Morgen noch nix vor?

Dann geht doch mal nach Syntopia
RechtAufStadtWieso Detroit?
„Detroit gilt als der Inbegriff der postindustriellen Stadt. Der Rückzug der großen Industrien hat diese Stadt massiv verändert. Auch im Ruhrgebiet begann der Strukturwandel in den 60er Jahren. Doch der Prozess der Deindustrialisierung hat hier sein Ende noch nicht erreicht. Die sozialen Tragödien und der Verfall des Ruhrgebiets werden hinter dem Wortgeklingel „Metropole Ruhr“ oder „Region im Wandel“ versteckt. Wir möchten ihnen hingegen tatsächlich ins Auge sehen: der Armut, der sozialen Segregation, der Abwanderung, dem Leerstand und der Langeweile. Wir wollen dem Vergleich des Ruhrgebiets mit Detroit weder zustimmen noch widersprechen, sondern vielmehr die Frage stellen: Was kann das Ruhrgebiet von Detroit lernen?“
Mit diesen Zeilen beginnt das Manifest „Von Detroit lernen!“ mit dem das Netzwerk „Recht auf Stadt – Ruhr“ sich in die Debatte über die Zukunft des Ruhrgebiets einmischen möchte.
mehr

Und widmet Euer Interesse dem Ideenraum Syntopia.

Wir waren auf der Dritten Libertären Medienmesse

Und da wir auch schon vor zwei Jahren bei der zweiten Messe (damals: Bochum) dabeiwaren, hatten wir allen Grund zur Vorfreude.

Limesse-2014-01Diesmal fand die Messe in der Zeche Carl in Essen-Altenessen statt.

Limesse-2014-02Alles Positive, was ich von der zweiten Messe vor zwei Jahren berichtet habe, könnte ich wörtlich wiederholen: Es gab keine Nervosität, keine Hektik und keine Pannen. Das Publikum war auch sehr angenehm. Überhaupt lag Freundlichkeit in der Luft. Eine von A bis Z erfreuliche Veranstaltung. Man muß sich mal vorstellen: Drei Tage lang lauter linke Leute – und kein Zoff! Keinerlei Berührungsängste, kein kleinlicher Fraktionismus, keine Verkündung der „Reinen Lehre“, keinerlei eitle Selbstdarstellung und Besserwisserei. Stattdessen: Unaufgeregtheit, Kollegialität der Aussteller, Interesse des Publikums. Hier hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß Verschiedenheit unsere Stärke und gut zu ertragen ist.
Das Organisationsteam lasse ich hochleben! Vom großen Wurf bis zum kleinsten Detail alles gelungen!

Limesse-2014-03Voriges Mal hatten wir den letzten Stand ganz hinten, diesmal den ersten ganz vorn, direkt am Einhang.

Limesse-2014-04Als ich was erzählte, wurde ich fotografiert.

Limesse-2014-05Und beachten Sie auch unsere gewagten Obszönitäten („It’s not only physical“).

Limesse-2014-06Limesse-2014-07Ab und zu muß man dann an die frische Luft gehen und sich bewegen. Da hinten ist ein Park, der aus Gestrüpp und wildwuchernden Gräsern besteht.

Limesse-2014-08Wenn man durch diese Tür hindurchgeht, kommt man in ein schönes Restaurant.

Limesse-2014-09Blick nach oben.

Limesse-2014-10

Limesse-2014-11-var„Im kleinen Saal beginnt jetzt die Lesung von Helmut Loeven aus dem philosophischen Kabarett“, scheint sie zu sagen. Und das hat sie auch gesagt.
Die Frau mit dem Megaphon habe ich sehr bewundert.

Limesse-2014-12Und so sieht das aus, wenn ich vorlese. Viel Publikum, viele darunter wohl vierzig Jahre jünger als ich.

Limesse-2014-13Zucker-Akkumulation an einem kaffeereichen Wochenende.

