Gestern in der Stadt

Mai14-1Bahnhof gesperrt.
Weil am Vormittag die NPD demonstrierte (am Abend dann auch „Pro NRW“), waren die Zugänge dem Hauptbahnhof von der Polizei gesperrt. Zugreisende mußten Umwege in Kauf nehmen.
Gegen den Aufmarsch der Faschisten wurde am Vorabend und am Vormittag des 1. Mai demonstriert (s.u.). Auf dem König-Heinrich-Platz stellte Duisburg sich quer mit einem Kulturprogramm. Das Kammerorchester des Philharmoniker und zum Schluß die Bröselmaschine.

Mai14-2Ein kluger Mann hat mal in einem Interview gesagt (ich zitiere aus dem Gedächtnis): „In der heutigen Zeit kann ein Musiker nicht unpolitisch sein.“
Ein interessanter Satz! Er hat nicht gesagt: „Ein Musiker muß politisch sein“. Er hat gesagt: „Ein Musiker kann nicht unpolitisch sein.“ Der Satz kann für Künstler allgemein gelten.
Der kluge Mann war Peter Bursch.

Mai14-3Menschen auf dem König-Heinrich-Platz, die lieber anderen zuhören als den Haßpredigern.

Mai14-4Mai14-5Die Parolen der Rechten sind uns zuwider. Wir haben eine andere Einstellung zum Menschen, eine andere Vorstellung vom Leben als NPD etc. Wir denken, wir fühlen, wir wollen das Gegenteil.
Das kann man deutlich hören.

Blasiert

Ach, der ist ja auch noch da! Thomas Meiser, Journalist, den ich schon kannte, als er schon so klein war, äußert sich im Internet zum bevorstehenden besonderen 1. Mai in Duisburg:

„Mittwoch Abend. Im Versammlungsraum des Kleinen Prinzen unweit des Rathauses haben sich rund zwei Dutzend Institutionenvertreter eingefunden. Der Evangelenchef ist dabei, Duisburgs Superintendent Armin Schneider.“

„Evangelenchef“ ist wohl der Chef der „Evangelen“. Haben die einen Chef?

„Der Verdi-Chef ist dabei, deren (sic!) lokaler Geschäftsführer Thomas Keuer. Der DGB ist dabei, auch in Person des ehemaligen Vorsitzenden, des Landtagsmitgliedes Rainer Bischoff.
Es geht den Honoratioren darum, Protest zu zeigen gegen eine Demo der NPD zu Beginn des nächsten Monats.
[…]
So wurde eine Demonstration von Duisburgs Zivilgesellschaft angemeldet. Startend am Hauptbahnhof, die Innenstadt entlang. Bis zum Lehmbruck-Museum.
Ein schon in vergleichbares Fällen (sic!) bewährtes Bündnis, die ‘Aktionsgemeinschaft für Toleranz und Zivilcourage’ wird diese Demonstration veranstalten. […] Dazu wird es ein Kulturprogramm geben: Zwischen Landgericht, Forum und Stadttheater“

vulgo: auf dem König-Heinrich-Platz

„werden die Duisburger Philharmoniker aufspielen.“

Die spielen nicht einfach, nein. Sie spielen „auf“.

„Und der weltberühmte Duisburger Gitarrist Peter Bursch mit seiner klassischen Band Bröselmaschine.“

Daß Peter Bursch mit seiner Revival-Band („klassisch“) in der Welt berühmter ist als Thomas Meiser, scheint ein Übel zu sein, das den drückt.

„Reden werden gehalten werden. Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD)“

wird nicht einfach die Eröffnungsrede halten, sondern

„wird es sich nicht nehmen lassen werden (sic!), die Eröffnungsrede zu halten.“

Et cetra pepé.
Thomas Meiser, wie man ihn kennt: mit stolz erhobener Nase und einem klaren und deutlichen „Hu, äh!“
Der schreibt wie der Sohn eines reichen Vaters, der aber auch nichts anderes ist als der Sohn eines reichen Vaters und sich ärgert, weil er der Sohn eines reichen Vaters gern wäre.

