es hat sich ja in den vergangenen zwei Jahren auch einiges getan in der AfD.
Ich analysiere zunĂ€chst die unterschiedliche Ursachen fĂŒr den Aufstieg der AfD. Dieser resultiert aus vier wesentlichen Entwicklungen: Krise des Konservativismus, Krise der reprĂ€sentativen Demokratie, Krise innerhalb der UnternehmensverbĂ€nde, schleichende Krise des sozialen Sicherheit. Anschließend widme ich mich der Entwicklung der AfD seit ihrer GrĂŒndung. In Kap. 4 geht es dann um die soziale Basis der Partei: Ich versuche mit dem Mythos aufzurĂ€umen, nach dem die AfD eine Partei der kleinen Leute sei. Anschließend geht es um die drei zentralen Strömungen der AfD – nationalkonservative, neoliberale, völkische – und ich frage, in welche Richtung sich die Partei bewegt. Das letzte Kapitel befasst sich dann ausfĂŒhrlich mit der Frage: „Was tun“. Darin greife ich die verschiedenen Diskussionen des vergangenen Jahres auf (Nachtwey, Eribon, Baron, Fraser etc.).

Ein Auszug aus dem letzten Kapitel erschien im Neuen Deutschland, nachzulesen dort:

www.neues-deutschland.de

Sebastian Friedrich: Die AfD. Analysen – HintergrĂŒnde – Kontroversen. Verlag Bertz + Fischer. 168 Seiten Paperback 7,90 Euro.

Bitte bestellen Sie dieses Buch in der Buchhandlung WeltbĂŒhne (die, wie man wissen sollte, auch eine VERSANDbuchhandlung ist).
Erinnern Sie sich stets an den Slogan:
„LIEBE leute BESTELLT bĂŒcher IN der BUCHHANDLUNG weltbĂŒhne UND sonst NIRGENDS.“

AfD muß verschwinden.
WeltbĂŒhne muß bleiben.

Ein Buch: Gut und schön.

Schauen Sie sich diesen schön gestalteten Buchumschlag an:
Da meint man zuerst: ein expressionistisches GemÀlde wurde verarbeitet, irgendein Pechstein, irgendein Kirchner.
Nein. Dieses Bild – Frau mit Zigarette, Acryl auf Karton – ist von Silke Vogten selbst. Sie dichtet nicht nur, sie malt auch.

Foto (C) Dialog-Edition

Daß ihre Gedichte „schön anzuhören“ sind, fand die Rheinische Post (Bericht ĂŒber unsere Lesung im Lokal Harmonie). Wohlklang haben diese Texte durchaus, zugleich auch scharfe Spitzen.
Der Gedichtband „Getanzt wird immer“ ist fĂŒr 10 Euro in der Buchhandlung WeltbĂŒhne erhĂ€ltlich, auch im Versand.
Die Trikont/Dialog-Autoren appellieren: Kauft unsere BĂŒcher!

Zur Lage. Vier Thesen.

1. Die StreitkrĂ€fte der USA haben Syrien angegriffen. Dieser Raketenangriff ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht.
BegrĂŒndet wird der Überfall damit, daß in es im BĂŒrgerkrieg in Syrien einen Zwischenfall mit chemischen Kampfstoffen gab. Daß die dem Assad-Regime unterstehende syrische Armee Giftgas eingesetzt hat, ist nicht auszuschließen. Daß andere Beteiligte des Syrienkonflikts Giftgas eingesetzt haben könnten, ist ebenfalls nicht auszuschließen. Jeder Kriegspartei ist jede Grauenhaftigkeit zuzutrauen. Konflikte, die sich der Kategorie „Gut wehrt sich gegen Böse, Gerecht gegen Ungerecht, Emanzipation gegen UnterdrĂŒckung, Fortschritt gegen Reaktion“ (wie: Vietcong gegen US-Imperialismus, ANC gegen Apartheid, Frelimo gegen Kolonialmacht, Che gegen CIA) zuordnen lassen, finden in der gegenwĂ€rtigen zeitgeschichtlichen Epoche nicht statt.

