Neu in der Weltbühne: Über Corona-Krieger

Matthias Kamann, Annelie Naumann: Corona-Krieger. Verschwörungsmythen und die Neuen Rechten. Verlag Das neue Berlin. 192 Seiten Klappenbroschur. 16
Was sächsische Pegida-Anhänger und schwäbische Impfgegner eint.
Verschwörungsmythen gibt es schon lange, aber die Coronakrise, „Hygiene-Demos“ und das Internet haben ihnen noch einmal neuen Aufschwung verliehen. Einige von ihnen, etwa QAnon, gelangen auf Plattformen wie YouTube oder 4chan zu uns, andere verbreiten sich über die Sozialen Medien. Deutsche Initiativen wie die „Querdenker“ spinnen sie weiter, und auch die AfD zeigt sich dafür anfällig. Die neue Popularität von Verschwörungsfantasien benutzen rechte Parteiideologen und Rechtsextremisten für ihren Kreuzzug gegen die demokratische Ordnung. Keiner kann ausschließen, dass ihr Protest nicht in Gewalt ausartet.

Bitte bestellen Sie dieses Buch in der Buchhandlung Weltbühne
Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf). Tel. 0203-375121
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WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

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Syntopia – ein dringender Appell

Unterstützt euer Syntopia!
6. Juni 2021
Liebe Freund*innen des Syntopias,
mittlerweile dauert es schon über ein Jahr, dass das Syntopia aufgrund der Covid19-Pandemie geschlossen bleiben muss – und dank Eurer überwältigenden Unterstützung hat der Trägerverein Mustermensch das Ladenlokal seitdem halten können. Leider ist noch nicht absehbar, wann eine Wiedereröffnung möglich wird, und somit bleibt auch das Syntopia – ohne die üblichen Veranstaltungen und Eure Besuche – weiterhin auf Unterstützung angewiesen.

Die laufenden Kosten konnten wir glücklicherweise reduzieren, diese sind aber trotzdem nicht komplett durch die Beiträge der Vereinsmitglieder gedeckt. Wir haben uns um Fördermittel für von Schließung bedrohte sozio-kulturelle Einrichtungen bemüht, passen mit dem Konzept des Syntopias aber nicht zu den Anforderungen für solche Hilfen. Daher fehlen dem Syntopia weiterhin monatlich etwa 500€. Wenn es euch finanziell möglich ist, freuen wir uns über euren Beitrag zum Fortbestand des Syntopias.

▶ Zum Beispiel bei Betterplace.

▶ Oder per einmaliger oder regelmäßiger Überweisung auf unser Vereinskonto:
Mustermensch e.V.
Commerzbank Duisburg
IBAN: DE74 3504 0038 0582 4727 00
Verwendungszweck: Syntopia
(gern stellen wir Euch Spendenquittungen aus)

▶ Wenn ihr das Syntopia dauerhaft fördern wollt werdet doch Mitglied im Trägerverein Mustermensch e.V.

Wir hoffen, dass das Syntopia durch Eure Hilfe die Corona-Zeit übersteht und dass wir uns möglichst bald dort wieder sehen. Bis es soweit ist, sind alle Spender*innen herzlich eingeladen – selbstverständlich unter Einhaltung von Abständen und mit Maske – am Donnerstag den 10. Juni von 18 bis 19 Uhr oder Samstag den 12. Juni von 14 bis 16 Uhr an der Ladentür vorbeizukommen und sich ein kleines Dankeschön abzuholen.
Vielen Dank für Eure Unterstützung zum Fortbestand des Syntopias!

Euer Syntopia-Orga-Plenum

Gestern auf dem Kaiserberg

Who’s that Girl?
Schreibt einen Brief (oder einen Roman?) auf Papier.

Der untere (der kleine) Teich hingegen ist ausgetrocknet.
Wenn ich witzig wäre, könnte ich ausrufen: „Da hat wohl jemand den Stöpsel rausgezogen.“
Nur da hinten ist noch eine kleine Pfütze.
„Where Love ist like a muddy River“? Nee.