Let’s go! Diesmal: Marxloh

LET’S GO MARXLOH!
Lütfiye Güzel & Werner Muth
2 Marxloher Künstler auf der Bühne im Medienbunker Duisburg-Marxloh.

LÜTFIYE GÜZEL liest Poetry featuring MEDIENBUNKER zeigen Visuals.
WERNER MUTH, Stimme, Text & Bilder featuring MONA BORBONUS am Cello.

Am 8. Mai 2014
Um 19.30 Uhr.
Medienbunker
Johannismarkt 18
47169 Duisburg
Eintritt 5 Euro

WernerMuthRoadOn the road again: Werner Muth

LuetfiyeMikroHinterm Mikrofon again: Lütfiye Güzel

Der Ostermarsch ist eine gute Sache

Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm!

plakat14purDer schönste Teil von Deutschland ist das Ruhrgebiet.
Das Schönste am Ruhrgebiet ist der Ostermarsch Ruhr.
Hier der Ablauf von Ostersamstag bis Ostermontag von Duisburg nach Dortmund (Bild anklicken zum Vergrößern):

OM-Programm2014Es fängt also am Samstag um 10.30 Uhr an. Aber man kann auch schon früher kommen und Kaffee bestellen, weil wir mit unserem ANTIMILITARISCHISCHEN BUCH-BASAR auch schon früher da sind und Kaffee anbieten.
(Der Antimilitaristische Buch-Basar ist ein Angebot der DFG-VK Duisburg in Kooperation mit der Buchhandlung Weltbühne).

Das Schönste am Ostermarsch Ruhr ist unser Büchertisch.

Brief von Susanne

Susanne hat mir gestern diese E-mail geschickt:

Liebe Wachtelfreunde!

Kurz vorm Wochenende möchten wir Euch den Freitag Nachmittag mit ein wenig Spam versüßen! Wir haben hier in den nächsten Wochen ein paar feine Veranstaltungen!

Am Di., den 25.3. gibts eine Lesung. Marek Heindorff liest aus seinem Roman „das Leben ist Brosig“. Der junge Mann kommt aus der Weltstadt Düsseldorf, das ist vielversprechend. Dazu gibts Schnittchen und Kaltgetränke.
www.marek-heindorff.de

Am Do., den 03.03. haben wir hier eine Vernissage. Der Hochfelder Künstler Axel Limpert verschönert unsere Wände mit seinen Bildern. Darüber freuen wir uns sehr!
Der Eintritt ist frei!

Vernissage-Limpert

Am 15.04. gibts eine Lesung mit folgenden Akteuren: Die Autoren des Buches „Mit Schmackes – Punk im Ruhrgebiet“, Ben Perdighe (der war letztens schonmal da und das hat Spaß gemach!) und die Schreiberlinge vom „Out of Order Fanzine“ bei dem ich die ersten 4 Ausgaben auch mitgeschrieben habe und zum ersten Mal selber vorlese. Wie wunderbar!
http://punkimruhrgebiet.de/

Jetzt vergesst mal nicht die Termine dick in den Kalender zu schreiben, wir freuen uns auf Euren Besuch!

Liebe Grüße
Susanne

Jetzt vergesst mal nicht die Termine dick in den Kalender zu schreiben, die Spinatwachteln freuen sich auf Euren Besuch!
Und ich darf auch nicht länger vergessen, mich um eine Terminabsprache zu kümmern, weil ich ja auch in der Spinatwachtel ein weiteres Mal was vorlesen will!

Hafenstaedter-Foto

Hafenstaedter-Foto

Nein, nicht in New York trafen sich diese Künstler, sondern in Hochfeld!