 

Philosophisches Kabarett open air

Meine nächste Lesung (ich sagte es schon) findet statt am Samstag, 6. September im (bzw. vor dem) Falkenheim auf der Duissernstraße in Duisburg-Duissern (unweit Schnabelhuk).
Falkenheim1Da lese ich nicht zum ersten, sondern zum soundsovielten Mal. Und da es sich nur um einen Programmpunkt einer Nachmittagsveranstaltung handelt, wird die Lesung nicht lang sein, ca. 20 Minuten nur. Aber gleichwohl lohnt es sich, da hin zu kommen und sich die Lesung anzugucken und alles andere des Nachmittagsprogramms. (Es würde sich auch noch lohnen, wenn die Lesung nur 19 Minuten dauern würde. Letztes Mal hab ich einfach überzogen).
So zwischen 15 und 16 Uhr bin ich dran.
Wenn’s regnet: drinnen.
Wenn’s zu windig ist: auch drinnen.

Mancher, der mal durch Duissern hindurchgewandelt ist, wird gedacht haben: Oh, was ist das für ein schönes Fachwerkhaus! Ja, das gehört der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken. Oder kurz gesagt: Das ist das Falkenheim.

Falkenheim2Und so sieht das Haus von der Seite aus.

Freitag in der Alten Feuerwache. Da kann man hingehen.

ARICDazu ist anzumerken:
1. Mehr über ARIC hier.
2. Mehr über die Alte Feuerwache hier.
3. Ich möchte da gern auch hingehen. Aber ob ich das am Freitag schaffe, ist noch ungewiß, zumal ich mich auf meine eigene Lesung am Samstag noch vorbereiten müßte.

Wie? Sie hier? Und nicht in Essen?

Sie hätten heute die Gelegenheit, sich auf der Dritten Libertären Medienmesse aufzuhalten und insbesondere der Stand der Situationspresse (mit dem fliegenden Koffer) zu besuchen.

Die Situationspresse ist nicht nur ein Selbst-Verlag.
Die Situationspresse ist nicht nur ein Verlag.
Die Situationspresse produziert nicht nur Bücher.
Die Situationspresse nutzt nicht nur Papier als Medium.
Die Situationspresse stellt nicht nur Waren her.
Die Situationspresse hat es nicht schon immer gegeben.

Die Situationspresse ist eine Werkstatt.
Die Situationspresse ist ein Dach, unter das auch die Buchhandlung Weltbühne und die Hut-Filmproduktion gehört.
Die Situationspresse: Bücher, Broschüren, CDs, Video, DVDs, Postkarten & Plakate, Flugschriften, Flugblätter, (Versand-)Buchhandel, (Versand-)Antiquariat, Auslieferung, Mail-Art, Street-Art, Vorträge, Lesungen, Kabarett.
Die Situationspresse gibt es seit 1968.

Wer es heute nicht mehr bis nach Essen schafft, kann ja morgen noch kommen.
Das hat den Nachteil, daß es am Sonntag nur von 10 bis 15 Uhr dauert.
Das hat aber den Vorteil, daß man sich dann meine Lesung aus dem philosophischen Kabarett anhören kann (viertelnachzwölf).

Nächsten Sonntag: High-Noon-Lesung in Essen

Der Termin für meine nächste Lesung aus dem philosophischen Kabarett steht fest:
Sonntag, 31. August um 12.15 (viertelnachzwölf MITTAGS) in der Zeche Carl in Essen. Das Vorlese-Programm wird sich über 45 Minuten erstrecken: Glossen, Kommentare, Anekdoten, Beifall des Publikums.

LesungLiMesse2014Die Lesung findet statt im Programm der Dritten libertären Medienmesse.
An allen drei Tagen (Freitag, Samstag, Sonntag) ist die SITUATIONSPRESSE (mit dem FLIEGENDEN KOFFER) mit einem Messestand präsent.

limesse_sidebar2014Die Öffnungszeiten:
Freitag, 29. 8. 2014 18.00 – 21.00 Uhr
Samstag, 30. 8. 2014 10.00 – 20.00 Uhr
Sonntag, 31. 8. 2014 10.00 – 15.00 Uhr

