Minimalist Statement

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Minimalismus
RuhrortKunstmarkt16-1Sonntag, 5. Juni 2016, (m)ein Stand auf dem Ruhrorter Kunstmarkt.
Ausgestellt wurde: nichts.
Nichts ist sogar noch weniger als minimal.
Nichts ist die Vollendung der Minimaltät.
Alles ist gesagt, und dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Die Kunst erreicht ihre Vollendung, indem sie verschwindet.
Nein: Indem sie vergessen wird.

Nein, das ist natürlich Quatsch. Ich hatte mich nur mal kurz hinter einen Stand von einem Künstler gestellt, der nicht erschienen war. Aber diesen Sermon habe ich einigen Leuten erzählt, und die fanden das auch lustig, weil sie wußten, daß das alles ein Witz war.
Immerhin wurde demonstriert, daß die Kunst die Zeit überwinden kann (zum Beispiel, indem sie den 1. April auf den 5. Juni bringt).

RuhrortKunstmarkt16-2So sah unser Stand auf dem Ruhrorter Kunstmarkt aus. Alles ordentlich und unfromm.

RuhrortKunstmarkt16-3„Spontan“-„Lesung“ am Stand von Werner Muth gegenüber.
Spontan war das zwar, aber vorher geplant.
Als Lesung kann man das wohl auch bezeichnen, wenngleich ich, während ich den Leuten was erzählte, ein leeren Blatt vor mir hielt. (Sonst hätte mir vielleicht keiner zugehört. Merke: Literatur ist immer mit Papier in der Hand).

Fotos © Merkfoto

Ja, was ist denn DAS?

NeuProgrammCoverJa, was ist das denn, möchte man wieder fragen.
Also: Es handelt sich um eine Broschüre (36 Seiten), urgehoben von meiner Kollegin und mir 1991, lange Zeit vergriffen, jetzt (nach 25 Jahren) in zweiter, nur leicht veränderter Auflage für 5 Euro wieder erhältlich (ISBN 978-3-935673-06-8).

Man sollte als Künstler / als Schriftsteller mit Erläuterungen zum Werk sich zurückhalten. Wird eine Pointe erklärt, ist sie hin.
Nur mal so viel:
Vor 25 Jahren wollte die geltungssüchtige Generalaufpasserin Alieze Schwarzer (auch „Frollein Lohmeier“ genannt) Porno gesetzlich verbieten lassen.
Das war der Anlaß für diese Kampfschrift, deren Text allerdings nicht von den Verfassern verfaßt, sondern zusammengeklebt und mit aufschlußrerichen Bildern zu einem montiert wurde. Es sollte dem Ansinnen der penetranten Anstandsdame nicht mit Argumenten begegnet, sondern Tatsachen geschaffen werden. Wo (kalkuliert oder unkalkuliert) mit Reizvokabeln Irrationalität geschürt wird, helfen keine Pillen und keine essigsaure Tonerde, wohl aber die Satire, die sich die „normative Kraft des Faktischen“ zunutze macht.
„Schwarzers Begabung war nie die Analyse, eher die action im Einklang mit einem gesunden Volksempfinden“, meinte Katharina Rutschky.

Mit Fleiß verbringe ich meine Zeit damit, die Spießbürgerlichkeit und Prüderie, eben jenes „Volksempfinden“ in Mißkredit zu bringen. Froh war ich stets, wenn ich zu solchem Behufe einfallsreiche Partnerinnen fand.
Hier geht es um: die Ästhetisierung des Sexuellen. Oder man könnte auch poetisch sagen: Es geht um die Erotisierung der Sexualität.
Im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) steht unter der Rubrik „Hauptbeschreibung“: „Text-Bild-Collage über die Verschlüsselung von Sexualität, Macht, Bedürfnis, Manipulation.“ Irgendwas muß man ja reinschreiben, damit der moderne Mensch „aha“ sagen kann.
Mit dem wieder erhältlichen Heftchen wird auf dem Stand der Situationspresse / Buchhandlung Weltbühne auf dem Ruhrorter Kunstmarkt erstmals die Öffentlichgkeit konfrontiert.
GEGEN ALLES, WAS LANGWEILIG, SPIESSIG UND PRÜDE IST.

NeuProgrammImmerDabeiHier zwei Seiten, auf denen man erkennt, daß wir es wirklich ernst meinen, selbst dann, wenn wir nicht ernst bleiben können.

lg3Die Mit-Autorin Lina Ganowski war an der (zurückhaltenden) Überarbeitung nicht beteiligt. Sie sagte (am Telefon): „Jaja, du machst das schon, ich verlaß mich auf dich“, und auf ausdrückliche Nachfrage: „Jaja, mach ruhig!“
Die Verbrecher (in diesem Fall: die Verbrecherin) zieht es an den Ort des Verbrechens. Die Essenerin, die längere Zeit in Erfurt, und dann für einige Zeit in den Niederlanden ansässig war, wohnt jetzt wieder in Essen.
Ich fragte sie: „Bleibst du denn jetzt da für immer?“ Daraufhin sie: „Ja, was soll ich denn darauf antworten???“

Nächsten Sonntag wieder: Ruhrorter Kunstmarkt

Nächsten Sonntag wieder: Ruhrorter Kunstmarkt. Wir sind wieder dabei. Sie auch?
RuhrortKunstmarkt16-V1„Da ist es schön, da geh‘n wir hin.“
RuhrortKunstmarkt16-V2
Besuchen Sie den Stand der Situationspresse / Buchhandlung Weltbühne mit sichtbaren, lesbaren, hörbaren Eigenproduktionen aus unserem Haus und von befreundeten Künstlern und Autoren mit ihren Arbeiten aus dem „Fliegenden Koffer“.
Erfahrungsgemäß werden Veranstaltungen bei gutem Wetter von vielen besucht. Darum hoffen wir auf viel Besuch, damit wir günstiges Wetter haben (warm, trocken, nicht schwül, windstill).

