Bücher im Jahr der Jahrestage (f)


Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs. Edition Nautilus 192 S. mit zahlreichen Abbioldungen. 16 Euro

Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. „Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde, da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919, und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete“, wie Paul Levi es 1929 in seinem berühmten Plädoyer im Prozess um die Hintergründe des Mordes formulierte.
Der Fall Luxemburg/Liebknecht war sozusagen der Sündenfall, „in dem Mörder mordeten und wussten, die Gerichte versagen“ (Levi). Über Jahre hinweg folgten Verdrehungen, Verdunkelungen, Vorschubleistungen, falsche Verdächtigungen und Selbstbezichtigungen der Tat. Insbesondere der Prozess vor dem Kriegsgericht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, der die Mörder selbst angehörten, eine Justizposse, machte aus der Tragödie eine Groteske, an der so mancher Sozialdemokrat kräftig mitwirkte. Als in den Zwanzigern das Eingeständnis eines Beteiligten und einige Jahre später mehrere Prozesse erstes Licht ins Dunkel brachten, war auch dies von juristischen Eiertänzen und politischen Rückzugsgefechten begleitet. Und so musste Ossip K. Flechtheim 1948 resigniert konstatieren: „Wie sich im einzelnen die politische, moralische oder juristische Verantwortung auf die verschiedenen Richtungen verteilte, wird wohl eindeutig nie mehr festgestellt werden können.“
Doch dann meldete sich, 1959 erst im kleinen Kreis und 1962 öffentlich, mit Waldemar Pabst einer der Verantwortlichen zu Wort, plauderte aus dem Nähkästchen und erntete wütende Proteste wegen der Dreistheit seines Geständnisses. Als dann 1966 Joseph Wulf die verloren geglaubten Akten des Kriegsgerichts der GKSD und weitere Akten der Staatsanwaltschaft aus den Jahren 1921 bis 1925 entdeckte, konnte, wenn auch gegen Widerstände, die Tat aufgeklärt werden als das, was sie war: brutaler Mord.
Klaus Gietingers Realkrimi über die Ermordung Rosa Luxemburgs ist das spannend zu lesende und reich illustrierte Standardwerk, das die Hintergründe der Tat erklärt, Täter und Drahtzieher vorstellt und deren Karrieren bis zu ihrem Ableben verfolgt.

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Kaspertheater

Aber gern hänge ich das Plakat für das Kaspertheater ins Fenster.

Die ersten Dramatiker waren die Puppenspieler und die, die auf dem Jahrmarkt Hanswurstiaden von derber Naivität aufführten (laut). Die ersten Lyriker waren die Bänkel- und Moriatensänger. Die ersten Prosaisten waren die Märchenerzähler auf dem Marktplatz.
Als noch kaum jemand lesen konnte, gab es schon die Literatur. Bevor sie geschrieben und gelesen wurde, wurde sie gesprochen und gehört.
Und was haben wir hier? „Für Kinder ab 2 Jahre“. Sowas muß man erst mal übertreffen.
Der Wachtmeister und das Krokodil sind bestimmt auch mit von der Partie.

Sowieso? Sowieso? Und das alles? Und überhaupt?

Ich war auf einer Party. Neben mir: Zwei unterhielten sich. Sie war eine, die ich kannte, Inge hieß sie, noch sehr jung, Eschhaus-Girl, nicht studentinnenhaft, keine Intellektuelle vom Typ her, sondern eher freakig, flippig, „spontan“. Ihn kannte ich nicht, junger Typ, runtergekommener Freak, nicht viel jünger als sie, vielleicht 18 Jahre alt. Er kannte sie wohl auch nur flüchtig.
Eigentlich redete nur er die ganze Zeit; Sie hörte geduldig zu.
Und er redete, daß alles keinen Zweck hätte, daß für ihn immer alles schief gegangen sei und sowieso immer schief gehen würde, und daß man sich gar keine Mühe zu geben braucht, weil ja sowieso alles keinen Zweck hat und sowieso wieder schief geht. Und wozu soll man was lernen, das bringt sowieso nix, und sowieso sind immer alle gegen einen. Und wenn man was braucht, dann haben die anderen das schon, und am Ende wird man sowieso reingelegt.
Als er seine Rede endlich beendet hatte, antwortete sie mit einem einzigen Satz:
„Lies mal ein gutes Buch.“