Kalkar – da war doch was

Das Duisburger Friedensforum gibt bekannt:
FriedensforumKalkar14Kontakt:
Bernd Funke, Zum Lith 150, 47055 Duisburg
funke-bernhard@t-online.de
Wer den Aufruf unterstützen möchte, soll seine Unterschrift/Zustimmung an diese Adresse schicken.
Weitere Informationen:
www.fiedensforum-duisburg.de
Spendenkonto des Friedensforums:
Inge Holzinger, Sparkasse Duisburg, Kto.-Nr. 338012107 (BLZ 350 500 00)
(Vielleicht geht das Friedensforum mal dazu über, die Kontonummer für SEPA-Überweisungen anzugeben).
Die Formulierung „Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden beim Bundestag“ leuchtet mir nicht ein. Niemand, auch nicht dieser Bundestag, hat das Recht, über Krieg zu „entscheiden“.

Unterwegs zu freundlichen Menschen

UZFest14-01So fängt es vielversprechend an (Duisburg Hauptbahnhof).

UZFest14-02Wir sind eingestiegen. Der Zug könnte also losfahren.

UZFest14-03Oberhausen durchqueren wir kühn (und beschauen uns das Ruhrgebiet im Vorbeifahren).

UZFest14-04Die Wolken verfinstern sich über der Energie. Das heißt: Wir fahren in Dortmund ein.

UZFest14-05Ausgestiegen in Wischlingen. Weiterfahren lohnt sich nicht.

UZFest14-06Noch vor wenigen Jahren war rechts von der Straße eine schöne Auenlandschaft mit meterhohem Gras. Inzwischen ist alles mit Bäumen bewachsen – irgendwie schade.

UZFest14-07UZFest14-08Das ist der Eingang.

UZFest14-09

UZFest14-10

UZFest14-11Was ist das? Was ist das?
Die CDU auf einem Festival der DKP?
Richtig! Es handelt sich um die portugiesische Coligacao Democratica Unitaria, das Wahlbündnis aus Kommunisten (Partido Comunista Portugues (PCP)) und Grünen (Partido Ecologista Os Verdes (PEV)).
Ich würde sogar CDU wählen – aber nur, wenn ich Portugiese wäre.
Ich erzähle jetzt jedem, daß ich mir an einem Infostand der CDU eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen bestellt habe.

UZFest14-12Zwischendurch mal kann man durch den schönen Wald gehen und das Fest von Weitem anschauen. Früher, als wir noch mit einem eigenen Büchertisch drei Tage lang beim UZ-Fest waren, brauchte ich ab und zu eine solche Ruhepause.
Daß es am Samstag, dem 28. Juni 2014 in Dortmund regnen wird, hatte ich schon vor einem halben Jahr vorhergesagt.
Wo sind eigentlich die vielen Wasservögel hin, die früher den schönen See bevölkerten?

UZFest14-13Klaus der Geiger, auf der Gitarre begleitet von seiner Tochter.

UZFest14-14

UZFest14-15

UZFest14-16„Hier stehe ich, du kannst nicht anders.“
„Man wollte mich trennen von meiner Partei. Es ist ihnen nicht gelungen.“

UZFest14-17Es spricht Patrick Köbele, Vorsitzender der DKP.

UZFest14-18Ulrich Sander spricht für die VVN.

UZFest14-19UZFest14-20Esther Bejarano (89) war Mitglied im Mädchenorchester von Auschwitz. Ihr Auftritt mit der deutsch-türkisch-italienischen Rapgruppe Microphone Mafia ist fester Bestandteil des UZ-Festes.

Fotos (c) Hafenstaedter (6), H.L. (13)

Fotos (c) Hafenstaedter (6), H.L. (13)

Konstantin Wecker hält dem Fest unserer kleinen Partei seit vielen Jahren die Treue.
Es war ein schöner verregneter Tag unter freundlichen Menschen, unter Menschenfreunden.

Veranstaltungen der FAU

Von der FAU Duisburg (faudu@fau.org) bekam ich diese Veranstaltungshinweise, die ich mit Empfehlung weiterreiche:

Wir möchten euch auf die folgenden zwei Veranstaltungen am kommenden Freitag (13. Juni) im AZ Mülheim aufmerksam machen. Beide Veranstaltungen werden von der FAU Duisburg mitorganisiert.

