Archiv der Kategorie: Das Naturwerk
Über die Natur (live)
Einige Passagen meiner Lesung in der Zeche Carl in Essen am 31. August wurden gefilmt. Heute zeige ich Euch: „Physiker“ (aus „Der Gartenoffizier – 124 komische Geschichten“).
Ton- und Bildaufzeichnung: Hafenstaedter.
Fortsetzung folgt.
November?
„About the Flowers and the Trees“
Der erste Samstag im Oktober hat mit dem letzten Samstag im März zu tun. Selbe Gegend. Selbe Absicht. Selbe Hoffnung.
Good old everlasting Sternbuschweg (o., u.).




Helles Grün vor hellem Blau – verändert.
So sieht das manchmal aus, wenn ich das Haus verlasse.

Schweizer Straße, Weg zum Botanischen Garten, Seitenblick.
„Le temps des cerises …“
Von gestern Abend: Ein Bild mit Seltenheitswert in diesem Sommer. Darum schaut es euch an (und klickt an zum Vergrößern): Ein von der Abendsonne angestrahlter grüner Baum vor blauem Himmel.
Den Baum zeige ich öfter, zum Beispiel da und da.
Das ist der höchste Kirschbaum von Neudorf und einer meiner Lieblingskirschbäume. An den hohen Ästen werden die Kirschen nicht geerntet. Darum gehört er auch zu den Lieblingskirschbäumen der Singvögel.
..
Bilder einer Wanderung (3)
Viel Farbe auf glatter strukturierter Fläche. Großartig! Hat das Zeug zum Klassiker!
Ob der Effekt beabsichtigt war?
Wo der Inhalt fehlt, kommt es nur noch auf die Form an.
Ja, was ist denn hier so schlimm, daß kein Mensch „das“ gewollt haben kann? Man sollte doch froh sein, wenn die Häuser, die gestern hier standen, heute immer noch hier stehen, denn sonst wüßte man nicht, wo man ist, und wer will das?
Ich mag es, wenn sich jemand klar ausdrückt und verständlich macht, was er will und was er nicht will. Ich mag es nicht, wenn jemand mich mit seinem Weltschmerz herausfordert.
Allerdings wird die Menschheitsfrage durch die Feststellung „GWTR SAHL“ konterkariert.
Es sollte sich mal herumsprechen: Unter dem Pflaster liegt nicht der Strand. Unter dem Pflaster liegt der Schotter.
Gewittersaal?
Da die Frage an die Außenmauer meines Geburtshauses geschrieben wurde, will ich sie beantworten: Ja! Das ist es, was ich will. Ein Mensch zu werden ist das beste, was mir passieren konnte.
Die Vegetation hat sich etwas herausgenommen. Roter Klatschmohn, Erikas Lieblingsblume. „Roter Klatschmohn!“ – Jaja, ich habe verstanden: Klatsch-Mohn! Rot!
Ich könnte ja froh sein, ihre Stimmungen & Launen nicht mehr ertragen zu müssen. Aber manchmal vermisse ich sie doch noch ein kleines bißchen.
Auf dem Haus der Verbindung Rheno-Germania „zu“ Düsseldorf-Duisburg (die behauptet, älter zu sein als die beiden Universitäten) dürft Ihr rumschmieren so viel wie ihr wollt.
Die Mitteilung den Zusammenhang fallender Kinder und Aktien betreffend hat Emcewenilez Nopniks durchgestrichen, weil er sie nicht verstanden hat. Die anderen Mitteilungen hat er nicht durchgestrichen, weil er glaubt, sie verstanden zu haben.
Oben rechts: Werbung für Werbung.
Das umkreiste A hätte man als geschütztes Warenzeichen eintragen lassen sollen!
Nicht, um Geld damit zu machen, sondern um seine beliebige Verwendung für alles Mögliche und Unmögliche zu verhindern.
Hier wird es als Symbol der Mitteilung des zum Haß gesteigerten Unbehagens an der Gesellschaft hinzugefügt. Abgelehnt wird anscheinend nicht die gegenwärtige Gesellschaftsordnung, sondern Gesellschaft an sich. Rousseau hätte dem zugestimmt.