Helmut Loeven: Lies mal ein gutes Buch. Tagebuchnotizen im Dienste der Bedeutung
Trikont Verlag 2018
172 S. Paperback
14 €
Überall im Buchhandel erhältlich,
Am besten aber direkt bei:
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ISBN 978-3-945634-38-7

Streif 18/19

Hört auf mich und meine Empfehlung: Etwas mehr Aufmerksamkeit ist der neuen Ausgabe der Duisburger Kulturzeitschrift Streif, Ausgabe 2018/19 zu gönnen.

Ein Bericht in der Lokalpresse über die neue Ausgabe kam nicht, oder habe ich was übersehen? Die fünfte Ausgabe der jährlich erscheinenden Zeitschrift ist hier reingekommen. Sorgfältig und aufwendig gestaltet wie immer, diesmal mit größerem Akzent auf die bildnerische Komponente, mit 7 Euro sensationell preiswert.
Stacey Blatt (ich nenne sie: LA Woman) hat mit ihrem Team Text- und Bildbeiträge von Susan Feindt, Lothar Franke, Luise Hoyer, Martin Jürgens, Nicola Seitz, Ludger Heid und einigen anderen koordiniert.
Streif Duisburg – eine Stadt und ihre Geschichten, Ausgabe 2018/19 ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf), Tel. 0203-375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
Wer es sich nicht abholen kann, kann es sich per Post schicken lassen.

2018: Das war der Gipfel

Der Rückblick auf den Gipfel des Jahres:

GoGoGo (Hg.): Das war der Gipfel. Die Proteste gegen G20 in Hamburg. Verlag Assoziation A. 276 Seiten vierfarbig, zahlreiche Fotos. Für 24 Euro in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand).

Verlagstext:
Wochenlang bestimmte das Gipfelreffen der G20-Staaten in Hamburg die Schlagzeilen und polarisierte die öffentliche Meinung. Der größte Polizeieinsatz der Hamburger Geschichte traf auf den vielfältigen Widerstand von Protestierenden aus aller Welt.
Die Medien konzentrierten sich vor allem auf die heftigen Auseinandersetzungen im Schanzenviertel. Ereignisse, die auch im Buch breit und kontrovers diskutiert werden. Hinter den die Berichterstattung dominierenden Rauchschwaden der brennenden Barrikaden verschwand allerdings zugleich die beeindruckende Breite der Protestaktionen, die in diesem Buch in Wort und Bild dokumentiert werden.
Blockaden und Massendemonstrationen, der Gegengipfel für globale Solidarität, ein hedonistischer Rave, Performance- und Kunstaktionen sowie eine Flut von Plakaten, Stickern und Graffiti prägten und eroberten den öffentlichen Raum. Camp- und Schlafverbote scheiterten an der organisierten Antwort der Zivilgesellschaft, die mit Schlafplatzbörsen und Kirchen- sowie Kunstasyl für die G20-Kritiker aus aller Welt reagierte. Im Arrivati Park gab das Netzwerk Recht auf Stadt die erste Urban Citizenship Card Deutschlands aus. Die Mobilisierung auf Stadteilebene, das Netz der linken Zentren, das alternative Medienzentrum FC/MC waren Keimformen einer alternativen Vergesellschaftung von unten.
Der G20-Gipfel markierte zugleich eine neue Qualität polizeilicher Repression: Einsatz von Spezialkräften gegen Demonstranten, Gesetzesverschärfungen, Demonstrationsverbote, drakonische Haftstrafen – das Buch zieht auch hier eine kritische Bilanz.