Vortrag: Tayfun Guttstadt „Capulcu – Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei“
Tayfun Guttstadt, in Hamburg geboren, lebt seit drei Jahren in der Türkei und ist dort in der linken und der Umweltbewegung aktiv. Zu Besuch in Deutschland, stellt er sein Buch „Capulcu“ vor und schildert Beginn, Verlauf und Hintergründe der Proteste, an denen er selbst aktiv teilgenommen hat. Vor allem aber gibt er den Beteiligten Gesicht und Stimme und zeigt so die Vielfalt, aber auch die Gespaltenheit der Bewegung.
Abschließend werden die Ereignisse gesellschaftspolitisch analysiert und eingeordnet, wobei aktuelle Geschehnisse in der Türkei mit in den Vortrag einfließen.
Eintritt ist frei.
13. Juni / 20 Uhr / AZ Mülheim / Auerstr. 51, 45468 Mülheim an der Ruhr

Und im Anschluss (ebenfalls im AZ Mülheim): Indie/Wave Soli Party für die kommende LiMesse (http://www.limesse.de)
limesse_sidebar2014Was ist die Limesse?
In einem der größten europäischen Ballungsgebiete mit mehr als acht Millionen Menschen, werden vom 29. bis 31. August 2014 libertäre und anarchistische Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und
Internetprojekte ihr Programm vorstellen. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung.
Warum Soli Party?
Die LiMesse möchte einen freien Zugang für alle gewähren, die Interesse haben an einem libertären Austausch und nichthierarchischer Zusammenarbeit. Da die Messe dieses Jahr in der Zeche Carl stattfindet, schmeissen wir vorher paar Parties, damit auch der freie Eintritt bei der LiMesse garantiert bleibt.
Die zweite Party ist diesmal Freunden von Indie/Wave Musik aus allen Dekaden gewidmet.
Eintritt 3 Euro
13. Juni / 22 Uhr / AZ Mülheim / Auerstr. 51, 45468 Mülheim an der Ruhr

P.S.:
Wie bereits angekündigt wird die Situationspresse (der Verlag) und der Fliegende Koffer (die Künstler- und Autorenclique) bei der Limesse mit einem Stand präsent sein.
cover_capulcu_braun.inddDas Buch von Tayfun Guttstadt: Capulcu. Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei (Unrast Verlag. 326 S. 18 Euro) kann in der Buchhandlung Weltbühne bestellt werden.

Situationspresse wieder auf der Limesse

Die dritte Libertäre Medienmesse ist geplant und vorbereitet und wird stattfinden.
Und zwar vom Freitag, 29. August bis Sonntag, 31 August 2014 in Essen in der Zeche Carl.
limesse_sidebar2014Die Öffnungszeiten:
Freitag, 29.8. 2014, 18 – 21 Uhr
Samstag, 30.8. 2014, 10 – 20 Uhr
Sonntag, 31.8. 2014, 10 – 15 Uhr
Die Situationspresse (als Verlag) und der Fliegende Koffer (als Künstler- und Autorenclique) werden mit einem Messestand vertreten sein – mindestens am Freitag und Samstag, aber wenn’s klappt auch noch am Sonntag.
Die zweite Libertäre Medienmesse fand vor zwei Jahren in Bochum statt, wo wir erstmals als Aussteller auftraten. Darüber habe ich berichtet.
Es lohnt sich, den Termin Ende August vorzumerken und unserer Empfehlung zu folgen, an einem dieser drei Tage von fern oder nah die Reise nach Essen anzutreten.
Weitere Informationen gibt es hier.