Der Grund eines ausgetrockneten Teichs.
Ich hab mal die Friedensbewegung mit einem Teich verglichen. Wenn der ausgetrocknet ist, wird sichtbar, was sich da alles auf dem Grund abgelagert hat.

„Look up to the Sky“

Heute ist der diesjährige 1. Juni.
Meinen traditionellen Gang zum Kaiserberg (jedes Jahr am 1. Juni) bin ich schon mittags gegangen, so daß ich jetzt schon davon berichten (ein Bild schicken) kann.
Sonst gehe ich diesen Weg immer erst nach Ladenschluß, den Umstand nutzend, daß es am 1. Juni lange hell bleibt. Daß ich heute schon mittags unterwegs war, hat Gründe, die Sie aber nicht interessieren.
„Look ut to the sky. Heads are flying by“, sang Jenny einst.
Wer hat sich bloß diesen Text ausgedacht?

Paris? Paris!

Die Bild-Fortentwicklung als eigenständiges Kunstmittel: Das mache ich jetzt auch.
Und zwar habe ich mir ausgesucht:
Das Urteil des Paris von Anselm Feuerbach (1870).
So sieht das bei mir aus:

Das Urteil des Paris von Anselm Feuerbach (Ausschnitt) variatio delectat.
Die ursprüngliche Version ging so:

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Im Wellental

Seit heute gelten diese Regeln für Ihren Besuch in der Buchhandlung Weltbühne:
Sie können als Kunde/als Kundin eintreten. Eine Anmeldung und ein aktueller Corona-Test ist nicht derzeit nicht erforderlich.
Aber mit Maske.
Bitte einzeln eintreten.

Seebrücke

Das Wort hat die Seebrücke:

Das Wort hat Maggy Wösthoff:

Liebe Freunde und Freundinnen des solidarischen Lebens!

Gute Nachrichten sind immer willkommen: Seit dem Start des ShowerBoxProjekts steht SEEBRÜCKE Duisburg an der Seite von LeaveNoOneBehind und sammelt Geld für das Duschprojekt für die asylsuchende Bevölkerung in dem Camp Kara Tepe auf Lesbos. Bis jetzt sind bei der Spendenaktion „Duschen für Lesbos“ von SEEBRÜCKE Duisburg rund 3.500,00 € zusammengekommen. Allen Spender:innen gilt unser herzlicher Dank.
In Anbetracht der erheblichen Kosten für die Betreibung des Duschprojektes von LeaveNoOneBehind in Kooperation mit Partnerorganisationen wollen wir die Aktion noch eine Weile weiter betreiben. LeaveNoOneBehind schreibt zu dem Projekt #DuschenfürLesbos:

„Aktuell sind wir gemeinsam mit den Organisationen Kitrinos Healthcare, The Lava Project und Team Humanity dabei ein neues Projekt mit Dusch- und Waschmöglichkeiten aufzubauen. Geplant sind 40 Warmwasserduschen, bestehend aus vier Containern mit jeweils zehn Duschen. Zusätzlich wird es einen Container mit Toiletten geben. Um den Bewohner*innen im Camp die Möglichkeit zu geben auch ihre Wäsche zu waschen, werden außerdem sechs Waschmaschinen und zwölf Trockner angeschaftt. Neben dringend benötigten Dusch- und Waschmöglichkeiten im Allgemeinen dient das Projekt insbesondere auch dem Schutz, als auch der Behandlung von Krätzmilben, die sich aktuell im Camp Lesbos ausbreiten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Container bereits vor Ort und die Installationen haben bereits begonnen.“

Wer mehr Infos zu dem und anderen Projekten erhalten möchte, hier die Adresse von LeaveNoOneBehind:
https://lnob.net/portfolio-items/theshowerbox/ und https://lnob.net/projekte/

Wer das Projekt „Duschen für Lesbos“ finanziell fördern möchte, hier die Kontodaten

Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales
Stichwort Seebrücke/Duschen
IBAN DE86 3505 0000 0200 0128 96
Für eine Spendenbescheinigung und Dankeschön-Karte bitte die Adresse angeben.