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Weltbühne ist ein Bollwerk gegen die Dummheit in der Gesellschaft.
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Wir schenken uns nix

An dem Bekenntnis „Wir schenken uns nix“ erkennt man die Sich-dann-aber-doch-anders-Entscheider.
Da man die Bücher, die man im Dezember verschenken will, eigentlich schon im Oktober bestellt haben sollte, hier ein paar Vorschläge aus dem Bereich des aktuell Greifbaren.
Hier in der Buchhandlung Weltbühne vorrätig und mit einem Handgriff aus dem Regal hervorzuholen:

Marvin Chlada (Hrsg.): Störtebeker. Seeräuber, Volksheld, Legende – eine Anthologie. Trikont Verlag 100 Seiten, 10 Euro

Marvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens – Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 2013. 80 S. einige Abbildungen. Paperback. 12,50 Euro.

Lothar Röse: Rock und Zeit. Eine Tonspur im 20. Jahrhundert. Situationspresse. 138 S. Paperback, einige Abbildungen. 16 €.

Siegmar Wyrwich: Der achte Rodin. Edition SWY. 196 S. 11,80 Euro.

Helmut Loeven: Barbara lächelt. Wirklich wahre Geschichten, die tatsächlich passiert sind. Trikont-Verlag. 76 S. 10 Euro

Und hier auch noch eine CD:
Frank Baier: Wat’n Theater Mann. CD 15 Euro.

All diese Titel wurden hier im Weblog schon ausführlicher vorgestellt (mit Suchfunktion zu finden).
Wer sich was davon von hier aus mit der Post schicken lassen will, muß sich jetzt aber wirklich beeilen. Ansonsten haben wir hier offen von 11 bis 13 und von 15 bis 18,30, Samstag von 11 bis 14 und nächsten Montag (24.12.) wie samstags von 11 bis 14. Bitte bei den (Er-)Öffnungszeiten das akademische Viertel einkalkulieren.
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Sehr beliebt (besonders bei uns selbst) sind unsere speziellen Buchhandlung-Weltbühne-Geschenkgutscheine. Damit gelingt es, die Schritte neuer Interessenten in diese Buchhandlung zu lenken. Oder die Gutscheine werden nie eingelöst, was natürlich auch nicht schlecht ist.

Bücher im Jahr der Jahrestage (e)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.
Gerhard Hanloser: Lektüre & Revolte. Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition. Unrast Verlag 2018. 168 S. 9,80 Euro
Verlagstext:
Die wichtigsten Schriften und Proklamationen der „Neuen Linken“ transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als ‚Lesebewegung‘ verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines ‚oppositionellen Theoriemilieus‘ rangen Rudi Dutschke, Hans Jürgen Krahl, Ulrike Meinhof, Reimut Reiche und Karl Heinz Roth um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. In Kommunen, mit Betriebsarbeit und „bewaffnetem Kampf“ sollte dies als Fundamentalopposition bewerkstelligt werden. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Revolte von 1968 bietet das Buch eine pointiert geschriebene, kritische Aufbereitung der wichtigsten Literatur der außerparlamentarischen Opposition des vergangenen Jahrhunderts.

