Hatten wir in diesem Monat schon den Kessel des Monats? Nein? Noch nicht?
Hatten wir diesen Kessel schon?
Ich finde der paßt. Der Kessel auf der Koloniestraße paßt gut zum Oktober.

Die Bilder, die Sie hier sehen, sollen zum Denken anregen. Sie können zum Beispiel darüber nachdenken, was das soll.
Neu in der Weltbühne: Über Sahra Wagenknecht auf ihrem Trip
Klaus Weber (Hg.): Wagenknecht – nationale Sitten & Schicksalsgemeinschaft. Argument Verlag. 288 S. Broschiert 15,00 €
Der Verlag stellt sein Buch vor:
Wie erkennen wir, was einem neuen Faschismus Vorschub leistet? Dazu muss das Zusammenspiel von ökonomischen, juristischen, kulturellen und weiteren materiellen wie ideologischen Faktoren untersucht werden – aber es sind auch konkrete Personen, die an der Etablierung neuen faschistischen Denkens mitwirken. Die Reihe gestalten der faschisierung versucht aktuelle Tendenzen und aktive Ideolog/innen in Philosophie, Literatur und Politik auszumachen.
Dass Wagenknecht keine »Faschistin« ist, darüber sind sich die Autoren einig. Und doch baut sie Brücken ins neofaschistische Lager, hat ihren antikapitalistischen Standpunkt eingetauscht gegen einen, der den deutschen Kapitalismus (den sie Marktwirtschaft nennt) unterstützenswert findet, und kultiviert idealistisch-konservatives und reaktionäres Gedankengut (Natürlichkeit sozialer Gesellschaftsformen, Universalität historisch-spezifischer Sachverhalte, Identitätstheorien etc.). Zeit für eine kritische Auseinandersetzung mit Wagenknechts ökonomischen, politischen und kulturellen Diagnosen und Perspektiven.
Inhaltsverzeichnis:
Klaus Weber: Deutsche Schicksalsgemeinschaft und völkischer Nationalismus: Gesellschafts- und Politikverständnis einer ehemaligen Kommunistin
Michael Wendl: Marktwirtschaft statt Kapitalismus – Wagenknechts ökonomisches Glaubensbekenntnis. Vom »einfachen« Marxismus zur ordoliberalen Kapitalismuskritik
Ernst Wolowicz: Wagenknechts Drei-Schichten-und Zwei-Lager-Modell: wenig originell, empirisch nicht unterlegt und zu einfach
Peter Bierl: Von Ulbricht zu Erhard. Sahra Wagenknecht als Brückenbauerin nach rechts
Wolfgang Veiglhuber: Gemeinsinn, Zusammenhalt und Nation: Eine nationale Perspektive ohne Kapitalismuskritik
Klaus Weber: Entsorgung der Vergangenheit? Brief an Sahra Wagenknecht
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WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !
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Balla Balla oder Premiers im Wandel der Zeiten
Hätte die Litz Truss mit ihrem Rücktritt nicht noch zwei Tage warten können? Wenn Regierungen schneller futsch sind als die Karikatur fertig ist, dann gerät die bürgerliche Demokratie in eine Schieflage.
Aber vielleicht träumt die von einem Comeback nach sechs Wochen, wie dieser Klon August mit seiner geföhnten Strubbelfrisur.
Das Foto zum (Einund)Zwanzigsten
Look up to the sky
Atomkraft nein danke
Der Bundeskanzler hat ein „Machtwort“ gesagt, und drei Atomkraftwerke bleiben länger in Betrieb als das Gesetz (bisher) erlaubt(e), nämlich bis April – aber wer weiß wie lange wirklich.
Der Ministerpräsident von Niedersachsen meint, das Atomkraftwerk Emsland weiterlaufen zu lassen wäre überflüssig.
Aber darum geht es ja gar nicht. Die Entscheidung hat mit Energiepolitik oder gar Versorgung mit elektrischem Strom nichts zu tun.
Es gab eine Vereinbarung der Koalition über den auf drei Monate verlängerten Betrieb von zwei Atomkraftwerken. Aber dann kam die Landtagswahl in Niedersachsen, bei der die FDP, diese überflüssige Partei, rausflog. (Das sind die kleinen Freuden des Alltags). Und darum meinte der Lindner, dieser Luftikus, „was kümmert mich meine Zusage von gestern“. Irgendeine energiepolitische Bedeutung hat er dabei nicht im Sinn.