Gegen eine Spende von 12,00 € für eine Soli-Maske kannst Du das Projekt „Duschen für Lesbos“ unterstützen. Hier erhältst Du die Masken:

Unverpackt-Laden
Blumenstraße 4. 47057 Duisburg
Öffnungszeiten
Mo + Di 10.00 bis 13.00 Uhr I 15.00 bis 18.00 Uhr
Mit geschlossen
Do + Fr 10.00 bis 13.00 Uhr I 15.00 bis 18.00 Uhr
Sa 10.00 bis 15.00 Uhr

Bierbude
Wallstraße 3. 47051 Duisburg
Öffnungszeiten
Di bis Sa 11.00 bis 17.00

Die Geschäftsstelle der Grünen
Philosophenweg 1. 47051 Duisburg
Öffnungszeiten
Mo bis Do 10.00 bis 18.00
Fr 10.00 bis 15.00

Die Linke . Kreisverband Duisburg
Gravelottestraße 28. 47053 Duisburg

Buchhandlung Weltbühne
Gneisenaustraße 226. 47057 Duisburg
Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 11.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 18.30 Uhr
Sa. 11.00 bis 14.00 Uhr

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Aktion bis jetzt solidarisch unterstützen. Wer dies weiterhin tun möchte kann:

Werbung machen für SEEBRÜCKE Duisburg und die aktuelle Spendenaktion
Geld spenden
sich informieren über die EU Abschottungspolitik an den Außengrenzen und ihre beabsichtigten, menschenverachtenden Folgen
teilnehmen an den SEEBRÜCKE Aktionen
darüber sprechen und zu den SEEBRÜCKE Treffen kommen
sich auf Facebook informieren https://fb.com/SeebrueckeDuisburg

SEEBRÜCKE setzt sich ein für

sichere Fluchtwege und damit für Seenotrettung
eine menschenwürdige Behandlung von Menschen auf der Flucht
eine humanistische Flüchtlingspolitik
die Entkriminalisierung der Seenotretter*innen
sichere Häfen

Viele liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht
Maggy Wösthoff

Dieser Hinweis ist notwendig: Die Masken, von denen hier die Rede ist, entsprechen nicht der Corona-Schutz-Verordnung, sind aber bei anderen Gelegenheiten ein demonstratives Signal.
MAN KANN AUCH ohne eine Maske zu erwerben einen beliebigen Betrag in die Spendendose tun. Beim nächsten Besuch in der Weltbühne bitte dran denken.

Sag Nein!

Gestern stand es in der Zeitung. Es wurde an den 100. Geburtstag von Wolfgang Borchert erinnert.
Der Name ist in den letzten Jahren nicht mehr oft erwähnt worden.
Wolfgang Borchert, geboren 1921, verbrachte seine jungen Jahre in der Nazizeit, in die er, anders als so viele, nicht hineinpaßte. Die empfindsame Lyrik des 15jährigen war umfangreich und dem Urteil der Literaturgeschichte von wenig Belang (Biograph Peter Rühmkorf über den jugendlichen Dichter: „Allesversucher und Nichtskönner“). Schauspieler in einem Tournee-Theater. (Über seine Verbindung mit Isot Kilian, einer späteren Freundin und Mitarbeiterin von Bertolt Brecht, ist kaum etwas zu erfahren).
Ab 1941 Soldat, Teilnahme am Überfall auf die Sowjetunion. Ein Dasein im Schützengraben, im Lazarett und im Gefängnis wegen „Wehrkraftzersetzung“, erlebte das Kriegende als schwerkranker Mann.
Die Rückkehr auf die Bühne: nicht mehr möglich. Aber er konnte noch schreiben. Der Lyriker wechselte zur Prosa.
Bekannt wurde er durch das Theaterstück „Draußen vor der Tür“, die Tragödie eines „Heimkehrers“ aus dem Krieg. Der Krieg, der Menschen zu „Menschenmaterial“ gemacht hatte, war zu Ende, und das „Menschenmaterial“ war zu Altmaterial geworden, nutzlos, im Weg. Die Gleichgültigen finden den Leidenden lästig.
Wolfgang Borchert darf als Pionier der Nachkriegsliteratur gelten – durch seine Prosawerke. Als einer der ersten bediente er sich der modernen Form der Kurzgeschichte. In den meisten Texten wird das Erlebnis des Krieges aufgezeigt, der Krieg reflektiert und verfluchlt.
Große Aufmerksamkeit fand die Erzählung „Die Hundeblume“, vom Biographen Rühmkorf als ein Meisterwerk deutscher Prosadichtung bewertet.
Der Stil dieses Dichters war nicht zeittypisch, er knüpfte eher an den Expressionismus mit seiner nicht unpathetischen Wortgewalt an. Er merkte und meldete, daß diesem Krieg kein Frieden folgte. Er ahnte, daß bald wieder Gestellungsbefehle verschickt werden, bald wieder Stahlhelme aus den Fabriken kommen. Er schrieb als einer, der es eilig hat, die jungen Menschen zu ermahnen, NEIN zu sagen.
„Draußen vor der Tür“ wurde am 21. November 1947 in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. Am Tag zuvor war Wolfgang Borchert in Basel in einem Sanatorium 26jährig gestorben.

