50/40 Jahre 11. Mai (14-25)


Der Film, der vor 40 Jahren entstand, behandelt ein Ereignis, das vor 50 Jahren stattfand, und damit verbundene Assoziationen.


Der Titel des Films lautet „Der 11. Mai – Le Onze Mai“ (Hut-Film 1078, 35 Min.).




Fortsetzung folgt.

Der Film ist auf der DVD „Der 11. Mai und andere Kurzfilme von Helmut Loeven“ enthalten (Hut-Film DVD 2009, zusammen 98 Minuten) und für 12,50 Euro überall im Buchhandel (ISBN 978-3-935673-26-6) oder direkt in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich.

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Dieter Kunzelmann lebte 20 Jahre länger

Mißratene Gaudi oder Der Sündenfall.
„Palestina [sic] ist für die BRD und Europa das, was für die Amis Vietnam ist. Die Linken haben das noch nicht begriffen. Warum? Der Judenknax. […] Wenn wir endlich gelernt haben, die faschistische Ideologie ‚Zionismus‘ zu begreifen, werden wir nicht mehr zögern, unseren simplen Philosemitismus zu ersetzen durch eindeutige Solidarität mit AL FATAH, die im Nahen Osten den Kampf gegen das Dritte Reich von Gestern und Heute und seine Folgen aufgenommen hat.“ Dieter Kunzelmann

Neu in der Weltbühne: „Die meine Wege kreuzten“ von Walter Kaufmann

Das neue Buch von Walter Kaufmann liegt in der Buchhandlung Weltbühne für Sie bereit.
Sie können es sich auch von uns mit der Post zuschicken lassen.

Entscheiden Sie sich richtig!
Es kommt nicht nur darauf an, welche Bücher man liest, sondern auch, in welcher Buchhandlung man sie bestellt.
Unterstützen Sie die linke Buchhandlung, die in Zeiten wie diesen viel leisten muß.
Weltbühne muß bleiben

70 Jahre Israel

Wie klingt das:
„Wenn ich ein arabischer Führer wäre, würde ich nie einen Vertrag mit Israel unterschreiben. Es ist normal; wir haben ihr Land genommen. Es ist wahr, dass es uns von Gott versprochen wurde, aber wie sollte sie das interessieren? Unser Gott ist nicht ihr Gott. Es gab Anti-Semiten, die Nazis, Hitler, Auschwitz, aber war es ihre Schuld? Sie sehen nur eine Sache: Wir kamen und haben ihr Land gestohlen. Warum sollten sie das akzeptieren?“
David Ben-Gurion

Steve Winwood 70 Jahre

Steve Winwood wird heute 70 Jahre alt.
Seit über 50 Jahren: keine Effekte, keine Affekte, kein Showbizz, sondern gute, intelligente Musik.
Ein Multi-Instrumentalist, eigentlich Keyboarder, aber auch als Gitarrenspieler einer der besten. „John Barleycorn“ (Traffic, 1970) ist eines der dichtesten Alben, die jemals aufgenommen wurden.
Wenn man nach den wichtigsten und originellsten Könnern der Rock-Musik fragt, aber es dürfen nur fünf oder sechs Namen genannt werden (also: Jimi Hendrix, Zappa und drei oder vier weitere), wäre unter den drei oder vier weiteren doch bestimmt Steve Winwood zu nennen, oder?
Das müssen Sie sich mal anhören!
Wer wären dann die anderen zwei oder drei? Was meinen Sie?

50/40 Jahre 11. Mai (1-13)

Die rätselhafte Überschrift erklärt sich so:
Dieser Film, von dem hier in Fortsetzungen 38 Stills zu sehen sein werden, ist ein Film vom 11. Mai und über den 11. Mai.
Der Film „Der 11. Mai – Le Onze Mai“ (Hut-Film 1978, 35 Minuten) bezieht sich auf den 11. Mai 1968, an dem in Bonn die erste große zentrale Aktion der APO stattfand: der „Sternmarsch“ gegen die geplanten Notstandsgesetze. Zehn Jahre später suchte ich den Ort der Handlung wieder auf und kombinierte diese Außenaufnahmen mit Bilddokumenten (TV-Bilder, Faksimiles, Fotos etc.), die dieses eine Ereignis in den globalen, historischen, kulturell-ästhetischen, biografischen, sexuellen Kontext stellten.
Die Bilder wurden nicht erklärt und nicht kommentiert, dafür aber teilweise extrem verfremdet und scheinbar willkürlich montiert und somit der freien Assoziation überlassen.
Konkrete Fragen zu einzelnen Bildern werde ich gern, sofern möglich, beantworten.
Es heißt in der französischen Sprache nicht „l’onze mai“, wie man meinen könnte, sondern tatsächlich „le onze mai“.
Daß der Monat an einer Stelle „may“ geschrieben wurde, hat schon seine Gründe.
Bonn und insbesondere den Hofgarten habe ich in den Jahren danach aus höchstprivaten Gründen immer wieder aufgesucht (zuletzt 2007). Mir das nach 50 Jahren, also heute, alles noch mal anzugucken hatte ich ernsthaft erwogen.