2. Ohne hinzusehen, ohne fĂŒr Fakten ĂŒberhaupt empfĂ€nglich zu sein, hat der PrĂ€sident der USA Donald Trump das Assad-Regime als Urheber eines Giftgaseinsatzes „erkannt“. Denn diese (durchaus nicht unmögliche, aber auch nicht einzig mögliche) Version kommt ihm gelegen. „Das Entlarven richtet sich nach Angebot und Bedarfen.“ (Volker Seyfried).
Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Gabriel finden die Handlungsweise des US-PrĂ€sidenten „nachvollziehbar“. Nachvollziehbar ist solch eine Aggressionshandlung fĂŒr Leute, fĂŒr die das Völkerrecht sowieso nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht. So reagieren Politiker der Bundesregierung auf die DemĂŒtigungen, die ihnen das Großmaul in Washington tĂ€glich zumutet. HĂŒndische UnterwĂŒrfigkeit vor dem Großen Bruder haben die intus, daran wird sich so schnell nichts Ă€ndern.

3. Der PrĂ€sident der USA, so wird kolportiert, soll darĂŒber, daß Zivilisten, auch und gerade Kinder durch Giftgas grausam ihr Leben verloren, zutiefst erschĂŒttert gewesen sein. Wer das Zeitgeschehen der letzten Monate beobachtet hat, kann kaum glauben, daß der PrĂ€sident der USA ĂŒberhaupt fĂŒr irgendjemanden (außer fĂŒr sich selbst) MitgefĂŒhl empfindet. Darum dĂŒrfte es ihn auch nicht stören, daß durch seinen Vergeltungsschlag Zivilisten, auch Kinder, getötet wurden.
Sollte man den PrĂ€sidenten der USA darauf aufmerksam machen wollen, daß durch seine Vorgehensweise das VerhĂ€ltnis zu Rußland auf gefĂ€hrliche Weise verschĂ€rft wird, wird er antworten, daß es darum noch mehr verschĂ€rft werden muß.
Die USA-Regierung hat es gerade nötig, ĂŒber den Einsatz chemischer Kampfstoffe KrokodilstrĂ€nen zu verschĂŒtten. Wie war das denn in Vietnam?

4. Die Aggression der US-StreitkrĂ€fte ist innenpolitisch motiviert. Ein schwacher PrĂ€sident brauchte einen Erfolg (besser gesagt: einen Knalleffekt). Damit brachte er vormalige UnterstĂŒtzer aus der Rapublikanischen Partei gegen sich auf. Der erzkonservative Senator Rand Paul kritisierte: Die USA seien nicht angegriffen worden und hĂ€tten folglich nicht militĂ€risch reagieren dĂŒrfen. In der Tat ist dieser „Antiinterventionalismus“ eine gewichtige Traditionslinie in der US-Politik. Trump holte sich aus ihren Reihen UnterstĂŒtzung im Wahlkampf. Jetzt stellt sich heraus, was davon ĂŒbrigbleibt: Daß die US-Außenpolitik sich lediglich aus BĂŒndnisvereinbarungen herauslöst. FĂŒr jemanden wie Paul ist Antiinterventionalismus ein dezidiertes politisches Prinzip, fĂŒr jemanden wie Trump bloß ein Werbegeschenk.
Es wĂ€re fatal, wenn die Friedensbewegung, hier ohnehin fĂŒr Querfront anfĂ€llig, erzkonservative Ultranationalisten aus der T-Party-Bewegung als Kronzeugen zitiert.
Die einzige Konstante in Trumps Politik ist die Unberechenbarkeit. Das verstört zwar ein paar erzkonservative Senatoren, seine Fangemeinde stört es nicht. Wenn Trump heute hĂŒ sagt und morgen hott, jubeln sie ihm in jedem Fall zu.
FĂŒr den Frieden in der Welt ist das eine gefĂ€hrliche Lage.

Ostermarsch Ruhr 2017

Der Ostermarsch Ruhr 2017 in Daten, Fakten und Terminen:
Es wird also zum Schluß darauf verwiesen, daß der komplette Aufruf auf der Internetseite gelesen werden kann.