Bitte bestellen Sie dieses umstürzlerische Buch in der umstürzlerischen Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand möglich – auch ins Ausland).
Bitte bestellen Sie alle Bücher, die Sie brauchen (für Ausbildung, Beruf, Studium etc.) in der Buchhandlung Weltbühne.
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Bücher im Jahr der Jahrestage (d)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.
Lothar Binger: 68. selbstorganisiert & antiautoritär. Die Jahre 1967 – 1978. Sebstverlag 464 Seiten. 19,68 €.
Der Autor über sein Buch:
Alles auf Anfang. Ich habe in Westberlin seit 1968 in etlichen Initiativen mitgewirkt, die es so zum ersten Mal gab. 1968 der erste Berliner Kinderladen, 1969 das Kinderladen INFO, 1968 die erste deutsche Undergroundzeitung Linkeck, 1970 die ersten linken Kinderbücher, 1970 Beginn der Stadtteilarbeit in Kreuzberg, Gründung des Lehrlingstheaters Rote Steine, Produktion der ersten Ton Steine Scherben Single, 1971 die ersten erfolgreichen Berliner Hausbesetzungen des Jugenzentrums Kreuzberg und des Rauch-Hauses als Ergebnis der Jugendarbeit. 1972 startete mit der Gründung der GUM, dem GUM-INFO und 1974 mit dem Positionspapier der erste Versuch, die Undogmatische Linke auf ein theoretisches Fundament zu stellen und um im Frühjahr 1974 entstand mit dem INFO BUG (Berliner Undogmatischer Gruppen) ein wöchentliches Kommunikationsorgan für die Sponti-Linke in Westberlin, das über vier Jahre Bestand hatte. Das alles unter der Devise: Selbstorganisiert, undogmatisch, antiautoritär und selbstverständlich antikapitalistisch. Diese Aspekte können bis heute Geltung beanspruchen.
Außerdem ist der 68er-Aufbruch dargestellt mit seinen zahlreichen Facetten von der Erziehung, dem neuen Verständnis von Sexualität, von veränderten Frauen/Männerbeziehungen bis hin zu den Versuchen eines anderen Zusammenlebens in Kommunen/Wohngemeinschaften.

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WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Schafft Realität!

Liebe Leute: Verschickt Neujahrskarten!
Neujahrsgrüße auf Postkarten.
Vorderseite: das Motiv (Bild),
Rückseite: schriftlicher Neujahrsgruß, Adresse, Briefmarke.

Postkarten sind ein zweidimensionales optisches Medium im Format DIN-A-6, variabel nur als Hochformat und als Querformat. Innerhalb dieser engen formalen Kriterien ist inhaltlich fast alles möglich. Darum dient die Postkarte, seitdem es sie gibt, auch der Aufklärung und dem Fortschritt. Das nutzen wir. Postkarten sind ein subversives Medium, auch ein materielles, also realitätschaffendes Mittel.
Seit 1974 produziert die Situationspresse subversive Postkarten („Situationspostkarten“), und damit wollen wir auch gar nicht mehr aufhören.
Liebe Leute: Verschickt Postkarten. Aber nicht irgendwelche, sondern am besten nur Situationspostkarten aus der Situationspresse, auch deshalb, damit aufwendigere Projekte (Der Metzger, Buchhandlung Weltbühne, Buchproduktion, CD- und DVD-Produktionen) finanziert werden können.

Situationspostkarte 134

Situationspostkarte 135

Situationspostkarte 136

Situationspostkarte 141

Situationspostkarte 140

Situationspostkarte 59

Situationspostkarte 143

Situationspostkarte 145

Situationspostkarte 73

Situationspostkarte 100

Situationspostkarte 102

Situationspostkarte 104

Hier sehen Sie von oben nach unten je drei Karten nach Motiven von luett huis, Magda Gorny, Heinrich Hafenstaedter und noch drei.
Klicken Sie den Postkartenkatalog http://www.buchhandlung-weltbuehne.de/postkarten.html
Da haben Sie die ganze Auswahl.
Eine Postkarte kostet in der Regel 1 Euro.
Mindestbestellwert im Versand ist 2 Euro (wegen Versandkosten).
Das würde zum Beispiel bedeuten:
5 Postkarten 5 Euro,
4 Postkarten 4 Euro,
3 Postkarten 3 Euro,
2 Postkarten 2 Euro,
1 Postkarte 2 Euro.

Wer Postkarten hier im Laden kauft, kann auch 45-Cent-Briefmarken (Inlandsporto) kriegen.
Für Zu-Fuß-Kunden: Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf)
Für Digital-Kunden: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

Greifen Sie hinein!