Da gehen wir hin: UZ-Pressefest

UZ-Pressefest-2014-Header-3Dieses Jahr gibt es wieder ein UZ-Pressefest. Es findet statt vom 27. bis 29. Juni (Freitag bis Sonntag) in Dortmund im Revierpark Wischlingen. Der Ort ist schön, die Umgebung ist schön, und auch der Weg von der S-Bahn-Station Dortmund Wischlingen zum Festivalgelände ist ein schöner Weg.
Nicht nur interessant, sondern auch schön sind die Ausstellungen und Infostände fortschrittlicher Organisationen und Gruppen. Für Essen & Trinken ist gesorgt (reichlich). Schön.
Wer kommt alles und singt und spielt uns liest vor und erzählt?
Achim Bigus, Bandista, Bernd Köhler & Blandine, Compania Bataclan, Dirk Wilke und Peter Schenzer, Einhart Klucke, Erich Schaffner, Esther Bejarano, Frank Viehweg, Fred Ape, Friedenshaus, Gruppe Gutzeit, Grobylin Marlowe, Haake Bluesband, Huggy Borghardt, Jane Zahn, Jazz-Polizei, Johan Meijer & Jos Koning (NL), Mapato, Michail Iwanow (RU), Kai Degenhardt, Klaus der Geiger, Konstantin Wecker, Leander Sukov, Le Blech, Luis Galtario und Antonio Hilario, MC Albino, Microphone Mafia, Musikandes, Quijote, Ruam, Sonja Gottlieb, VEB-Chor, Jutta Ditfurth, Dietmar Dath, Georg Fülberth, Ellen Schernikau, Christiane Schnura, Werner Seppmann u.a. Schön.
Das Konzert mit Konstantin Wecker, Esther Bejarano und der Microphone Mafia ist am Samstag Abend auf der Hauptbühne.
Es könnte alles noch schöner sein, wenn die Partei auf ihrer Homepage eine Wegbeschreibung veröffentlichen würde.
Kontakt: DKP, Hoffnungstraße 18, 45127 Essen, Tel.: 0201/1778890
uz-pressefest@dkp.de
Zeltplatzanfrage: pressefest-camping@dkp.de

Wer was auf der Weste hat, darf eine Spende lockermachen:
DKP-Parteivorstand
Konto-Nr.: 4002487500 GLS Bank Bochum BLZ 430 609 67
IBAN DE90 4306 0967 4002 4875 00 BIC GENODEM1GLS
Stichwort: „UZ-Pressefest“

UZ-Pressefest-2014-SolibuttonDie schöne Anstecknadel („Soli-Button“ nennt man das heutztage) berechtigt zum Eintritt für jede Einzelveranstaltung. Sie ist für 5 Euro erhältlich bei der DKP-Gruppe Ihres Vertrauens. In der Buchhandlung Weltbühne gibt es auch noch welche. (Da kann man auch die UZ kaufen).
Bei der Europawahl kann man übrigens DKP wählen. Sollte man tun.

In einer Woche: Harmonie

HarmonieLuetfiyeAm Montag, 19. Mai (also heute in einer Woche) um 19.30 Uhr (halbacht) kann man in RUHRORT im LOKAL HARMONIE zuhören.
Dauernd werbe ich hier für Veranstaltungen, zu denen ich selber gar nicht hingehe. Ich komme ja kaum noch aus dem Haus. Diesmal habe ich mir aber vorgenommen, zu kommen, und ich hoffe, daß es auch klappt.
Angekündigt wird die Veranstaltung so:

Die Duisburger Autorin Lütfiye Güzel liest aus ihren bisher erschienenen drei Lyrikbänden über den nicht versöhnten und verstörenden Alltag.
Gestört wird sie dabei durch die Moderationen und Projektionen von Nicola Seitz und Jochen Zimmer,
die auch eigene, aber neue und verjährte Vierzeiler beitragen.
Der Abend endet und startet unter dem Motto
„Das letzte Jahrhundert begann damit, daß die Surrealisten zur Arbeiterbewegung fanden.
Schön, daß es umgekehrt endete.“

Diese These bedarf sicherlich der Erläuterung. (Damit auch ich das verstehe).