RuhrortKunstmarkt16-V3„Jaja, kommense ruhig und guckten sich das mal hier an“, scheint die Aussage dieses Bildes zu sein.
© Merkfoto

Ja, was ist das denn?

NeuProgrammWasIstDasDenn
Der Bundesjustizminister beabsichtigt, gesetzliche Mittel gegen „sexualisierte Werbung“ einzuführen.
Für meine Produktionen und Leistungen setze ich gelegentlich Werbung ein, die durch ein solches Gesetz tangiert würde.
Ich werde mich in zivilem Ungehorsam über solcherlei Beschränkungen hinwegsetzen. Ich verweise darauf, daß Werbung sich nicht auf einen kommerziellen Zweck beschränken muß, sondern auch eine sozialhygienische Funktion erfüllen kann.
Gesetze und sonstige Normen, mit denen die Enterotisierung privater und öffentlicher Lebensbereiche betrieben wird, müssen verhindert, notfalls verletzt werden.

Die obige Abbildung (anklicken zum Vergrößern) ist eine Doppelseite aus „Das neue Programm der Opposition – eine Polit-Pornografie von Helmut Loeven und Lina Ganowski“, Situationspresse 1991. Bei dieser Collage handelte es sich um eine satirisch-polemische Antwort auf Tante Emmas Anti-Porno-Hysterie-Kampagne. Zum 25jährigen Jubiläum erscheint in diesem Jahr eine (nur wenig geänderte) Neuauflage (36 Seiten). Um Vorbestellungen (5 Euro einschließlich Versand) wird gebeten:
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

http://www.buchhandlung-weltbuehne.de/boudoir.htm

Ein juristisches Vorgehen gegen die Buchhandlung Weltbühne wegen Verbreitung angeblich jugendgefährdender Schriften im Jahre 2007 konnte mit juristischen Mitteln abgewehrt werden (siehe DER METZGER 81). Um besser auf Angriffe vorbereitet zu sein, empfehle ich die „Programm“-Broschüre. Auch Spenden wären hilfreich:
SSB e.V.
IBAN DE76 3601 0043 0403 9564 32
BIC PBNKDEFF
Verwendungszweck: Gegen alles

GEGEN ANGRIFFE DER BUNDESREGIERUNG AUF DIE MEINUNGS- UND KUNSTFREIHEIT.
GEGEN VERDÄCHTIGUNG DES EROS.
GEGEN ALLES, WAS LANGWEILIG, SPIESSIG UND PRÜDE IST.

Eine Ausstellung über Josef Wintjes

Eine Ausstellung über Josef Wintjes kündigt die WAZ also an (siehe Faksimile, anklicken zum Vergrößern). Dazu:
„Anarcho-Papst“ ist unpassend. „Kulturrocker“ ist Quatsch. Klischee! „Schillernde Figur der Gegenkultur“ und „Neckermann der Subkultur“ trifft aber zu.
Von Selbstzweifeln geplagt hörte Josef Wintjes früh damit auf, seine lyrischen Ambitionen in Verse umzusetzen. (Dabei war der wortgewandte und sprachgewaltige Mann gewiß begabter als die meisten Dichter, die er förderte). Er resignierte nicht einfach, sondern fand eine andere und wirksamere Methode literarischen Engagements: Er wurde Zeitschriftenhändler.
Er stellte ein Sortiment der verschiedensten und verschiedenartigsten Zeitschriften des Underground und der Avantgarde zusammen. Das war 1969. (Bücher, auch selbst produzierte, kamen erst später ins Angebot).
Das Ulcus-Molle-Info (ein absichtlich unsinniger Name) war ursprünglich eine knapp kommentierte Angebotsliste opponierender Zeitschriften, die an keinem Kiosk hätten gefunden werden können. Die später das Sortiment erweiternden Bücher wurden mit dem treffenden Slogan „Bücher, die man sonst nicht findet“ angeboten.
Sein enormes Verdienst war es nicht allein, daß er vielen Editionen und Ideenträgern Wege zum Publikum öffnete, sondern unterschiedliche Strömungen – vom „ultracosmischen Törn“ über radikallinke Verweigerung bis zum avantgardistischen Experiment – auf einem Markt der (Un-)Möglichkeiten zusammenwirken ließ.
Kommune- und Landkommunebewegung, Beat und Cut-up fanden sich da in erstaunlichen Nachbartschaften wieder. Die Frauenbewegung nahm in diesem Forum zum Glück nur geringen Platz in Anspruch, Esoterik (und andere reaktionäre Rückzüge, wie die spießbürgerliche Neue Innerlichkeit) leider umso mehr. Josef Wintjes ließ sich ausnutzen und – so hatte man den Eindruck – von jedem beschwatzen. Das Ulcus-Molle-Info, in den späteren Jahrgängen oft mit über 100 Seiten, wurde auf seine (Druck-)Kosten gefüllt von talentlosen Vielschreibern, fragwürdigen Missionaren, wortreichen Besserwissern, Selbstdarstellern und komischen Heiligen.
Ich konnte Josef Wintjes einiges verdanken. Er mir allerdings auch.
Wenn eine neue METZGER-Ausgabe erschien, habe ich die 60 Exemplare nicht mit der Post nach Bottrop geschickt. Ich bin hingefahren. Der wußte viel und konnte mir viel wertvolle Informationen geben: wer ist pleite, wer hat sich mit wem verkracht, wer hat mit wem was Neues vor.
UMAnzeigeM