Das Duisburger Jahrbuch 2019 ist erschienen mit einem Bericht über das Syntopia

Neu in der Weltbühne: Das Duisburger Jahrbuch 2019 aus dem Mercator-Verlag

Der Bericht in der WAZ vom 30. November:
Es ist also eine ergiebige Auswahl interessanter Themen. Ich hab mich gefreut, bei der Buchpremiere Heinz Martin zu treffen, den viele durch den Bericht im Jahrbuch kennenlernen können. Auch der Bericht über das AfaS-Archiv ist zum Lesen empfohlen.
Auch das sollte interessieren: Mein Beitrag im Jahrbuch 2019 ist der Bericht über das Syntopia (5 Seiten).

Das Buch (204 Seiten im Großformat, durchgehend farbig illustriert) ist für 16,90 Euro in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich, auch im Versand.

Bücher im Jahr der Jahrestage (c)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.

Dietmar Dath: Karl Marx. 100 Seiten. Reclam Verlag 100 S. 11 Abb. und Infografiken. 10 Euro
So spricht der Reclam-Verlag:
Im Januar 2009 wurde Dietmar Dath vom Spiegel gefragt, ob er für die „Beseitigung des kapitalistischen Systems“ sei. Seine Antwort: „Absolut.“ Mit diesem Beitrag zu Karl Marx’ 200. Geburtstag hat Dath nicht nur ein äußerst persönliches Buch über Marx geschrieben, sondern eines, das in seiner Klarheit und Dynamik gleichzeitig eine brillante Einführung in die Marx’sche Lehre und deren Nachwirkung bietet. So zeigt er unter anderem, dass Marx das zu Bekämpfende immer zuerst einmal verstehen will und sich stets an der Praxis orientiert – zwei der vielen Gründe für seine anhaltende Aktualität.

Bitte bestellen Sie dieses marxistische Buch in der marxistischen Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand möglich – auch ins Ausland).
Bitte bestellen Sie alle Bücher, die Sie brauchen (für Ausbildung, Beruf, Studium etc.) in der Buchhandlung Weltbühne.
WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Arnold Zweig

In der Frankfurter Rundschau von Samstag erinnerte Wilhelm von Sternburg an den 50. Todestag von Arnold Zweig (heute).
Arnold Zweig (1887-1968) erlebte die Turbulenzen seiner Zeit und stellte sie in seinen Romanen dar. Der preußisch-konservative Nietzscheaner wurde durch den Ersten Weltkrieg zum Republikaner und entschiedenen Pazifisten. Die Nazizeit verbrachte er als Flüchtling in Palästina. Nach dem Exil lebte er in der DDR.
Aufmerksamkeit bekam er für seinen frühen Roman „Novellen um Claudia“ (1912) über die Seelennöte und inneren Kämpfe eines um Aufrichtigkeit in der Liebe ringenden jungen Paares, das gegen Vorurteile und Konventionen ankämpfen muß.
Den Ersten Weltkrieg hat er in einem Romanzyklus beschrieben. „…ich habe gelernt, wie der Bodensatz der Kreatur aussieht, aus dem wir gemacht sind“, läßt er eine seiner Romanfiguren sagen, „welcher Größe und welcher Gemeinheit Menschen fähig sind…“ Tucholsky schrieb in der Weltbühne: „Endlich einmal wird der Krieg gar nicht diskutiert, sondern mit einer solchen Selbstverständlichkeit abgelehnt, wie er und seine Schlächter es verdienen.“ Ebenso entschieden seine Haltung in dem Anti-Nazi-Roman „Das Beil von Wandsbek“.
„Fünfzig Jahre nach seinem Tod ist der Schriftsteller Arnold Zweig nahezu ein Vergessener“, stellt Sternburg fest und nennt im nächsten Satz den Grund: „Auf dem aktuellen Buchmarkt gibt es derzeit keine preisgünstige Taschenbuchausgabe mehr, sondern nur noch die bislang unvollendet gebliebene Gesamtausgabe des Aufbau-Verlages.“ In Zeiten, in denen (vor vier Jahren) an den Beginn des großen Völkergemetzels erinnert wurde und in diesem Jahr an das Ende, ist die Editionspolitik des Aufbau-Verlages rätselhaft.