Und so stehen sie also da:
Der Scholz mußte mal vormachen: Basta kann ich auch.
Die Grünen zeigen mal wieder, wie Polizik funktioniert. Die Partei dringt nicht in den Staat, sondern der Staat dringt in die Partei.
Es gibt bestimmt auch Leute, die sich an die FDP als eine Stütze sozialliberaler Reformpolitik erinnern. Aber auf Dehler, Scheel, Baum, Flach, Hamm-Brücher et al folgten Westerwelle und dann noch dieser Lindner, und aus der bürgerlich-liberalen Partei wurde ein Club der Gigolos.
Typo-Grafik: Projektgruppe Pudding und gestern.
afas auf youtube
Das müßt ihr gucken und euch anhören: afas auf youtube.
Das Archiv für alternatives Schrifttum ist eine gute Idee. Ihr müßt das machen wie ich und Mitglied werden. Schon ab 25 Euro Jahresbeitrag (für Einzelpersonen. Institutionen 150 Euro) ist man dabei.
Wer nicht ein Leben lang Mitglied sein will, kann ja auch mal sporadisch was springen lassen.
Afas muß bleiben.
Offenes Atelier
Auch in diesem Jahr wieder: Offene Ateliers.
Duisburger Künstler öffnen wieder ein Wochenende lang ihre Ateliers für Interessierte.
Auf eine besondere Veranstaltung mache ich aufmerksam:
Angela Großpietsch (lütt huis) erläutert:
„Gehandarbeitet hab ich immer schon gern, am liebsten gleich drauf los. Diesem Impuls geb ich nun nach, die Arbeiten entstehen weitgehend ohne Plan, Figuren und Gegenstände entwickeln sich beim Tun, dabei bleiben sie oft mehrdeutig und schemenhaft. Die akkurat handwerkliche Fertigkeit tritt dabei in den Hintergrund, Strukturen, Muster und Farbwahl ergeben sich aus dem experimentiellen Umgang mit dem Sujet.“
Einige Arbeiten von lütt huis erschienen als Postkarten in der Serie Situationspostkarten (s.o.). Und einfach mal auf das Schlagwort klicken.
Das DISS ist ein Ort, an dem sich Kunst und Wissenschaft nicht im Weg stehen. Darum darf man auf die künstlerischen Arbeiten des beachteten Wissenschaftlers Jobst Paul gespannt sein.
Ich gehe da auch hin, und zwar am Samstag. (Am Sonntag bin ich anderweitig in Anspruch genommen).
Deckel drauf!
Nicht unbedingt
Was wird gesendet, und wie wird es empfangen?
Frage an Radio WDRiwan:
„Trifft es zu, daß der ‚Kabarettist‘ Dieter Nuhr in einem Radiosketch am 13. Oktober 2022 behauptet hat, der Corona-Virus wäre von Gesundheitsminister Lauterbach erfunden worden?“
„Nein, das hat er sooo nicht gesagt.“
„Aber sooo wird es verstanden, von den Dummen, die dem gern zuhören.“
Look up to the Sky
Hilfe für Kuba
Die gute Nachricht des Tages
Die rote Karte
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Good old everlasting Sternbuschweg. Oktober 2022
Endlich komplett: Die „Duisburg-Trilogie“ von Fakir Baykurt
Neu in der Buchhandlung Weltbühne: Fakir Baykurt: Die Duisburg-Trilogie. Drei Bände im Schuber, zusammen 1352 S. Dialog-Edition. 60 Euro.
Band 1 „Hochöfen“
Band 2 „Vater Rhein“
Band 3 „Halbes Brot“

Buchpremiere am Dienstag, 11. Oktober 2022, 20.00 Uhr
Zentralbibliothek, Verein für Literatur Duisburg, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg
Eva Lacou/rHartwig Mau
„Die Duisburg-Trilogie“
von Fakir Baykurt (1929-1999)
Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian und Tayfun Demir
Von 1979 bis zu seinem Tod am 11. Oktober 1999 lebte der türkische Schriftsteller Fakir Baykurt in Duisburg. Hier entstand eine Romantrilogie, die das Leben der Migranten in ihrer neuen Heimat mit den engen Bezügen zu ihrem Herkunftsland beschreibt – kenntnisreich und einfühlsam.