UMAnzeigeM29UMAnzeigeM30UMAnzeigeM7
Zwischen Wintjes und mir wurde eine besonders langlebige und intensive und beidseitig wirksame Zusammenarbeit gepflegt. In jeder METZGER-Ausgabe und in jedem Titel der Situationspresse erschien ein Ulcus-Molle-Inserat (Beispiele siehe oben) mit entsprechender Gegen-Anzeige, was meinen Produkten einen soliden Absatz (und ihm einen soliden Umsatz) verschaffte. Ich (als der wohl raffiniertere Geschäftsmann) gab ihm unzählige Hinweise, wie man Kosten reduzieren, Werbung wirksamer gestalten kann, die er alle toll fand, aber nur selten umsetzte – aus einer für ihn typischen Fahrigkeit. Immerhin konnte ich ihn davon überzeugen, das Beschaffungsgeschäft über den Barsortimentsanschluß der Buchhandlung Weltbühne abwickeln zu lassen. Dadurch konnte er seine Leistungspalette erweitern.
Daß Spuren dieses Zusammenwirkens in der Ausstellung zu sehen sein werden, kann ich mir kaum vorstellen. Das ist wohl nix für Leute, denen Wortschöpfungen wie „Anarcho-Papst“ und „Kulturrocker“ etwas sagen. Wir haben nie zusammen gesoffen.Wir haben nur praktisch zusammen gearbeitet.
Über Josef Wintjes hätte ich viel erzählen können. Wenn mich mal jemand fragen würde.

Der Nachruf erschien in DER METZGER 50

Der Nachruf erschien in DER METZGER 50

..

Ja, sind die denn doof? oder Was schief geh’n kann geht schief

Auf drei Ereignisse im Jahre 2016 habe ich mich gefreut:
Erstens: das UZ-Fest der DKP in Dortmund,
zweitens: die turnusmäßig ins Jahr 2016 fallende vierte Limesse (anarchistische Buch- und Medienmesse),
drittens: den Ruhrorter Kunstmarkt.

Die Frage war noch offen, ob (und wo) die vierte Limesse 2016 stattfinden wird. Bei der zweiten und dritten waren wir mit einem Ausstellungsstand vertreten und waren entschlossen, unsere Arbeiten bei der nächsten Messe – sollte sie denn stattfinden – wieder vorzustellen
Jetzt erhielt ich per E-mail die Mitteilung: Die vierte anarchistische Buch- und Medienmesse findet statt im Bahnhof Langendreer (Bochum) vom 1. bis zum 3. Juli 2016.

Und das ist jetzt genau derselbe Termin, an dem auch das UZ-Fest in Dortmund stattfindet!

Das ist nun allerdings sehr bedauerlich! Das ist umso bedauerlicher, weil ich vorher darauf hingewiesen habe, daß dieses spezielle Wochenende für die Terminierung der Limesse ganz und gar nicht in Frage kommen sollte – mit Hinweis auf das UZ-Fest. Die Limesse ist wichtig für die Situationspresse, das UZ-Fest aber auch. Auch wenn wir dort nur unregemäßig ausgestellt haben (und es in diesem Jahr auch nicht vorhatten) ist das UZ-Fest eine wichtige Informationsdrehscheibe und ein Ort für fruchtbare Kommunikation.

Ich habe das jemandem erzählt: Die Limesse soll am selben Wochenende sein wie das UZ-Fest.
Antwort: „Sind die denn doof?“
Ich hoffe, nicht in die Verlegenheit zu kommen, diese Frage beantworten zu müssen.
Noch mehr hoffe ich, daß die Veranstalter ihren terminlichen Fehlgriff – wenn er auch kaum noch zu korrigieren sein dürfte – wenigstens selber bedauern, zumal ich in meinem Schreiben an die Limesse-Organisatoren darauf hingewiesen hatte, daß die DKP-Veranstaltung eine Ausstrahlung und Anziehungskraft weit über das eigentliche Umfeld der Partei hat.

Unser Stand Limesse 2014 in Essen (C) Merkfoto

Unser Stand Limesse 2014 in Essen
(C) Merkfoto

Wenn Hinweise von mir in den Wind geschlagen werden, ist das keinen Grund zur Freude (um es mal so zu formulieren). Daß sie auf den Kommunikationswegen verloren gehen, kann passieren (auch wenn es nicht passieren sollte).
Daß aber vielleicht gedacht wurde „Was kümmert es uns, was die DKPler an dem Wochenende veranstalten?“ – nein, das will ich nicht glauben. Denn das wäre ein fataler Rückfall in den unglückseligen Fraktionismus der 70er Jahre!

Na, was meint Ihr denn, wo wir hingehen sollen? Ratschläge willkommen. Die Kommentarrubrik ist offen.

P.S.: Jetzt fehlt nur noch, daß der Ruhrorter Kunstmarkt auch noch auf dieses Wochenende fällt!