Sie werden verstehen, daß in der Weltbühne das Werk von Wolfgang Borchert seinen besonderen Platz innehat. Das Werk soll in seiner Gesamtheit immer präsent sein.
Das Werk des Dichters wurde von Rowohlt sorgfältig betreut. Obwohl, nachdem das Werk gemeinfrei wurde, zahllose Auswahl-Editionen erschienen sind, empfehle ich die drei „klassischen“ Editionen in der rororo-Reihe:
Das Gesamtwerk (576 Seiten) und als Einzeltitel „Draußen vor der Tür“ und ausgewählte Erzählungen, mit einem Nachwort von Heinrich Böll, und „Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlaß“, herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Rühmkorf. Bitte besuchen Sie die Buchhandlung Weltbühne und fragen Sie nach den Büchern von Wolfgang Borchert.

Hut aus Glas

Ein Foto aus der Zeit (gut, alt), als noch Hoffnung bestand, diese Stadt (Duisburg) könnte in urbanem Flair da stehen. Ein Foto aus den 60er Jahren, als die Welt, zumindest im Bereich Mercatorstraße/Königstraße, noch in Ordnung war. Mittlerweile ist die Zerstörung dieses zentralen Bereichs der „City“ (vulgo: Innenstadt) durch die Abholzung der Allee-Bäume vollendet, und vom Boulevard übrig bleibt ein reiner Verkehrsbereich. Mit dem Abriss des GLÄSERNEN HUTS fing es an.
Der Gläserne Hut war ein Pavillon mit obergeschossigem Straßencafé. Unten war z.B. ein Kiosk, eine Pommesbude (na ja, muß ja auch irgendwie sein), und man kriegte da DVG-Monatskarten.
Bemerkenswert ist doch die Einteilung der Spuren, eben nicht nur für Linksabbieger und Rechtsabbieger, sondern auch eine mittlere Spur für Leute, die noch nicht wissen, ob sie nach links oder nach rechts abbiegen wollen.

Die Leute, die den Gläsernen Hut abgerissen haben, würden es auch glatt fertigbringen, die Mercatorhalle, das Karstadt-Kaufhaus an der Königstraße und das Hallenbad Heerstraße abzureißen.

Über historische Gebäude in dieser Stadt schaut hier.

Zwei Stills aus meinem Film „Kö“ (Hut-Film 1978, auf DVD 2009). Hier wird der Gläserne Hut eher beiläufig der Super-8-Bildästhetik ausgeliefert.

Vier Trikont-Autoren lesen Erich Mühsam

Vier Trikont-Autoren lesen Erich Mühsam

 

Erich Mühsam: Liebe und Revolte. Ausgewählte Gedichte. Verlag Trikont 2019. 100 S. 10 Euro
Mit einem Anhang: autobiografische Dokumente und Lebensdaten. Erschienen in der Reihe Sozialistische Klassiker, herausgegeben von Marvin Chlada, Tayfun Demir und Bernd Kalus.

Bitte bestellen Sie dieses Buch (auch im Versand) in der
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