Von Adorno bis Porno – Lesung mit Ulrike Heider

Am Samstag, 15 März um 20 Uhr liest Ulrike Heider im Lokal Harmonie in Ruhrort aus ihrem Buch VÖGELN IST SCHÖN, das in den nächsten Tagen erscheint.
Der Verlag stellt sein Buch vor:
1968 das Jahr, das die Bundesrepublik veränderte wie wenig andere: Die junge Generation begehrte gegen das Establishment und den „Muff von tausend Jahren“ auf, propagierte freie Liebe und wollte Ehe und Familie abschaffen. Zugleich schwappte mit Oswalt Kolle die erste Sexwelle über Deutschland, und die Kommerzialisierung von Liebe und Sexualität begann. Heute scheinen die Kämpfe ausgefochten, aber der Schein trügt. Der Erfolg von Büchern wie „Feuchtgebiete“ oder „Fifty Shades of Grey“, die anhaltende Diskussion um die „Homoehe“ oder das von der Regierung vertretene Frauenbild beweisen: die Entwicklung geht wieder zurück und ein sexueller Neokonservatismus ist auf dem Vormarsch. In „Vögeln ist schön“ blickt Ulrike Heider auf die Sexualdiskurse der letzten 50 Jahre zurück. Von der späten Adenauer-Ära und der Studentenrevolte über die Frauen- und Schwulenbewegung bis zu den aktuellen Debatten über Pornographie, Sadomasochismus oder der Pädophilie-Debatte bei den Grünen geht sie der Frage nach, wie sich Sexualität zur historischen und politischen Entwicklung verhält. Sie vergleicht die Ideale von damals mit heutigen Normen, Tabus und Moralvorstellungen, benennt Auswirkungen, Erfolge und Versagen der Sexrevolte.
v_gelnUlrike Heider: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt. Rotbuch Verlag 2014. ca. 256 S. ca. 14,95 Euro.

Lokal Harmonie e.V., Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg (Ruhrort). Eintritt 10 bzw. 5 Euro.

Das Buch erscheint in den nächsten Tagen und ist in der Buchhandlung Weltbühne dann erhältlich und sollte auch dort bestellt werden (auch für den portofreien Versand).
Buchhandlung Weltbühne ist auch schön.

„Anders als du glaubst“

Auf die Tourneedaten der BERLINER COMPAGNIE hier in der Gegend hinzuweisen wurde ich gebeten. Mache ich gern.
„Anders als du glaubst“ heißt das Stück, mit dem die Berliner Compagnie in dieser Woche in Moers und Duisburg auftritt:

BC_AADG_Drei-Religionen_hoch_Presse-Foto-Kamila-Zimmermann Moers: Freitag, 7. März 2014 um 20 Uhr im Kulturzentrum Bollwerk 107, Homberger Str. 107
Duisburg: Samstag, 8. 3. 2014 um 17 Uhr im Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Am Grillopark 24.
Eintritt: 5 Euro.
Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.
Das ist die eine Seite. Anderserseits: Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich.
Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies ?
Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe. Und so machen sie sich auf. Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle. Denn wie steht es im Koran: „Allah verändert nicht den Zustand der Menschen, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verändern!“
Mit einfachsten Mitteln, viel Fantasie und großer Spiellaune nehmen sie den Zuschauer mit durch alle Höhen und Tiefen einer abenteuerlichen Reise.
Regie: Elke Schuster, Text: Helma Fries, Regieassistenz: Chris S. Möller, Künstlerische Mitarbeit: Rudolf Stodola
Darsteller: Rondo Beat, Helma Fries, Jean-Theo Jost, Selin Kavak, Angelika Warning
BerlinerCompagnie14Weitere Tourneedaten:
http://www.berlinercompagnie.de

Wir waren in Düsseldorf und sind wieder zurück

Am letzten Samstag (8. Februar) waren wir, wie angekündigt, mit unserem Büchertisch in Düsseldorf bei der Landeskonferenz der VVN-BdA. Die Buchhandlung Weltbühne ist seit Jahrzehnten Stammgast bei den Konferenzen des nordrhein-westfälischen Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Foto: VVN-BdA LV NRW