Dort ist zum Beispiel zu lesen:
„Verhandeln statt Schießen: Jede Minute Waffenstillstand rettet Leben: in Syrien, im Irak, in Mali und anderswo. Es muss mit allen Konfliktparteien, auch dem IS verhandelt werden.“
Verhandeln mit dem IS! Diese Schnapsidee wurde vor etwa einem Jahr von dem Exponenz-Pazifisten Thomas Carl Schwoerer (vom Bundesvorstand der DFG-VK) in Buchform ventiliert (Untertitel: Neue Lösungen fĂŒr Syrien und den Terrorismus).
Schwoerers Buch mit dem – ernstgemeinten – Vorschlag, mit dem IS zu verhandeln, wurde in der Zivilcourage (Verbandszeitschrift der DFG-VK) wohlwollend besprochen.

Ich schrieb darauf einen Leserbrief (Auszug):
Unterdessen will Thomas Carl Schwoerer nur mal kurz die Welt retten. Mit IS sollte verhandelt werden, schlĂ€gt er vor. BegrĂŒndung, kurz gefaßt: Verhandeln ist besser als nicht verhandeln. Dabei offenbart er mangelnden Überblick ĂŒber Fakten und ZusammenhĂ€nge.
Solange verhandelt wird, wird nicht geschossen, glaubt er. Auf Vietnam sind wÀhrend der Pariser Friedensverhandlungen mehr Bomben abgeworfen worden als auf Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
Die Ostpolitik Willy Brandts lobt er. Es mĂŒĂŸte aber auch eingestanden werden, daß zuvor die „Politik der StĂ€rke“ zum Scheitern gebracht wurde. Willy Brandt hĂ€tte gar nicht „mehr Demokratie wagen“ können, wenn die Ostlandreiter weiterhin so hĂ€tten wĂŒten können wie bis zum 13. August 1961 und wieder seit dem 9. November 1989. Das, was Schwoerer als „gewaltfreie Revolution in der DDR“ euphemisiert, hatte zur Folge, daß Deutschland nicht lĂ€nger daran gehindert war, die europĂ€ische Ordnung aus eigener Kraft aus den Angeln zu heben, Belgrad zu bombardieren und in Kiew die Nachfolger der Nazi-Kollaborateure wieder fĂŒr sich marschieren zu lassen.
Thomas Schwoerer ist nicht richtig informiert, wenn er meint, auch Nelson Mandela hĂ€tte zu den Politikern gehört, die „alles daransetzten, ihren Kampf gewaltfrei zu fĂŒhren“. Der ANC fĂŒhrte einen bewaffneten Befreiungskampf. Das Apartheid-Regime bot Mandela an, ihn aus dem GefĂ€ngnmis zu lassen, wenn er den ANC zur Gewaltlosigkeit aufruft. Das hat er nicht getan. Thomas Schwoerer tut es jetzt stellvertretend fĂŒr ihn.
Historisch steht Nelson Mandela neben Che Guevara, Ho Tschi-minh und Patrice Lumumba. Thomas Schwoerer stellt ihn in eine Reihe mit Lech Walesa. Warum nicht gleich mit Franz-Josef Strauß?
In der Welt, die man retten will, sollte man sich auskennen.

Mit dem IS verhandeln! WorĂŒber? Mit welchem Angebot? Mit welchen ZugestĂ€ndnissen? An welchem Ort?
Wie wĂ€re es mit MĂŒnchen?