Heute aus der Druckerei: Neu in der Situationspresse

Schon vor drei Wochen angekündigt, jetzt aus der Druckerei gekommen, und darum hier noch einmal bekanntgegeben:
LRPOWPostCoverLothar Röse: Prisoner of War Post. Helmuts Briefe aus der Kriegsgefangenschaft 1947/48.
100 S. ISBN 978-3-935673-39-6. 10 Euro.
Hier noch einmal worum es geht:
Der Briefeschreiber war nach der Lehre als einfacher Wehrmachtssoldat in den Zweiten Weltkrieg und von 1944 bis 1948 in englische Kriegsgefangenschaft geraten. Dort hatte er dann Zeit zum Nachdenken und machte sich auch durchaus seine Gedanken – über seine Zukunft, denn er war immerhin schon 26 Jahre alt. Und so bemühte er sich brieflich um Kontakt zu einer jungen Frau, die er vor dem Krieg zu Hause einmal kurz gesehen hatte.
Die vorliegende Arbeit sichtet seine Brautwerbebriefe und leistet damit einen Beitrag zur Mentalitätsgeschichte der Deutschen sowohl der Zwischenkriegszeit als auch des Wirtschaftswunder-Nachkriegsdeutschlands, wie sie sich so nur selten als schriftliche Überlieferung erhält. Der Aussagewert dieser Briefe mag gerade darin liegen, daß sie weitab von einer distanzierten Reflexion des Geschehenen einem bestimmten und privaten Zweck dienten. Umso bemerkenswerter gerät, was manchmal zwischen den Zeilen en passant über die Vorstellungen von der Ordnung der Dinge und vom Leben darin zum Ausdruck kommt.
Der Herausgeber kommentiert die Briefe sie informativ, aber zurückhaltend.
Das kleine Werk, das nebenbei auch einen Einblick in die Popkultur bzw. „Kulturindustrie“ der Zeit bietet, kann auch als deutscher Beitrag zur Comédie Humaine zwischen Great Expectations und Illusions perdues gelesen werden.
Die Deutschen empfanden den Zweiten Weltkrieg als ein Schicksal, das über sie kam – und danach „gelang“ ihnen – fast so, als wäre gar nichts geschehen (jedenfalls nichts Erwähnenswertes) die Rückkehr in eine (dann doch etwas seltsame) „Normalität“.

Wir lassen unsere Bücher bei Maro drucken.
Der Maro-Verlag (dessen Bücher in der Buchhandlung Weltbühne präsent sind oder besorgt weden) gibt nicht nur sehr gute Bücher heraus, er druckt sie auch – und zwar nicht nur seine eigenen, sondern – beispielsweise – die Bücher aus der Situationspresse.

Dieses originelle Werk konnte realisiert werden durch die solidarische Unterstützung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Gruppe Duisburg. Auch wenn dieses Buch seit heute im VLB verzeichnet ist und in allen Buchhandlungen (und in ein paar Tagen sogar via Amazon) bestellt werden kann, wäre es ein Akt der Solidarität, das Buch bei der DFG-VK zu bestellen, damit ein Teil des Zuschusses wieder reinkommt:
DFG-VK c/o Buchh. Weltbühne, Gneisenaustr. 226, 47057 Duisburg
info (at) dfg-vk-duisburg (punkt) de
Es wird auch niemand getadelt, der den Rechnungsbetrag um ein paar Cent als Spende aufrundet.

Einladung zur Subskription: Neu in der Situationspresse

Morgen soll es in Druck gehen, und in diesem Monat soll es erscheinen: Das neue Buch in der Situationspresse:
Lothar Röse: Prisoner of War Post. Helmuts Briefe aus der Kriegsgefangenschaft 1947/48.
100 S. ISBN 978-3-935673-39-6. 10 Euro.
LRPOWPostCoverDer Briefeschreiber war nach der Lehre als einfacher Wehrmachtssoldat in den Zweiten Weltkrieg und von 1944 bis 1948 in englische Kriegsgefangenschaft. Dort hatte er dann Zeit zum Nachdenken und machte sich auch durchaus seine Gedanken – über seine Zukunft, denn er war immerhin schon 26 Jahre alt. Und so bemühte er sich brieflich um Kontakt zu einer jungen Frau, die er vor dem Krieg zu Hause einmal kurz gesehen hatte.
Die vorliegende Arbeit sichtet seine Brautwerbebriefe und leistet damit einen Beitrag zur Mentalitätsgeschichte der Deutschen sowohl der Zwischenkriegszeit als auch des Wirtschaftswunder-Nachkriegsdeutschlands, wie sie sich so nur selten als schriftliche Überlieferung erhält. Der Aussagewert dieser Briefe mag gerade darin liegen, daß sie weitab von einer distanzierten Reflexion des Geschehenen einem bestimmten und privaten Zweck dienten. Umso bemerkenswerter gerät, was manchmal zwischen den Zeilen en passant über die Vorstellungen von der Ordnung der Dinge und vom Leben darin zum Ausdruck kommt.
Der Herausgeber kommentiert die Briefe sie informativ, aber zurückhaltend.
Das kleine Werk, das nebenbei auch einen Einblick in die Popkultur bzw. „Kulturindustrie“ der Zeit bietet, kann auch als deutscher Beitrag zur Comédie Humaine zwischen Great Expectations und Illusions perdues gelesen werden.
Die Deutschen empfanden den Zweiten Weltkrieg als ein Schicksal, das über sie kam – und danach „gelang“ ihnen – fast so, als wäre gar nichts geschehen (jedenfalls nichts Erwähnenswertes) die Rückkehr in eine (dann doch etwas seltsame) „Normalität“.

Diese Veröffentlichung wird aufopferungsvoll unterstützt von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Gruppe Duisburg. Auch wenn dieses Buch nach Erscheinen in allen Buchhandlungen (und sogar via Amazon) bestellt werden kann, wäre es ein Akt der Solidarität, das Buch bei der DFG-VK zu bestellen, damit ein Teil des Zuschusses wieder reinkommt:
DFG-VK c/o Buchh. Weltbühne, Gneisenaustr. 226, 47057 Duisburg
info (at) dfg-vk-duisburg (punkt) de
Es wird auch niemand getadelt, der den Rechnungsbetrag um ein paar Cent als Spende aufrundet.