Foto: VVN-BdA LV NRW

Wir haben uns da wohlgefühlt: eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, sachliche Diskussionskultur, Austausch vernünftiger Argumente, informative Beiträge, freundlicher Umgang – sowas ist man ja kaum noch gewohnt in den linken Kreisen, denen anzugehören ich verflucht bin.
Informationen (demnächst noch mehr) sind auf der Homepage des Landesverbandes zu finden.
Die Konferenz fand in Ver.di-Haus statt. Die Gewerkschaft bewirtete die Konferenzteilnehmer, unter anderen mit reichlich Kaffee, und der war stark! Die Geizhälse der Gewerkschaft haben beim Kaffee mit Wasser gespart!
Ein paar Koffer voller Bücher haben wir natürlich wieder zurücktransportiert, von denen ich zwei empfehlend erwähne:
sander_arisierung_177x268Ulrich Sander: Von Arisierung bis Zwangsarbeit. Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945. Papyrossa Verlag 2012, 348 S. 16,90 Euro – hier schon einmal vorgestellt am 3. Juli 2012
und:
3-89771-411-6Änneke Winckel: Antiziganismus. Rassismus gegen Roma und Sinti im vereinigten Deutschland. Unrast Verlag 2002, 200 S. 14 Euro – zwar schon vor über zehn Jahren erschienen, aber ein Standardwerk zu einem aktuellen Thema.
Der Verlag stellt sein Buch vor:
Änneke Winckel gelingt ein eindrücklicher Nachweis darüber, wie präsent die Bilder von den „Zigeunern“ in Deutschland sind und wie tödlich deren Folgen auch heute noch sein können. Erstmals wird mit diesem Buch auf der Grundlage einer umfangreichen Auswertung von Tageszeitungen und Zeitschriften eine systematische Untersuchung des Antiziganismus in Deutschland seit 1989 vorgelegt. Ihre Analyse verdeutlicht anschaulich, wie sehr Kontinuitäten den heutigen Antiziganismus prägen.
Beide Bücher sind – auch im Versand – in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich.

Marvin Chlada seit 25 Jahren auf der Bühne

pipelines — I’M ALIVE / NN oder EINE NACHT | Livehörspiele/Hörtheater

Chlada25-1Sonntag, 9. Februar 2014, 17:00
Lokal Harmonie e.V.
Harmoniestr. 41
47119 Duisburg (Ruhrort)

I’m alive
Marvin Chlada, seit 1989 Wegbegleiter des literarischen und musikalischen Undergrounds (Punk Rock und Social Beat, Electro Wave und Avantgarde), präsentiert einen Querschnitt aus 25 Jahren Textarbeit.
Und Gästen (Jörg Nerendsen (Gitarre) und Juan Espinosa (Akkordeon)
Info: chlada.de

Chlada25-2http://www.youtube.com/watch?v=Ktq1N9kxBFE&list=PLpztktQc6Xy8BPtzosGuY0n2PoJrOBFuS

und danach:
N.N. oder Eine Nacht
für Stimme(n) und Klänge
von Thorsten Töpp
mit:
Maximilian Strestik – Stimme(n)
Achim Kämper & Thorsten Töpp – Klänge
Jörn Nettingsmeier – Klangregie
Ein Mann versucht, sich eine Identität zu bauen. Stimmen aus seiner Vergangenheit, seine Fehler, seine Versäumnisse, seine Enttäuschungen und Brutalitäten, aber auch seine Erfolge, Zärtlichkeiten und Träume scheinen um ein leeres Zentrum zu kreisen. Je näher er ihm kommt, desto mehr mischen sich scheinbar fremde Klänge ein und fordern seine Stimme zum Tanz.
Ein theatrales Hörstück, zugleich aber auch eine musikalische Komposition mit Text.
Manchmal untermalen die Musiker den Sprecher, dann wird wieder die Sprache wie Musik behandelt. Die Ebenen durchdringen sich und lassen den Zuschauer/Hörer in der Schwebe.