Von den Taschenbuch-Ausgaben, einst bei Fischer und bei Aufbau erschienen, ist in der Buchhandlung Weltbühne nur noch ein schmaler Rest. Um die modernen Klassiker der humanen Literatur dem Vergessen zu entreißen, muß(te) man beizeiten bunkern, was eine kleine und in linken Kreisen gern ignorierte Buchhandlung gar zu sehr überfordert.
Die gebundene Sonderausgabe von „Junge Frau von 1914“ ist hier noch erhältlich, und von der Werkausgabe „Novellen um Claudia“, mit 23 Euro noch halbwegs erschwinglich.
Selbstverständlich besorge ich gern die anderen Bände.
Bitte bestellt Anti-Kriegs-Literatur (und nicht nur Anti-Kriegs-Literatur) in der Anti-Kriegs-Buchhandlung (und nur dort).
WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Neu in der Weltbühne: Das heimliche Auge römisch XXXIII


Mein heimliches Auge. Das Jahrbuch der Erotk XXXIII (33). Herausgegeben von Claudia Gehrke und Uve Schmidt. Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke 2018. 320 S. mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen. 16,80 Euro
Schlagworte im VLB: Männer, Frauen, Lust, Beziehungen, Liebe, BDSM
Verlagstext: Erotisch, ehrlich, direkt und nah am Leben. Kurzgeschichten, Gedichte, Sachtexte, Gespräche und viele Bilder: Zart, hart, heiter, anregend, erregend, leidenschaftlich und romantisch. Lust wie sie wirklich ist, auch mit Peinlichkeiten und Hängern, störendem Alltag und mit außerirdischen Höhenflügen. Kurze heiße Momente und langjährige Lieben, Verabredungen. Weibliche und männliche Lust und alles dazwischen, intensive Orgasmen, Schmerzlust und Beziehungs-Spiele. Schubladengrenzen überschreitende Begegnungen. Sehnsucht.

Erotik muß störend wirken, um sich zu befreien. (Ich könnte, etwas schonender, auch „überraschend“ sagen). Wünschenswert ist eine Erotik, die nicht vom störenden Alltag beengt wird, sondern diesen Alltag stört.
In der sex-positiven Buchhandlung Weltbühne sind die meisten der 33 Bände ab Nr. 1 noch vorrätig oder können noch besorgt werden. Fragen Sie mal nach, wenn Ihnen einzelne Bände fehlen. In einem der 33 Bände bin ich ja auch drin mit einem Text und einem Bild. Aber in welchem Band müssen Sie schon selbst rausfinden.

Kaufen und bestellen Sie alle Bücher, die sie brauchen und wollen in der Buchhandlung Weltbühne, wo man sich auch heute noch was traut.
Weltbühne muß bleiben.

Früher und heute falsch und richtig


Eine alte Postkarte von der edition sehStern (so geschrieben) ohne Jahresangabe, aber mit vierstelliger Postleitzahl (1000 Berlin).
Die SehStern-Editoren können nichts dagegen haben, wenn ihre Produktion hier wieder zum Vorschein kommt. Die Postkarte steht (wahrscheinlich als letztes Exemplar) in einem der Postkartenständer in der Buchhandlung Weltbühne, wo nichts verramscht, nichts remittiert und nichts ausrangiert wird, weil von den Beständen, die sich seit Ende der 60er Jahre hier sammeln, nichts unaktuell wurde.