Wir schenken uns doch wat

Ich weiß, ich weiß! Wir schenken uns doch wat.
Und wenn schon, warum nicht auch denn schon?
Sie wollen, daß nicht nur das letzte, sondern auch das vorvorletzte Buch von mir unter die Leute kommt?
hl-werb-kannibalen-webHelmut Loeven: Die Vegetarier von heute sind die Kannibalen von morgen. Das philosophische Kabarett. 177 Glossen (Sie können Gedanken lesen). Situationspresse 2003. 192 S. ISBN 3-935673-20-5. 10 Euro.

Sie wollten immer schon eine Emanze frühstücken? Gar nicht nötig. Das wirkt noch besser:
chlada-AL019XFgMarvin Chlada: Dialektik des Dekolletés. Zur kritischen Theorie der Oberweite. Alibri Verlag 2006. 128 S. 12 Euro

Mit „Falsch abgebogen“ sind Sie in der richtigen Richtung:
abgebogen2Falsch abgebogen (The Best of Pelikan – The Rest of Pelikan. Doppel-CD). 17,50 Euro.

Sie sagen es (auch wenn ich es nicht hören soll): „Der empfiehlt jetzt bestimmt wieder ein Buch von der Autorin. Gestern sagte er: ihr bestes Buch. Heute sagt er bestimmt: eins ist besser als das andere.“
LuetfiyeHelsinki2Lütfiye Güzel: Pinky Helsinki. Notizen … Go-Güzel-Publishing Duisburg 2014. 80 Seiten Paperback. 10 Euro.

Denn ein Buch ist besser als das andere.

Der Mann findet die richtigen Worte und gibt ihnen Klang!
muth-cd-nachtaufnahme1Werner Muth: Nachtaufnahme. Eine Hörrevue. CD 15 Euro

Gestern dachten Sie: Ach, was sind das für schöne Weihnachts-Postkarten! Ach, gäbe es doch mehr davon!
Gibt es! Schauen Sie:
pk57-gornypk58-gorny-1967pk68-hafen-urlaubsgruessepk66-stefaniepk64-kater

pk65-girls-from-shanghaiDas alles und noch viel mehr in der B.handlung Weltb!
(Gneisenaustraße 226, Duisburg-Neudorf), auch als Versandbuchhandlung bemüht und beliebt.
Kurbeln Sie die Konjunktur an. Aber nicht irgendeine. Weltbühne muß bleiben.

WIR SCHENKEN UNS NIX!

Ich weiß, ich weiß! Wir schenken uns nix.
Dabei käme man hier gar nicht in Verlegenheit, wenn man – etwa – versuchen mag, die Opposition gegen kalendarischen Zwang zum Gegenteil vom Gegenteil zu steigern. Nicht alles, was gut ist, will man doch selber behalten.

BahnhofCoverHier haben wir zum Beispiel ein Buch, das, wie der Untertitel schon sagt, das ideale Geschenk ist.
Helmut Loeven: Wir bleiben im Bahnhof. Das ideale Geschenk. Situationspresse 2013. 252 S. ISBN 978-3-935673-35-8. 20 Euro.

Wer jemanden bedenken will, dem man was zutraut, ist mit diesem Werk aus der Situationspresse gut zu bedienen: Beat beats!
chlada-verwirrung-coverMarvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens – Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 2013. 80 S. einige Abbildungen. Paperback. 12,50 Euro.

Noch in diesem Monat will Lütfiye Güzel ihr neues Buch „Hadi Hugs“ vorbeibringen. Ihre bisherigen Bücher behalten ihre Gültigkeit, zum Beispiel ihr „Anti-Roman“. Manche Leser sagen: Das ist bisher ihr bestes.
heyanti-romanLütfiye Güzel: hey. anti-roman. Go-Güzel-Publishing. 10 Euro

Laßt Worte klingen! Marvin Chlada und Lütfiye Güzel live in der Spinatwachtel.
CDChladaGuezel1Lütfiye Güzel, Marvin Chlada: Let’s go underground. Live in der Spinatwachtel 2. Juli 2013. Doppel-CD 85 Minuten. Situationspresse 2014. 12,50 €

Auch ich live in der Spinatwachtel, sogar zwei mal. Darum gibt es auch zwei Live-CDs. Dies ist eine davon:

CD-HL-RundumHelmut Loeven: Anleitung für Rundumschläger. Das philosophische Kabarett live. Doppel-CD. 12,50 Euro

Wer Ohren hat zu hören muß nicht weghören. Die (bisher) zweiteilige Hörspielserie „Die neuen Flüchtlingsgespräche“ auf Doppel-CDs sind die Geheim-Sensation. Fangen Sie einfach an mit der ersten:
cover-fluecht1Die schnelle Lösung. Hörspiel von und mit Helmut Loeven, Heinrich Hafenstaedter und Anna Driba (Die neuen Flüchtlingsgespräche 1). Doppel-CD ISBN 978-3-935673-29-7. 12.50 Euro

Laßt Bilder laufen. Hier ist in letzter Zeit die Rede und wird in nächster Zeit die Rede sein von dem legendären Stummfilm „Switch on Summer“, der mittlerweile gar kein Stummfilm mehr ist, sondern ein Tonfilm, und der darum jetzt auch einen neuen Titel hat, nämlich „Sehreise“.

cover-sehreise-dvdDie Sehreise. Drei Zuschauer sprechen über „Switch on Summer“. Ein Film von A.S.H. Pelikan, Helmut Loeven und Heinrich Hafenstaedter. Hut-Filmproduktion 2011. Ca 180 Min. Doppel-DVD 12,50 Euro