Beim DurchblÀttern alter Notizen

Schon wieder ein schönes Wochenende mit Kappesköppen
Bei der Attac-Veranstaltung in der Gertrud-BĂ€umer-Schule. Ich bin mit dem BĂŒchertisch da. Das ganze dauert von Samstag Morgen bis Samstag Abend. Nicht nur in den Pausen sind Leute im Foyer.
Ein junger Mensch, Typ SchĂŒlersprecher, geflissen, ein bißchen altklug, redet auf den BĂŒffet-Mann ein. Er ist von dieser ganzen Veranstaltung nicht sehr begeistert. Die ganze Veranstaltung ist ihm zu „antisemitisch“. Was? Wieso das? „Weil hier der Kapitalismus kritisiert wird, anstatt daß …“ (was jetzt kommt ist so wirr, daß ich es nicht paraphrasieren kann).
FrĂŒher galt Antisemitismus als der grĂ¶ĂŸte Skandal ĂŒberhaupt. Aber dieser junge Mensch, Typ SchĂŒlersprecher, spricht aus:
„Das ist mir hier alles ein QuĂ€ntchen zu antisemitisch“. Genauso hĂ€tte er sagen können:
„Mir ist es hier zu laut“ oder „Hier zieht es mir zu sehr.“
„Antisemitismus wird in linken Kreisen heutzutage nicht mehr bekĂ€mpft, sondern anderen angehĂ€ngt. Und wieso?
„Weil hier der Kapitalismus kritisiert wird.“ Klarer Fall: Zu viel Konkret gelesen und zu wenig verstanden.
Jetzt kommt, was ich befĂŒrchtet habe: Der junge Mensch wendet sich an mich. Aber halb so schlimm. Seine Frage an mich lautet: „Wieviel Uhr ist es?“
„Zwölf Uhr.“
„Was? Dann muß ich ja lĂ€ngst weg sein!“ Spricht’s und haut ab.
Wer immer es war, der an jenem Tag um 12 Uhr mit dem verabredet war: Ich danke ihm!

aus DER METZGER 66 (MĂ€rz 2003)
auch in „Die Vegetarier von heute sind die Kannibalen von morgen“, Situationspresse 2003
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Kunst am Bau

Begrifflichkeiten der (Kunst-)Geschichte: Kunst am Bau.
Unter dem Stichwort „Kunst am Bau“ wird der Staat als Bauherr verpflichtet, ein Prozent der Baukosten öffentlicher GebĂ€ude fĂŒr Kunst (als GebĂ€udebestandteil) springen zu lassen. Dagegen kann man nix sagen. Das heißt: Dagegen kann man schon was sagen, aber warum sollte man?
Wie man der obigen Abbildung (Duisburg-Neudorf, Lerchenstraße, Ecke Sternbuschweg, vor dem Eingang zum SI-Torbogen) entnehmen kann, wird „Kunst am Bau“ immer mehr auch durch Privatinitiative gefördert.
Weiter so!

Die rosarote Woche

Auf der Lerchenstraße, der ersten Allee dieser Art, stehen die japanischen KirschbĂ€ume wieder in BlĂŒte. Schon nach wenigen Tagen fallen die BlĂŒtenblĂ€tter herab und bilden einen rosaroten Teppich auf dem Gehweg. Ich berichtete schon darĂŒber.
In manchen Jahren blĂŒhten die BĂ€ume Ende April, in diesem Jahr öffneten sich die BlĂŒten schon Ende MĂ€rz. Das ist verschieden.

Dieser Baum fĂ€llt auf, weil er zweierlei BlĂŒten trĂ€gt. Mir scheint es, daß von Jahr zu Jahr der Anteil der weißen BlĂŒten zunimmt.

Aber auch an manchen anderen BĂ€umen lassen sich an unvorhergesehenen Zweigen weiße BlĂŒten blicken.

Hier sieht man es deutlich.
„ZurĂŒck zur Natur“ könnte das Motto lauten. Die Wildheit lĂ€ĂŸt sich vom ZĂŒchter nicht ganz verdrĂ€ngen.

Liebe Leute, kauft eins von diesen BĂŒchern, oder beide, oder sogar alle drei

Liebe Leute, schaut mal, was die Graswurzelrevolution ĂŒber diese beiden BĂŒcher geschrieben hat:
Es handelt sich um diese beiden BĂŒcher:
Und jetzt die gute Nachricht:
Diese beiden BĂŒcher sind erhĂ€ltlich in der Buchhandlung WeltbĂŒhne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, also Neudorf, Tel. 0203-375121, E-mail: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de), auch im Versand – nur bei uns!
Mancher wird sagen: Der Gedichtband ist so gut, es mĂŒĂŸte einen zweiten geben!
Aber das IST schon der zweite!
Der erste ist dieser hier:
Marvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens. Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 80 Seiten 12,50 Euro.
Man könnte sagen: Das ist sogar noch besser, denn in diesem Fall bin ich der Verleger.
Die Trikont/Dialog-Autoren appellieren: Kauft unsere BĂŒcher!