Das wäre interessant: Geschichtswerkstatt

Die Geschichtswerkstatt Zweiter Weltkrieg in der Duisburger Volkshochschule geht weiter. Der nächste Termin:
Sonntag, 11. Mai 2014, 11 bis 14 Uhr.
Ort: Volkshochschule Königstraße 47 (also ab jetzt NICHT mehr im IZ).
Thema:
Der 20. Juli 1944
Am 20. Juli 1944 verübte Graf von Stauffenberg ein Bombenattentat auf Hitler im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ bei Rastenburg. Gleichzeitig lief eine Militärverschwörung in Berlin an. Sowohl das Attentat als auch der Militärputsch scheiterten. Hitler blieb am Leben und an der Macht.
Der zweite Weltkrieg ging weiter. Thema dieser Sitzung ist die Analyse des „20. Juli“ sowie weiterer Widerstandsaktionen gegen die Nazi-Diktatur. Zur Sitzung erscheint ein Materialheft.
Der Kurs wird geleitet von Martin Clemens und Aloys Reuter. Teilnehmergebühr: 5 Euro.

Dazu sage ich folgendes:
Erstens: Schade, daß das immer sonntags in Allerherrgottsfrühe ist. Da schlafe ich noch.
Zweitens: Die Informationen bei dieser Veranstaltung sind ganz gewiß nicht so knapp wie die Ankündigung durch die VHS.

Gestern in der Stadt

Mai14-1Bahnhof gesperrt.
Weil am Vormittag die NPD demonstrierte (am Abend dann auch „Pro NRW“), waren die Zugänge dem Hauptbahnhof von der Polizei gesperrt. Zugreisende mußten Umwege in Kauf nehmen.
Gegen den Aufmarsch der Faschisten wurde am Vorabend und am Vormittag des 1. Mai demonstriert (s.u.). Auf dem König-Heinrich-Platz stellte Duisburg sich quer mit einem Kulturprogramm. Das Kammerorchester des Philharmoniker und zum Schluß die Bröselmaschine.

Mai14-2Ein kluger Mann hat mal in einem Interview gesagt (ich zitiere aus dem Gedächtnis): „In der heutigen Zeit kann ein Musiker nicht unpolitisch sein.“
Ein interessanter Satz! Er hat nicht gesagt: „Ein Musiker muß politisch sein“. Er hat gesagt: „Ein Musiker kann nicht unpolitisch sein.“ Der Satz kann für Künstler allgemein gelten.
Der kluge Mann war Peter Bursch.

Mai14-3Menschen auf dem König-Heinrich-Platz, die lieber anderen zuhören als den Haßpredigern.

Mai14-4Mai14-5Die Parolen der Rechten sind uns zuwider. Wir haben eine andere Einstellung zum Menschen, eine andere Vorstellung vom Leben als NPD etc. Wir denken, wir fühlen, wir wollen das Gegenteil.
Das kann man deutlich hören.

Blasiert

Ach, der ist ja auch noch da! Thomas Meiser, Journalist, den ich schon kannte, als er schon so klein war, äußert sich im Internet zum bevorstehenden besonderen 1. Mai in Duisburg:

„Mittwoch Abend. Im Versammlungsraum des Kleinen Prinzen unweit des Rathauses haben sich rund zwei Dutzend Institutionenvertreter eingefunden. Der Evangelenchef ist dabei, Duisburgs Superintendent Armin Schneider.“

„Evangelenchef“ ist wohl der Chef der „Evangelen“. Haben die einen Chef?

„Der Verdi-Chef ist dabei, deren (sic!) lokaler Geschäftsführer Thomas Keuer. Der DGB ist dabei, auch in Person des ehemaligen Vorsitzenden, des Landtagsmitgliedes Rainer Bischoff.
Es geht den Honoratioren darum, Protest zu zeigen gegen eine Demo der NPD zu Beginn des nächsten Monats.
[…]
So wurde eine Demonstration von Duisburgs Zivilgesellschaft angemeldet. Startend am Hauptbahnhof, die Innenstadt entlang. Bis zum Lehmbruck-Museum.
Ein schon in vergleichbares Fällen (sic!) bewährtes Bündnis, die ‘Aktionsgemeinschaft für Toleranz und Zivilcourage’ wird diese Demonstration veranstalten. […] Dazu wird es ein Kulturprogramm geben: Zwischen Landgericht, Forum und Stadttheater“

vulgo: auf dem König-Heinrich-Platz

„werden die Duisburger Philharmoniker aufspielen.“

Die spielen nicht einfach, nein. Sie spielen „auf“.