Früher haben die Leute Postkarten verschickt, und zwar besonders „zum Fest“. „Zu welchem Fest“, werden Sie fragen. Egal zu welchem.
Verschicken Sie doch mal wieder eine Postkarte. „An wen“, werden Sie fragen. Egal an wen. Postkarten zu verschicken verschafft doch eine andere Erfahrung vom Leben als den Leuten immer nur Mehl zu schicken.
Zum Beispiel: Kunstkarten nach Aquarellen von Magda Gorny,
pk59-gorny-skarabaeuspk54-gorny-sonneoder nach Fotografien von Hafenstaedter,
pk73-hafen-blumensprayer-2pk71-hafen-letgooder Bilder vom Ostermarsch,
OM87-Karte04OM87-Karte03oder aus dem Weltbühne-Universum.
KarlKrauspk63-katerEs gibt Leute, die haben sowas noch nie gesehen, geschweige denn gekriegt. Wenn die eine Postkarte kriegen, wären die fassungslos. Und wenn die dann das Bild sehen, wüßten sie nicht, was das bedeutet. Darum muß man solchen Leuten Postkarten schicken. Es gibt zu wenig ungläubiges Staunen und zu viel falsche Klarheit.
Das Verblüffen klappt noch besser durch das Verschenken eines METZGER-Abonnements. Auch das geht.

Das alles und noch viel mehr in der Buchhandlung Weltbühne!
(Gneisenaustraße 226, Duisburg-Neudorf), auch als Versandbuchhandlung bemüht und beliebt.
Kurbeln Sie die Konjunktur an. Aber nicht irgendeine. Weltbühne muß bleiben.

Bilder eines Kunst-Marktes (Ruhrort)

Zum fünften Mal fand der Ruhrorter Kunst- und Kulturmarkt statt – zum ersten Mal mit unserer Beteiligung. Diese Kunst-Aktion war Teil des 22. Ruhrorter Hafenfestes.

RuhrortKunstmarkt15-01Das war vom frühen Vormittag bis zum späten Nachmittag eine schöne Veranstaltung, zu der ich hier schon am 15. August eingeladen hatte. Wer trotzdem nicht hingegangen ist, ist es selber schuld („Ach bitter bereut, wer des Weisen Rat scheut“ sagt der Dichter). Es sei denn, man war bedauernd verhindert oder man hatte tatsächlich etwas tatsächlich Besseres zu tun, zum Beispiel — (Satz selbst vervollständigen).

Gutes Wetter, gute Atmosphäre, freundliche Menschen, die sich gern einen schönen Tag machten, Wiedersehen mit alten Bekannten, alles gut vorbereitet und organisiert von Klaus Brüggenwerth und Katrin Roth.

RuhrortKunstmarkt15-02Unser Stand, seitlich betrachtet.

RuhrortKunstmarkt15-03Bilder des Informel. Bilder von Barito. Barito ist ein 14jähriger Orang Utan im Krefelder Zoo, der seit Jahren Farbe auf Fläche verteilt und immer wußte, wann ein Bild fertig ist, und sich mit der Zeit in seiner Malweise entwickelte. Über das Projekt Affenbrut (angelehnt an Art brut) ist mehr zu erfahren unter www.affenbrut.de.

RuhrortKunstmarkt15-04Und jetzt alle:
„Das machen nuuur die Beine von Dolooores!“

RuhrortKunstmarkt15-05Der Künstler vom Stand nebenan möge mir das nicht übelnehmen. Aber beim Betrachten der phallischen Skulptur (Bildmitte) stellte sich bei mir spontan der Gedanke an einen Katzen-Kratzbaum ein. Ich meine das nicht spöttisch, sondern assoziativ.
Was würden wohl die Katzen zu den Orang-Utan-Bildern sagen? Wahrscheinlich: „Na wenn schon! WIR kratzen Skulpturen.“ Aber wahrscheinlich interessieren die sich ÜBERHAUPT NICHT dafür. Die Bilder wären denen noch nicht einmal egal.
Im Laufe des Tages (vom wechselnden Sonnenstand?) dachte ich mehr an einen Döner-Spieß.

RuhrortKunstmarkt15-06„Kommen Sie ruhig näher“, wie dieses Bild ausdrücken zu sollen scheint. (Typisch germanische Verbanhäufung am Satzende. Aber richtige Empfehlung wurde zum Ausdruck gebracht).

RuhrortKunstmarkt15-07Die Foto- und Grafikkünstlerin Susanne Gwisdalla (links in diesem Bild) bietet T-Shirts mit dem Porträt von Charles Fourier an.

RuhrortKunstmarkt15-08Im Bühnenprogramm: Tom Liwa.

RuhrortKunstmarkt15-09Alle lieben Susi.

Ruhrorter Kunst- und Kulturmarkt

Am Sonntag, 23. August 2015 findet auf dem Neumarkt in Duisburg-Ruhrort zwischen 11 und 18 Uhr zum fünften Mal der Kunst- und Kulturmarkt mit vielen ausstellenden Künstlern und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm statt. Es wird (ausschließlich) Kunst verschiedenster Sparten gezeigt und zum Verkauf angeboten.

RuhrortKunstmarktSo, ungefähr, wird es auch wieder beim fünften Ruhrorter Kunst- und Kulturmarkt aussehen. (Werbefoto).
Besuchen Sie den Stand der Situationspresse/Buchhandlung Weltbühne!

Die neue CD ist raus: Anleitung für Rundumschläger

Das neueste Produkt der Situationspresse ist diese Doppel-CD:

CD-HL-RundumHelmut Loeven: Anleitung für Rundumschläger. Das philosophische Kabarett live.

Nicht nur Rundumschläger werden hier mit guten Ratschlägen versorgt. Auch die Liebhaber von Verschwörungen werden sich nach Abhören dieses Programms besser damit auskennen, wie die Fädenzieher an den Fäden ziehen.
Über den Frieden und Unfrieden der Geschlechter wird räsoniert und über den Vatermord als Methode, das Leben angenehmer zu machen. Außerdem erfährt man hier, daß es manchmal ganz angebracht ist, den Genossen Stalin hochleben zu lassen.
Und das ist ja noch nicht alles in 99 Minuten Kabarett auf zwei CDs.