Aber was würde Rousseau heute sagen?
„Ja, so habe ich auch mal gedacht. Aber das war falsch.“
Bilder einer Wanderung (2)
Dieses Haus hat man da hingestellt, und dann hat man überlegt: Was machen wir damit?
Aber mir gefällt das. Warum? Es stand schon da, als ich hier hinkam.
Darin untergebracht ist das Kulturamt der Stadt Duisburg (bestimmt nicht nur).
Das wäre doch mal eine Überlegung wert:
Wäre das was gewesen, da einen Job zu haben, vormittags und nachmittags als Kulturbürokrat getarnt, hinter dem ein Feierabendanarchist sich verbirgt?
Oder lieber nicht?
Immerhin: Man hätte jeden Monat ein Gehalt kassiert, davon aber kaum was ausgegeben und den Rest heimlich auf einem Sparkonto gesammelt. Und dann mit 67500 Euro auf dem Konto dem Chef gesagt: „Du Arschloch!“
Oder:
Den Locher aus dem Fenster schmeißen und zum Chef sagen: „Raten Sie mal, warum ich das gemacht habe.“
Das rät der nie.
Auch an die, die sich im engen Raum wohlfühlen, soll gedacht sein.
Das Künstleratelier da vorn wird wohl immer noch als solches genutzt (winzig).
Auf dem Balkon in der obersten Etage stößt man sich den Kopp.
Aha. Aha. Aha. Aha. AHA. Aha. Aha.
Straße der Aktien.
Für CJZZ / IDNA… (falls ich das richtig verstanden habe) hatte der Sprüher eine Leiter dabei.
Das Hinschreiben eines Substantivs, mit dem man eine Genitalie bezeichnen kann, hat den Blauschreiber in Heiterkeit versetzt: „Glied Hihihi…“. Oder wollte er „Hinihi“ sagen?
Das eingekreiste E verkündet eine Hoffnung. Ich weiß bloß noch nicht, welche.
Was ist noch zu erfahren?
HSCDCV, DjSU, CASZZ, SWU.
Der Balkon wurde mit Uhu an das Haus geklebt.
Was immer hier mitgeteilt werden soll: Die Vegetation (Efeu) läßt langsam ihren Vorhang darüber sinken.
Ach! Das neue „Hörsaalzentrum“ hat ja doch eine Tür!
Daß da auch tagsüber das Licht brennt, soll wohl zeigen, daß für Forschung & Lehre zu wenig Geld da ist.
WIRD FORTGESETZT.
Bilder einer Wanderung (1)
Die Feiertage in der hellen Jahreszeit gern für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder, Felder und Siedlungen nutzend, war das Wetter des gestrigen Himmelfahrtstages (auch Vattertach genannt) und die Notwendigkeit, mit einem Regenschirm ausgerüstet zu sein, nicht so einladend für eine große Runde. Ich blieb in der näheren Umgebung (also: Neudorf).
Das „Tectrum“, eines der Werke von Norman Foster, dessen Vorliebe es ist, Mauern durch Glasscheiben zu ersetzen, dient dem Zweck, zu demonstrieren, daß Wände nicht unbedingt vertikal sein müssen und daß zwischen Fassade und Dach eine Kante auch nicht sein muß.
Fast die Hälfte des Innenraums dieses Nutz-Gebäudes besteht aus einer Eingangshalle (bis zum Dach). Als ich das entdeckt hatte und weiterging, merkte ich, daß das Gebäude noch eine zweite, ebenso große Eingangshalle enthält.
Wieviel Netto-Nutzfläche in dem Gebäude enthalten ist, müßte man mal ausrechnen.
Nicht für Bewohner und Nutzer von Gebäuden bauen die Architekten, sondern für Architekten.