Kunst am Strick oder Es geht auch anders

Die Einladung zur Vernissage geht alle an:
Handwerk oder Kunst ?
Stricken ist den meisten als Großmutters Beschäftigung bekannt, dabei entstehen Socken, Schals und Pullover.
Es geht auch anders.
Die Strickgraffiti-Bewegung hat mit dem Bestricken des öffentlichen Raums begonnen und in manchen Städten sind Autos, Bäume und sogar Häuser von der Strickwut der Protagonistinnen „angezogen“ worden.
Durchaus von dieser Welle erfasst, wendet sich die Autodidaktin LÜTT HUIS auch dem geschlossenen Raum zu, dem sie Skulpturen und Objekte beifügt, entstanden aus handwerklichem Geschick und der Phantasie der Künstlerin. Ohne Strickvorlage wachsen Figuren wie Madame Schnippig oder ein genmutierter Saurier unter ihren Nadeln.
Das Repertoire der Duisburgerin LÜTT HUIS reicht von selbstentworfenen Kleidern über Strickgraffiti bis zu gegenständlichen Objekten.
Am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 19 Uhr sind alle, die Stricken mal anders betrachten wollen, herzlich eingeladen, die Vernissage zu besuchen.
strick1strick2
Galerie Spinatwachtel, Eigenstraße 42, 47053 Duisburg.
Die Ausstellung ist montags bis freitags vom 23.1.2014 bis zum 15.2.2014
zwischen 15 Uhr und 18 Uhr geöffnet.

Veranstaltungshinweis

SpinatKerzeTatort: Eigenstraße 42 . 47053 Duisburg (Hochfeld)
Das habe ich darüber erfahren:
Das sagt er darüber:
Kerze braucht Urlaub. Am liebsten mit seiner Herkules und seinen Kollegen vom Mofa-Klub. Also schmiedet er bei einer -Ernte 23- einen waghalsigen Plan der ihn und „die Kobras“ auf die Insel Mallorca bringen soll.
In den Gastrollen: Günther Jauch und Dieter Bohlen. Hier wird nichts verschenkt, Rakete Vollgas mit dem Flucht-Mofa! Ein turbulentes Hörspiel in zwei Takten.
…Aber auch n` bisschen Reisebericht…
…über das Hörspiel
„Kerze und die Kobras“ ist eine kleine Hörspiel-Serie die bisher aus drei Folgen besteht, insgesamt sind sechs geplant. Kerze, die Hauptfigur fährt Mofa und lebt ein schnurrbärtiges Rocker-Leben. 25 Km/h Freiheit steht auf seiner ausgefranzten Jeansweste und zusammen mit seinen Kumpels vom Mofa-Klub „die Kobras“ erleben die halbstarken Männer die wildesten Geschichten…
über Ben Perdighe
Schreiberling seit Jahren. Angefangen auf Poetry Slams, danach Solo-Programme, Autor für diverse Literatur Zeitungen/Magazine und am liebsten Mofa-Rocker bei den Kobras. Er schreibt weil er will, kann und muss.
Vor 35 Jahren in Duisburg geboren und über München nach Dinslaken gekommen. Jetzt findet er Kunst und Kultur so toll, dass er nichts mehr anderes macht.
Seine Freunde sagen über ihn:
„Der sieht immer anders aus.“
Oder „Der schuldet mir seit Jahren 10 Mark!“
Kurz gesagt: Wäre schön wenn Ihr kämt!
Liebe Grüße von den Spinatwachteln!