Das Programm wurde aufgenommen am 13. Januar 2015 in der Spinatwachtel in Duisburg-Hochfeld.
Diese Doppel-CD ist zum Preis von 12,50 Euro durch den Buchhandel zu beziehen (ISBN 978-3-935673-38-9), am besten natürlich direkt in der Buchhandlung Weltbühne.

Wir waren auf der Dritten Libertären Medienmesse

Und da wir auch schon vor zwei Jahren bei der zweiten Messe (damals: Bochum) dabeiwaren, hatten wir allen Grund zur Vorfreude.

Limesse-2014-01Diesmal fand die Messe in der Zeche Carl in Essen-Altenessen statt.

Limesse-2014-02Alles Positive, was ich von der zweiten Messe vor zwei Jahren berichtet habe, könnte ich wörtlich wiederholen: Es gab keine Nervosität, keine Hektik und keine Pannen. Das Publikum war auch sehr angenehm. Überhaupt lag Freundlichkeit in der Luft. Eine von A bis Z erfreuliche Veranstaltung. Man muß sich mal vorstellen: Drei Tage lang lauter linke Leute – und kein Zoff! Keinerlei Berührungsängste, kein kleinlicher Fraktionismus, keine Verkündung der „Reinen Lehre“, keinerlei eitle Selbstdarstellung und Besserwisserei. Stattdessen: Unaufgeregtheit, Kollegialität der Aussteller, Interesse des Publikums. Hier hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß Verschiedenheit unsere Stärke und gut zu ertragen ist.
Das Organisationsteam lasse ich hochleben! Vom großen Wurf bis zum kleinsten Detail alles gelungen!

Limesse-2014-03Voriges Mal hatten wir den letzten Stand ganz hinten, diesmal den ersten ganz vorn, direkt am Einhang.

Limesse-2014-04Als ich was erzählte, wurde ich fotografiert.

Limesse-2014-05Und beachten Sie auch unsere gewagten Obszönitäten („It’s not only physical“).

Limesse-2014-06Limesse-2014-07Ab und zu muß man dann an die frische Luft gehen und sich bewegen. Da hinten ist ein Park, der aus Gestrüpp und wildwuchernden Gräsern besteht.

Limesse-2014-08Wenn man durch diese Tür hindurchgeht, kommt man in ein schönes Restaurant.

Limesse-2014-09Blick nach oben.

Limesse-2014-10

Limesse-2014-11-var„Im kleinen Saal beginnt jetzt die Lesung von Helmut Loeven aus dem philosophischen Kabarett“, scheint sie zu sagen. Und das hat sie auch gesagt.
Die Frau mit dem Megaphon habe ich sehr bewundert.

Limesse-2014-12Und so sieht das aus, wenn ich vorlese. Viel Publikum, viele darunter wohl vierzig Jahre jünger als ich.

Limesse-2014-13Zucker-Akkumulation an einem kaffeereichen Wochenende.

 

Wie? Sie hier? Und nicht in Essen?

Sie hätten heute die Gelegenheit, sich auf der Dritten Libertären Medienmesse aufzuhalten und insbesondere der Stand der Situationspresse (mit dem fliegenden Koffer) zu besuchen.

Die Situationspresse ist nicht nur ein Selbst-Verlag.
Die Situationspresse ist nicht nur ein Verlag.
Die Situationspresse produziert nicht nur Bücher.
Die Situationspresse nutzt nicht nur Papier als Medium.
Die Situationspresse stellt nicht nur Waren her.
Die Situationspresse hat es nicht schon immer gegeben.

Die Situationspresse ist eine Werkstatt.
Die Situationspresse ist ein Dach, unter das auch die Buchhandlung Weltbühne und die Hut-Filmproduktion gehört.
Die Situationspresse: Bücher, Broschüren, CDs, Video, DVDs, Postkarten & Plakate, Flugschriften, Flugblätter, (Versand-)Buchhandel, (Versand-)Antiquariat, Auslieferung, Mail-Art, Street-Art, Vorträge, Lesungen, Kabarett.
Die Situationspresse gibt es seit 1968.

Wer es heute nicht mehr bis nach Essen schafft, kann ja morgen noch kommen.
Das hat den Nachteil, daß es am Sonntag nur von 10 bis 15 Uhr dauert.
Das hat aber den Vorteil, daß man sich dann meine Lesung aus dem philosophischen Kabarett anhören kann (viertelnachzwölf).

Neuer Katalog

Es wurde Zeit, daß endlich mal wieder ein Katalog der Situationspresse vorgelegt wird.
SPKat2014Die Situationspresse gibt es seit 1968, und nach all den Jahren ist das überhaupt erst der zweite Gesamtkatalog! Der erste Katalog, der von Magda Gorny gestaltet wurde, erschien vor knapp 30 Jahren! (Damals wurden die Texte noch mit der Schreibmaschine getippt und mit Bildern und Rastern auf Papierbögen geklebt und dann offsetgedruckt).
Kataloge aus unserem Hause hat es davor und danach noch weitere gegeben: Buchversandkataloge, Antiquariatskataloge und Spezialkataloge (z.B.: Fliegender Koffer). Auf Papier gedruckte Kataloge herzustellen und zu versenden ist kostspielig. Das Internet zu nutzen ist nicht nur billiger, sondern ermöglicht auch umfangreichere Angebote bei ständiger Aktualisierung.
Auf diese Weise bleibt die Kunst der Kataloggestaltung auf der Strecke. Dabei ist es doch eine befriedigende Arbeit, einen Katalog zu gestalten, den man in der Hand halten kann. (Unsere Kataloge aus der Vor-Internet-Periode sind, wie ich erfahren habe, als Sammlerstücke begehrt und aufschlußreiche Zeitdokumente).
Es erschien also ratsam, einen aktuellen Verlagskatalog für den Messestand bei der Libertären Medienmesse am kommenden Wochenende in Essen, Zeche Carl, vorzulegen.
Ansonsten:
kann man sich das Stück in der Buchhandlung Weltbühne überreichen lassen.
Oder man läßt ihn sich mit der Post schicken. (Freundliche Menschen legen sogar Rückporto bei).