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Allgemeine Karikaturenkunde: 1968/1978

Neben meinem Telefon lag ein Blöckchen zum Notieren.
Das war auch praktisch am 13. August 1968, als mich jemand anrief, den ich gar nicht kannte, der mir aber mit sehr vielen Worten etwas sehr Uninteressantes mitteilen wollte/mußte. Ich malte also mit’m Kugelschreiber ein Haus, dann in das Haus ein Fenster, und weil das Gespräch immer noch nicht zu Ende war, malte ich ein Auto, das gegen das Haus fuhr.
Und da der immer noch nicht aufhörte zu erzählen, malte ich in das Auto und in das Fenster zwei Männer, die den Vorfall mit gleichlautenden Kommentaren kommentierten.
Der hörte immer noch nicht auf. Ich malte (recte: zeichnete) auf das Haus einen Schornstein und in das Auto einen Kohle-Ofen mit einem Teekessel da drauf (ungewöhnlich). Von dem Aufprall ging zwar der Schornstein kaputt, der Teekessel aber stand stabil auf dem Ofen.

Die Krickelzeichnung fand ich später wieder und habe sie genau zehn Jahre nach der Skizze ins Reine gezeichnet (mit’m Filzstift) und einen Kommentar druntergeschrieben, damit keiner mir vorwerfen konnte, das wäre ja gar nicht politisch.

Erschienen auch in der Serie der Situationspostkarten.
Ein Werk, auf das ich stolz bin, weil es den Untergang der Bourgeoisie ein bißchen beschleunigt.

Karl Marx gratuliert Ihnen!

Um den 200. Geburtstag von Karl Marx zu feiern, gibt es eine Veranstaltung am Sonntag, 6. Mai von 11 bis 14 Uhr in Duisburg-Kasslerfeld im Haus Kontakt, Scharnhorststraße 32.

Die Buchhandlung Weltbühne ist mit einem Büchertisch dabei.

Wer hier anklickt, erfährt mehr über das Haus Kontakt und kann sich dort auch den Anfahrtsweg anzeigen lassen.

Neu in der Weltbühne: Anne Wiazemsky über den Mai ’68 in Paris

Anne Wiazemsky: Paris, Mai ’68. Ein Erinnerungsroman. Aus dem Französischen von Jan Rhein. Verlag Klais Wagenbach 2018 (Reihe SALTO). 168 S. Fadengeheftet. Rotes Leinen. Gebunden mit Schildchen und Prägung. 18 Euro

Verlagstext:
Für die junge Schauspielerin ist alles neu: ihre plötzliche Berühmtheit und die Ehe mit Jean-Luc Godard, die Welt ihres Mannes und die Themen, die Studenten, Arbeiter und Intellektuelle auf die Barrikaden treiben.
Januar 1968. Das frisch verheiratete Paar Godard-Wiazemsky bezieht sein »Liebesnest« im Pariser Quartier Latin. Godard ist siebenunddreißig, Wiazemsky zwanzig Jahre alt. Als im Mai die Revolte losbricht, verfolgt Anne das mit Sympathie und Interesse, ohne selbst politisiert zu werden. Sie steht mit Jacques Brel vor der Kamera und nimmt gelegentlich auf Rollschuhen an den Demonstrationen teil. Anne Wiazemsky erzählt von Dreharbeiten in Italien oder von der Rückreise aus Cannes mit Gilles Deleuze, von ihrem Jugendfreund Daniel Cohn-Bendit und von der Begegnung mit den Beatles in London, wo Paul McCartney sie auffordert, mit ihm unterm Tisch Tee zu trinken. Während sie ihre Jugend und den neuen Ruhm genießt, erwachsener wird und sich befreit, radikalisiert sich Godard zusehends. Er träumt von einem revolutionären Kino und wird zugleich krankhaft eifersüchtig auf seine junge Frau.
Nach dem erfolgreichen Roman »Mein Berliner Kind« erscheint nun dieses spannende, subjektive Erinnerungsbuch voller Anekdoten – ein authentisches Zeugnis der 68er-Aufstände in Frankreich und eine berührende Liebesgeschichte.

Kaufen/bestellen Sie dieses Buch in der (Versand-)Buchhandlung Weltbühne.
Fragen Sie dort nach weiteren Büchern der Autorin.
Strukturen der Aufklärung müssen gerettet werden. Weltbühne muß bleiben.

Zu Anne Wiazemsky siehe auch DER METZGER Nr. 124

Ich? Bei den Grünen?

Bitte beachtet diese Veranstaltung der Grünen in Duisburg:
Werner Muth muß seine Stimme schonen und hat einige Kolleginnen und Kollegen gebeten, Texte des Programms vorzulesen. Auch mich. Da habe ich natürlich sofort zugesagt.
Das ist an der Ecke Kardinal-Galen-Straße, da wo früher das italienische Restaurant war, wo wir so gern hingingen.

Werner Muth (C) Merkfoto

Werner Muth, wißt ihr doch, ist der.