Nachdem 2011 der Roman „Halbes Brot“ in einer deutschen Übersetzung in der Dialog-Edition erschienen ist, liegen nun auch die Romane „Vater Rhein“ und „Hochöfen“ in Deutsch vor und werden damit einem breiteren Lesepublikum zugänglich.
Die beiden Übersetzer geben einen Einblick in ihre Arbeit und stellen die Bedeutung dieses umfangreichen Romanepos vor. Neben seinem literarischen Wert ist es ein bedeutendes Stück Duisburger Zeitgeschichte.
Eintritt: 6,– € / VVK 5,– €
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Wieder ein Fest für alle
Kommt zum „Fest für Alle“ am 9.10. von 15-19 Uhr im Böninger Park!
Lernen wir uns kennen, trinken und essen gemeinsam und hören Musik – umsonst und draußen!
Am „Suppkultur“-Pavillon bekommt ihr Essen und Trinken (Wer kann, gibt eine Spende). Syntopia steht im „Umfairteil“-Pavillon bereit! Dort könnt ihr warme Anziehsachen und Dinge abgeben, die ihr gerne teilen möchtet oder mitnehmen, was ihr braucht. Im „Forderungspavillon“ sammeln wir Eure Forderungen und Unterschriften unter unser „ManiFest“ und natürlich wird es auch wieder ein Bühnenprogramm geben, was wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.
Wenn ihr Fragen habt oder uns helfen und unterstützen möchtet, meldet Euch bei uns! Oder kommt am 03.10., ab 19 Uhr ins Zentrum für Kultur.
Bis dahin mit solidarischen Grüßen aus Hochfeld!
Look up to the Sky
Neu: Der Metzger 146
Die Ausgabe Nr. 146 ist erschienen.
So sieht die Zeitung aus:

Und das steht drin:
Felix Oekentorp (DFG-VK): Nein zur Hochrüstung! – Aktuell oder aus der Zeit gefallen? Widerstand gegen Hochrüstung ist unverändert das Gebot der Stunde.
Jakop Heinn: Und dann wollen alle auf einmal den Putin wieder haben. Wer steht in den Startlöchern, wenn Putin abdankt bzw, abgedankt wird? Manchen, die in Russland Einfluß haben, ist er zu „westlich“.
Ottokar Grobe: 99 Luftballons (auf ihrem Weg zum Horizont). Deutschland hat eine Exilregierung, die residiert in Moskau. Bundeskanzler ist jetzt Ralph Thomas Niemeyer (übrigens der Ex-Gatte von Sahra Wagenknecht). Der Exil-Kanzler hat das Energie-Problem gelöst: Er will Gazprom-Gas in Luftballons hier hin bringen – oder sowas in der Art.
Helmut Loeven: China im Bild. Ohne die Provokationen durch die USA könnten Peking und Taipeh („Rotchina“ und „Nationalchina“) gut miteinander auskommen und weiterhin regen Handel miteinander treiben. Denn beide Chinas sind wirtschaftlich aufeinander angewiesen.
Matti und Paula in: Aktion. Comic-Strip von Timo Stoffregen.
Ludger Baack: Das Außenlager Ratingsee. Gedenken an das KZ-Außenlager in Duisburg-Meiderich.
Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Ein Pazifismus, der sich vor Konformisten rechtfertigt, der nicht Furcht einflößt und nicht Zähne zeigt, ist keiner; Was ist eigentlich der Lindner für einer? Muß man Winnetou kennen? Wagenknechts Querfront.
Tagebuch. Erinnerung an Detlef Stamm.
Wörterschlüssel. Zwei Seiten voll mit Wörtern.
Never mind. Der Scharfmacher, Madame Lupo, Reichsmark, Ottokar Grobe, Jacobus Mayer, Jupp Schmitzvon, und Renate Scheutin in einer Grundsatzdiskussion. Die nackte Frau im Schaufenster (She’s not your kind).
Unbekannter Bekannter: Normahler Tahg im Finanzamt. Ein Beamter wird langsam verrückt. Cartoon auf Rechenkästen.
Simone Schmitz: Neudorf, drinnen, draußen. Drei Porträts.
Das Heft kostet 4 Euro.
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