„Und der weltberühmte Duisburger Gitarrist Peter Bursch mit seiner klassischen Band Bröselmaschine.“

Daß Peter Bursch mit seiner Revival-Band („klassisch“) in der Welt berühmter ist als Thomas Meiser, scheint ein Übel zu sein, das den drückt.

„Reden werden gehalten werden. Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD)“

wird nicht einfach die Eröffnungsrede halten, sondern

„wird es sich nicht nehmen lassen werden (sic!), die Eröffnungsrede zu halten.“

Et cetra pepé.
Thomas Meiser, wie man ihn kennt: mit stolz erhobener Nase und einem klaren und deutlichen „Hu, äh!“
Der schreibt wie der Sohn eines reichen Vaters, der aber auch nichts anderes ist als der Sohn eines reichen Vaters und sich ärgert, weil er der Sohn eines reichen Vaters gern wäre.

Let’s go! Diesmal: Marxloh

LET’S GO MARXLOH!
Lütfiye Güzel & Werner Muth
2 Marxloher Künstler auf der Bühne im Medienbunker Duisburg-Marxloh.

LÜTFIYE GÜZEL liest Poetry featuring MEDIENBUNKER zeigen Visuals.
WERNER MUTH, Stimme, Text & Bilder featuring MONA BORBONUS am Cello.

Am 8. Mai 2014
Um 19.30 Uhr.
Medienbunker
Johannismarkt 18
47169 Duisburg
Eintritt 5 Euro

WernerMuthRoadOn the road again: Werner Muth

LuetfiyeMikroHinterm Mikrofon again: Lütfiye Güzel

Der Ostermarsch ist eine gute Sache

Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm!

plakat14purDer schönste Teil von Deutschland ist das Ruhrgebiet.
Das Schönste am Ruhrgebiet ist der Ostermarsch Ruhr.
Hier der Ablauf von Ostersamstag bis Ostermontag von Duisburg nach Dortmund (Bild anklicken zum Vergrößern):

OM-Programm2014Es fängt also am Samstag um 10.30 Uhr an. Aber man kann auch schon früher kommen und Kaffee bestellen, weil wir mit unserem ANTIMILITARISCHISCHEN BUCH-BASAR auch schon früher da sind und Kaffee anbieten.
(Der Antimilitaristische Buch-Basar ist ein Angebot der DFG-VK Duisburg in Kooperation mit der Buchhandlung Weltbühne).

Das Schönste am Ostermarsch Ruhr ist unser Büchertisch.

Brief von Susanne

Susanne hat mir gestern diese E-mail geschickt:

Liebe Wachtelfreunde!

Kurz vorm Wochenende möchten wir Euch den Freitag Nachmittag mit ein wenig Spam versüßen! Wir haben hier in den nächsten Wochen ein paar feine Veranstaltungen!

Am Di., den 25.3. gibts eine Lesung. Marek Heindorff liest aus seinem Roman „das Leben ist Brosig“. Der junge Mann kommt aus der Weltstadt Düsseldorf, das ist vielversprechend. Dazu gibts Schnittchen und Kaltgetränke.
www.marek-heindorff.de

Am Do., den 03.03. haben wir hier eine Vernissage. Der Hochfelder Künstler Axel Limpert verschönert unsere Wände mit seinen Bildern. Darüber freuen wir uns sehr!
Der Eintritt ist frei!

Vernissage-Limpert

Am 15.04. gibts eine Lesung mit folgenden Akteuren: Die Autoren des Buches „Mit Schmackes – Punk im Ruhrgebiet“, Ben Perdighe (der war letztens schonmal da und das hat Spaß gemach!) und die Schreiberlinge vom „Out of Order Fanzine“ bei dem ich die ersten 4 Ausgaben auch mitgeschrieben habe und zum ersten Mal selber vorlese. Wie wunderbar!
http://punkimruhrgebiet.de/

Jetzt vergesst mal nicht die Termine dick in den Kalender zu schreiben, wir freuen uns auf Euren Besuch!