IMG_7570-2Das Foto, das für das Cover verwendet wurde, ist in Farbe noch schöner.

Nächsten Sonntag: High-Noon-Lesung in Essen

Der Termin für meine nächste Lesung aus dem philosophischen Kabarett steht fest:
Sonntag, 31. August um 12.15 (viertelnachzwölf MITTAGS) in der Zeche Carl in Essen. Das Vorlese-Programm wird sich über 45 Minuten erstrecken: Glossen, Kommentare, Anekdoten, Beifall des Publikums.

LesungLiMesse2014Die Lesung findet statt im Programm der Dritten libertären Medienmesse.
An allen drei Tagen (Freitag, Samstag, Sonntag) ist die SITUATIONSPRESSE (mit dem FLIEGENDEN KOFFER) mit einem Messestand präsent.

limesse_sidebar2014Die Öffnungszeiten:
Freitag, 29. 8. 2014 18.00 – 21.00 Uhr
Samstag, 30. 8. 2014 10.00 – 20.00 Uhr
Sonntag, 31. 8. 2014 10.00 – 15.00 Uhr

Veranstaltungen der FAU

Von der FAU Duisburg (faudu@fau.org) bekam ich diese Veranstaltungshinweise, die ich mit Empfehlung weiterreiche:

Wir möchten euch auf die folgenden zwei Veranstaltungen am kommenden Freitag (13. Juni) im AZ Mülheim aufmerksam machen. Beide Veranstaltungen werden von der FAU Duisburg mitorganisiert.

Vortrag: Tayfun Guttstadt „Capulcu – Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei“
Tayfun Guttstadt, in Hamburg geboren, lebt seit drei Jahren in der Türkei und ist dort in der linken und der Umweltbewegung aktiv. Zu Besuch in Deutschland, stellt er sein Buch „Capulcu“ vor und schildert Beginn, Verlauf und Hintergründe der Proteste, an denen er selbst aktiv teilgenommen hat. Vor allem aber gibt er den Beteiligten Gesicht und Stimme und zeigt so die Vielfalt, aber auch die Gespaltenheit der Bewegung.
Abschließend werden die Ereignisse gesellschaftspolitisch analysiert und eingeordnet, wobei aktuelle Geschehnisse in der Türkei mit in den Vortrag einfließen.
Eintritt ist frei.
13. Juni / 20 Uhr / AZ Mülheim / Auerstr. 51, 45468 Mülheim an der Ruhr

Und im Anschluss (ebenfalls im AZ Mülheim): Indie/Wave Soli Party für die kommende LiMesse (http://www.limesse.de)
limesse_sidebar2014Was ist die Limesse?
In einem der größten europäischen Ballungsgebiete mit mehr als acht Millionen Menschen, werden vom 29. bis 31. August 2014 libertäre und anarchistische Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und
Internetprojekte ihr Programm vorstellen. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung.
Warum Soli Party?
Die LiMesse möchte einen freien Zugang für alle gewähren, die Interesse haben an einem libertären Austausch und nichthierarchischer Zusammenarbeit. Da die Messe dieses Jahr in der Zeche Carl stattfindet, schmeissen wir vorher paar Parties, damit auch der freie Eintritt bei der LiMesse garantiert bleibt.
Die zweite Party ist diesmal Freunden von Indie/Wave Musik aus allen Dekaden gewidmet.
Eintritt 3 Euro
13. Juni / 22 Uhr / AZ Mülheim / Auerstr. 51, 45468 Mülheim an der Ruhr

P.S.:
Wie bereits angekündigt wird die Situationspresse (der Verlag) und der Fliegende Koffer (die Künstler- und Autorenclique) bei der Limesse mit einem Stand präsent sein.
cover_capulcu_braun.inddDas Buch von Tayfun Guttstadt: Capulcu. Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei (Unrast Verlag. 326 S. 18 Euro) kann in der Buchhandlung Weltbühne bestellt werden.

Situationspresse wieder auf der Limesse

Die dritte Libertäre Medienmesse ist geplant und vorbereitet und wird stattfinden.
Und zwar vom Freitag, 29. August bis Sonntag, 31 August 2014 in Essen in der Zeche Carl.
limesse_sidebar2014Die Öffnungszeiten:
Freitag, 29.8. 2014, 18 – 21 Uhr
Samstag, 30.8. 2014, 10 – 20 Uhr
Sonntag, 31.8. 2014, 10 – 15 Uhr
Die Situationspresse (als Verlag) und der Fliegende Koffer (als Künstler- und Autorenclique) werden mit einem Messestand vertreten sein – mindestens am Freitag und Samstag, aber wenn’s klappt auch noch am Sonntag.
Die zweite Libertäre Medienmesse fand vor zwei Jahren in Bochum statt, wo wir erstmals als Aussteller auftraten. Darüber habe ich berichtet.
Es lohnt sich, den Termin Ende August vorzumerken und unserer Empfehlung zu folgen, an einem dieser drei Tage von fern oder nah die Reise nach Essen anzutreten.
Weitere Informationen gibt es hier.