Nachdem die Zementfabrik Carstanjen verschwunden war, bildete sich zwischen Carstanjens Garten (Park an der Mülleimer Straße) und der Bismarckstraße eine Brachfläche, auf der Kräuter und Sträucher wucherten. Zuletzt war diese Fläche von Birken, den am schnellsten wachsenden Bäumen, dominiert. Ein richtiger Birkenwald war entstanden. Warum hat man es nicht dabei belassen, der Vegetation freies Mitwirkungsrecht bei der Gestaltung der Stadtlandschaft zu überlassen? Doch es gilt das fatale Prinzip „Wo Fläche, da Planung“.
Da steht jetzt als Folge von Baulärm eine Bildungs-Fabrik (rechts), und Carstanjes Garten ist zu deren Vorgarten geworden, also vergrößert, aber nicht verschönert – besonders bei so trübem Wetter.
Im Hintergrund: Das runde Haus mit schiefem Dach ist auch von Foster.
Das Zentrum für Berufliche Bildung und Weiterbildung (ZBW) ist anscheinend kein Hort der fröhlichen Wissenschaft. Ein solcher müßte anders aussehen.
Das beste an dieser Architektur ist das Unkraut, das vor ihren Portalen wuchert.
Ich will ja gar nicht bestreiten, daß diese Architektur ihren eigenen ästhetischen Reiz entfaltet. Er würde sich steigern, wenn der Architekt anschließend sein Werk einpacken und wieder mitnehmen würde.
WIRD FORTGESETZT.
Das Foto zum Zwanzigsten
„About the Flowers an the Trees“
Eigentlich will ich am ersten richtig warmen Samstag des Jahres an der Sechs-Seen-Platte herumwandeln. Aber ich hatte keine Fahrkarte. Also bin ich durch die Straßen gewandelt.
Eine Freundin hatte mir gegenüber ihre Verwunderung darüber geäußert, daß ihr Gatte (Kommunist) immer nur Blumen und Pflanzen fotografiert. Heute mache ich das auch, und ich bin immer noch in der Partei.
Froh kann sein, wer hinter dem Haus einen blühenden Baum stehen hat (froh das ganze Jahr über, nicht nur in der Zeit der Baumblüte).
Helles Grün vor hellem Blau. Das wird sich ändern.
Kondensstreifen.
Im Botanischen Garten ist für Narzissen gesorgt.
„Narzissus und die Tulipan / Die ziehen sich viel schöner an, /Als Salomonis Seide“
dichtete Paul Gerhardt. (Mitten im Dreißigjährigen Krieg besang er die Schönheit des Lebens).
Im Café des Botanischen Gartens haben sich (meist ältere) Leute versammelt, um es sich gut gehen zu lassen.
Aufnahme trotz Gegenlicht gelungen.
Der Wander-Zyklus hat begonnen
Vorgestern: Der Wander-Zyklus hat begonnen – eigentlich zwei bis drei Wochen zu spät in diesem Jahr. „Man kommt ja kaum noch zu was.“
Manches Gesträuch ist schon in voller Blühte.
Wald mit Bahnanschluß.
Soul!
So habe ich Ihnen das vor einem Jahr gezeigt.
Und so sah das vorgestern aus:
(Bilder anklicken zum Vergrößern).
März
März
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Daß von den Blümlein allen,
Daß von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein!
Sollt‘ ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.
Goethe
Das Foto zum Zwanzigsten
Herbstlicht
Die Händelstraße hat in wenigen Tagen die Farbe verändert (vergleiche „Foto zum Zwanzigsten“ unten).
Der Herbst hat nicht in jedem Jahr dieselben Farben. In einem früheren Jahr hatten alle Bäume auf der Lotharstraße im Herbst hellgelbes Laub, soweit man schaute. So habe ich das in den Jahren danach nie wieder gesehen. Auch im vorigen Jahr nicht.
Auch in diesem Jahr nicht.

Uni-Gelände.
Die Heinestraße ist auch so’ne Gelb-Straße.
Erinnern Sie sich an den Kirschbaum im Frühling?
Jetzt ist er errötet.
So hab ich das auch noch nie gesehen.
Achten Sie auf sowas? Achten Sie mal auf sowas.
Spätsommer? Frühherbst?
Wie die grauen Haarsträhnen im dunklen Haar. Ein paar gelbe unter den grünen Blättern.