Wir waren nochmal in der Spinatwachtel für eine Zugabe

Am letzten Dienstag (17. Dezember) haben drei Autoren, die im zu Ende gehenden Jahr in der Spinatwachtel gelesen haben, eine Sondervorstellung gegeben (siehe die Notate vom 4. Juli, 8. Oktober und 9. November).
Ich darf auch im Namen meiner Mitstreiter sagen: Wir haben da gern gelesen, die Veranstaltungen waren gut vorbereitet und durchgeführt, und das Publikum ist auch gut bei uns angekommen. Die Zugabe am Dienstag darf darum auch als Dankeschön an die Veranstalter aufgefaßt werden.

SpinatDez13-1Lütfiye Güzel freut sich über ein gutes Buch. Und ich seh da aus, als wäre ich der Herr Bischof. (Das Buch habe ich geschrieben).

SpinatDez13-2Das Spinatwachtel-Team Andreas Gwisdalla (links) und Susanne Tepaß (rechts) mit Lütfiye Güzel (Mitte). CinemaScope.

SpinatDez13-3Ich habe als erster vorgelesen.

SpinatDez13-4Lütfiye Güzel.

SpinatDez13-5Werner Muth greift ins Weite. The Lady (left) was amused.
Fotos (bei fast völliger Dunkelheit): Heinrich Hafenstaedter.

Ausgebucht und eingeladen

Die Stadtbibliothek gibt bekannt:
Die Duisburger Poetin Lütfiye Güzel veröffentlichte nach ihrem Lyrik-Debüt „Herz-Terroristin“ im April 2012 ihr zweites Buch „Let`s go Güzel!“ im Dezember 2012. Der dritte Gedichtband „Trist olé?!“ erschien am 1. Oktober 2013. Darin schießt sie ein „seltsames Foto“, schaut sich einen „Fernsehbericht über das Mülltauchen“ an, verfolgt „die dunkle Wolke“, erzählt vom „Tellerwäscher am Meer“, fragt „kennst du das?“, umgeht „Paris“ und fühlt sich wie „die Falsche am richtigen Ort“. Mit ihren Gedichten und Kurzgeschichten seziert sie zynisch und pointiert den tristen Alltag und zielt mit ihren melancholischen Stories aus dem poetischen Underground treffsicher ins Herz.
Wann: 03.12.2013, 20.00 Uhr
Wo: Zentralbibliothek. Düsseldorfer Straße 5-7. 47051 Duisburg
Eintritt: 5,- EUR / VVK 4,- EUR
Soweit im wörtlichen Zitat die Duisburger Stadtbibliothek.
Der nulldritte Dezember ist übrigens Dienstag.
LuetfiyeDez2013Wenn ich nicht durch Arbeit davon abgehalten wäre, würde ich da auch hingehen.
Den Zuhörerinnen & Zuhörern wünsche ich morgenabend eine treffsichere Lektion in Underground,
und der Autorin wünsche ich ein liebes Publikum.
(Aber die ist bisher mit jedem Publikum gut fertiggeworden).
(Schauen Sie bitte auch in den fliegenden Koffer).