Liebe Grüße
Susanne

Jetzt vergesst mal nicht die Termine dick in den Kalender zu schreiben, die Spinatwachteln freuen sich auf Euren Besuch!
Und ich darf auch nicht länger vergessen, mich um eine Terminabsprache zu kümmern, weil ich ja auch in der Spinatwachtel ein weiteres Mal was vorlesen will!

Hafenstaedter-Foto

Hafenstaedter-Foto

Nein, nicht in New York trafen sich diese Künstler, sondern in Hochfeld!

Von Adorno bis Porno – Lesung mit Ulrike Heider

Am Samstag, 15 März um 20 Uhr liest Ulrike Heider im Lokal Harmonie in Ruhrort aus ihrem Buch VÖGELN IST SCHÖN, das in den nächsten Tagen erscheint.
Der Verlag stellt sein Buch vor:
1968 das Jahr, das die Bundesrepublik veränderte wie wenig andere: Die junge Generation begehrte gegen das Establishment und den „Muff von tausend Jahren“ auf, propagierte freie Liebe und wollte Ehe und Familie abschaffen. Zugleich schwappte mit Oswalt Kolle die erste Sexwelle über Deutschland, und die Kommerzialisierung von Liebe und Sexualität begann. Heute scheinen die Kämpfe ausgefochten, aber der Schein trügt. Der Erfolg von Büchern wie „Feuchtgebiete“ oder „Fifty Shades of Grey“, die anhaltende Diskussion um die „Homoehe“ oder das von der Regierung vertretene Frauenbild beweisen: die Entwicklung geht wieder zurück und ein sexueller Neokonservatismus ist auf dem Vormarsch. In „Vögeln ist schön“ blickt Ulrike Heider auf die Sexualdiskurse der letzten 50 Jahre zurück. Von der späten Adenauer-Ära und der Studentenrevolte über die Frauen- und Schwulenbewegung bis zu den aktuellen Debatten über Pornographie, Sadomasochismus oder der Pädophilie-Debatte bei den Grünen geht sie der Frage nach, wie sich Sexualität zur historischen und politischen Entwicklung verhält. Sie vergleicht die Ideale von damals mit heutigen Normen, Tabus und Moralvorstellungen, benennt Auswirkungen, Erfolge und Versagen der Sexrevolte.
v_gelnUlrike Heider: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt. Rotbuch Verlag 2014. ca. 256 S. ca. 14,95 Euro.

Lokal Harmonie e.V., Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg (Ruhrort). Eintritt 10 bzw. 5 Euro.

Das Buch erscheint in den nächsten Tagen und ist in der Buchhandlung Weltbühne dann erhältlich und sollte auch dort bestellt werden (auch für den portofreien Versand).
Buchhandlung Weltbühne ist auch schön.

„Anders als du glaubst“

Auf die Tourneedaten der BERLINER COMPAGNIE hier in der Gegend hinzuweisen wurde ich gebeten. Mache ich gern.
„Anders als du glaubst“ heißt das Stück, mit dem die Berliner Compagnie in dieser Woche in Moers und Duisburg auftritt:

BC_AADG_Drei-Religionen_hoch_Presse-Foto-Kamila-Zimmermann Moers: Freitag, 7. März 2014 um 20 Uhr im Kulturzentrum Bollwerk 107, Homberger Str. 107
Duisburg: Samstag, 8. 3. 2014 um 17 Uhr im Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Am Grillopark 24.
Eintritt: 5 Euro.
Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.
Das ist die eine Seite. Anderserseits: Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich.
Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies ?
Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe. Und so machen sie sich auf. Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle. Denn wie steht es im Koran: „Allah verändert nicht den Zustand der Menschen, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verändern!“
Mit einfachsten Mitteln, viel Fantasie und großer Spiellaune nehmen sie den Zuschauer mit durch alle Höhen und Tiefen einer abenteuerlichen Reise.
Regie: Elke Schuster, Text: Helma Fries, Regieassistenz: Chris S. Möller, Künstlerische Mitarbeit: Rudolf Stodola
Darsteller: Rondo Beat, Helma Fries, Jean-Theo Jost, Selin Kavak, Angelika Warning
BerlinerCompagnie14Weitere Tourneedaten:
http://www.berlinercompagnie.de