Spätsommer oder Frühherbst?
Der Sommer ist dieses Jahr erst spät gekommen, und er scheint sich schneller zu verabschieden als in den letzten Jahren. Ich war gar nicht viel unterwegs.
Der Abschied vom Sommer fällt mir nie leicht. In der Abenddämmerung durch die Straßen zu gehen, wenn das Scheinwerferlicht der Autos sich auf dem nassen Asphalt spiegelt – das macht melancholisch.
Dabei erinnere ich mich doch stets daran, daß einige der besten Ideen im Herbst ersonnen und verwirklicht wurden, daß einige der fruchtbarsten Anstrengungen und Begegnungen im Herbst stattfanden, und daß der Herbst einige der besonders feinen Abenteuer bescherte.
So ist es doch, nicht wahr, November-Girl?
(Falls Du das liest).
(Und falls Du Dich überhaupt an mich erinnern willst).
Nutzlos und frei
In der Stadt, deren Einwohnerzahl in einem Vierteljahrhundert sich um 100.000 verringert hat, wird immer noch Fläche verbraucht.
Felder, über die man den Blick schweifen lassen kann, sind selten geworden. Da ist man ja schon froh, wenn es auch nur mal 50 Meter sind, wo das Gras ganz frei und nutzlos (unausgewertet) vor sich hinwächst.
An der Lotharstraße in Neudorf.
Wie lange geht das noch gut?
..
Ein Fest für die Singvögel
Haselmäuse
Die dänische Regierung hat sich entschlossen, etwas für die Haselmäuse zu tun. Um Gefahren von den Haselmäusen abzuwenden, wird sogar überlegt, eine geplante Autobahntrasse zu verlegen. Dazu läßt sie sich von Zoologen den Bewegungsradius von Haselmäusen erklären. Haselmäuse bewegen sich in einem Revier von etwa 200 Metern Durchmesser.

Ich nutze diese Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, daß nicht jedes Tier, das „Maus“ genannt wird, auch eine Maus ist. Die Haselmaus gehört nämlich gar nicht zur Nagetierfamilie der Mäuse.
Auch die Spitzmaus ist keine Maus, auch wenn sie so heißt. Die Spitzmaus ist mit den Mäusen nur insoweit verwandt, daß sie gemeinsam mit ihnen zur Klasse der Säugetiere gehört. Die Spitzmaus gehört aber nicht zur Ordnung der Nagetiere, sondern zu den sogenannten Insektenfressern. Sie ist also mit den Igeln und Maulwürfen verwandt.
Insektenfresser sind kleine Sohlengänger mit einem Gebiß aus kleinen spitzen Zähnen. Zu Nagezähnen ausgebildete Schneidezähne hat die Spitzmaus nicht. Im Unterschied zu den Mäusen, die als „Schädlinge“ gesehen werden, macht sich die Spitzmaus durch das Vertilgen von Schädlingsinsekten nützlich. Geringe Sympathie genießt sie allerdings bei den Imkern.
Wenn auch ebenfalls nicht zu den Mäusen zählend, gehört die Haselmaus immerhin zu den Nagetieren. Sie ist mit den Mäusen zwar verwandt, gehört aber zur Familie der Bilche, also zu den nahen Verwandten der Eichhörnchen. Es ihren Verwandten gleichtuend kraxelt die Haselmaus auf Ästen und Zweigen herum und baut etwa zwei Meter über der Erde Nester in Sträuchern.
Haselmäuse sind in Mittel- und Nordeuropa verbreitet. Die dichteste Population von Haselmäusen befindet sich in Dänemark, und zwar auf der Insel Fünen in der Umgebung von Svendborg.
In den Svendborger Gedichten werden allerdings die Haselmäuse an keiner Stelle erwähnt. Wahrscheinlich deshalb nicht, weil ein Gespräch über die Bäume, auf denen die Haselmäuse herumklettern, fast ein Verbrechen ist.
Foto: Björn Schulz / Wikipedia http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Haselmaus.JPG





