Wir waren in der Spinatwachtel

Das wäre geschafft! Und es hat geklappt.
Am Dienstag, wie angekündigt, war die Lesung.
SpinatLesNov13-1Alles lief so gut wie erhofft und besser als erwartet. Durch ein Sauwetter hindurch, aber trocken von Neudorf nach Hochfeld gelangt, von den Veranstaltern alles gut vorbereitet und mit-gedacht, Publikum traf ein und füllte den Raum. Kaum Versprecher beim Vortrag.
SpinatLesNov13-2Publikum gnädig. Nein, man kann mit Fug sagen: Publikum aufmerksam, Publikum zufrieden, Publikum amüsiert.
Ich hatte ja kaum zu erwarten gewagt, daß außer mir auch andere zue und aufe Türen, mit Fett beschmierte Gummiplatten und „Maria im Gefängnis“ irgendwie komisch finden.
Das Motto des Abends lautete „Wir bleiben im Bahnhof“. Was es mit dieser rätselhaften Mitteilung auf sich hat, konnte geklärt werden.
Der Ton-Mitschnitt ist gut geworden. Darum ist mit einer Doppel-CD in Kürze zu rechnen (Ankündigung demnächst). So werden dann also die, die nicht kommen konnten oder den Termin glatt verschwitzt hatten, doch noch einiges erfahren können über solche Themen:
LSD im Trinkwasser, Schwester Edith, Gottesglauben eines Atheisten, Straßenbahn und Coca Cola in den nicht enden wollenden 50er Jahren, Physik im nicht enden wollenden Mittelalter, die Idiotie des Pragmatismus, der Mathematiker als Terrorist, Barbara, Anne, Christina, der Beamte im Sündenpfuhl, meine Schwierigkeiten mit den Frauen,
et cetera pepé.
SpinatLesNov13-3Noch einmal mein herzlicher Dank an die Gastgeber Gwisdalla & Tepaß (respective Susanne und Andreas), deren Projekt Spinatwachtel Glück und Aufmerksamkeit zu wünschen ist. Die Einladung, sowas nochmal zu tun („Du bist immer ein gern gesehener Lesegast, hier auf unserer Couch!“) nehme ich gern an (wird sich finden, wird angekündigt). Denn es wäre noch viel zu erzählen darüber, daß der Ernst des Lebens eine seltsame Komik entfaltet.

Aufruf zu einer Demonstration gegen Rassismus

Demonstration „Gegen Rassismus, Antiromaismus und Pro NRW“ am 9.11.2013 in Duisburg
Bündnis „Erinnern heißt handeln!“ ruft zu breiten Protesten auf*
Unter dem Motto der Antifaschistin und Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano „Erinnern heißt Handeln!“ ruft ein Zusammenschluss aus antirassistischen und antifaschistischen Initiativen und Einzelpersonen aus Duisburg und NRW dazu auf, „Gegen Rassismus, Antiromaismus und Pro NRW“ auf die Straße zu gehen.
Ausgerechnet am 9. November, dem 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, während der in Deutschland 1938 weit mehr als 1.300 Juden ermordet und Synagogen angezündet wurden, will die extrem rechte Splitterpartei PRO NRW gleich zwei Kundgebungen in Duisburg abhalten. In Neumühl will PRO NRW ihre rechte Propaganda gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen St. Barbara-Krankenhaus, in Rheinhausen gegen von Roma bewohnte Häuser (In den Peschen 3-5) verbreiten. Mit ihren Aktionen versucht PRO NRW eine teilweise rassistische Stimmung in Teilen der Bevölkerung zu schüren.
Die Polizei hat beide Pro-NRW-Kundgebungen verboten und Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Es ist aber fraglich, ob das Verbot Bestand haben wird.
Deshalb laufen die Vorbereitungen für die antirassistische Demonstration weiter auf Hochtouren. Die Protestaktion beginnt um 12 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Hamborner Rathaus und zieht dann weiter in den Stadtteil Neumühl.
Reden und Grußbotschaften sind unter anderem von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), den Bewohnern der Häuser „In den Peschen“, der Migrantenorganisation ATIF sowie der Flüchtlings-Organisationen „Lampedusa in Hamburg“ und „Refugee Struggle“ vorgesehen.
Anne Lees, Sprecherin des Bündnisses: „Die 15.000 Menschen, die am Wochenende in Hamburg aus Solidarität mit den Flüchtlingen der Lampedusa-Gruppe auf die Straße gegangen sind, haben es vorgemacht. Wir wollen eine große, breite und bunte Demonstration gegen Rassismus in Duisburg. Wo wir sind, ist kein Platz für die rechtspopulistische Hetze von Pro NRW!“
(Text behutsam bearbeitet. Correctical-Whiteness-Floskeln wurden getilgt).