Neu in der Weltbühne: Antifaschistischer Taschenkalender 2019

Kalendergruppe – Antifa (Hg.): Antifaschistischer Taschenkalender 2019. Unrast-Verlag 212 S. Hosentaschenformat. Fadengeheftet. 7 Euro


Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
Die Textbeiträge nehmen die aktuellen gesellschaftlichen Themen – auch abseits des klassischen Antifaschismus – kritisch unter die Lupe und geben so einen guten Überblick über den Stand der Diskussion innerhalb der Linken.
Darüber hinaus werden in jeder Ausgabe Texte mit hohem Gebrauchswert für die konkrete politische Arbeit veröffentlicht. Vor allem der alljährliche kleine Rechtsratgeber hat sich seit Jahren auf Demonstrationen und bei politischen Aktionen als sehr hilfreich erwiesen.
Absolut unverzichtbar ist der Kalender für politisch Aktive aufgrund des umfangreichen und aktuellen Adressteils, der nicht nur Antifa-Gruppen, -Zeitungen, -Telefone und Internetseiten umfasst, sondern auch sämtliche Infoläden, Rechtshilfegruppen und viele weitere linke Gruppen.
Um die Lebensdauer des vielbenutzten und damit arg strapazierten Kalenders zu optimieren, erscheint er in der unverwüstlichen fadengehefteten Version.

Bitte JETZT ordern (auch im Versand möglich), denn erfahrungsgemäß sind die Kalender schon lange vor Jahresbeginn vergriffen, und einen Vorrat können wir nicht anlegen.
Bestellt Bücher in der antifaschistischen Buchhandlung und sonst nirgends.
Weltbühne muß bleiben.

Neu in der Weltbühne: Metz / Seeßlen

Markus Metz / Georg Seeßlen: Der Rechtsruck. Skizzen zu einer Theorie des politischen Kulturwandels. Verlag Bertz + Fischer. 240 Seiten. Paperback. 12 Euro.

Der Verlag über das Buch:
Ein Gespenst geht um in Europa und anderen Ländern des einstmals so goldenen Westens, das Gespenst des Rechtspopulismus. Und wie es so geht mit Gespenstern: Es nährt sich von der Furcht, es wirkt durch grausige Effekte, und oft genug steckt hinter dem gespenstischen Spuk noch etwas anderes als die ewige Wiederkehr des Totgesagten. Der scheinbar unaufhaltsame Weg von den repräsentativen Demokratien zu totalitären, populistischen und neu-nationalistischen Regimes hat Ursachen, Medien, Sprachen, psychologische, ökonomische und kulturelle Wirkkräfte, die erst durch die gegenseitige Verstärkung solch einen phänomenalen Sog erzeugen.
Es gibt nicht den einen und alles erklärenden Grund für den größten politischen Rückschritt der letzten Jahrzehnte, der von Trump zu Orbán, von der AfD zu den Neofaschisten, von der Neuen Rechten zu den populistischen Parolen gegen »Establishment« und »Lügenpresse« reicht. Vielmehr erleben wir ein unübersichtliches, oft sogar widersprüchliches Durcheinander von Symptomen und Krankheiten einer Demokratie, die ihre besten Tage, wie es scheint, hinter sich hat.
Aber allen diesen Erscheinungen des Rechtsrucks sind zwei Eigenschaften gemeinsam: Sie sind nicht geheimnisvoll, und sie sind nicht schicksalhaft. Sie sind vielleicht immun gegen einen vernünftigen Dialog – gegen Erkenntnis und Analyse dagegen nicht. Zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht, ist die erste Waffe der demokratischen Zivilgesellschaft im Kampf gegen den Rechtsruck und die Wiederkehr von Nationalismus, Rassismus und Faschismus. Das beste Mittel gegen Gespenster ist, ihnen furchtlos, aufrecht und mit genauem Blick entgegenzutreten.
Die Autoren:
Markus Metz, geboren 1958, Studium der Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, arbeitet als freier Journalist und Autor vorwiegend für den Hörfunk. Lebt in München. Jüngste Buchveröffentlichungen (zusammen mit Georg Seeßlen): »Kapitalistischer (Sur)realismus. Neoliberalismus als Ästhetik«; »Freiheit und Kontrolle. Die Geschichte des nicht zu Ende befreiten Sklaven«; »Hass und Hoffnung. Deutschland, Europa und die Flüchtlinge«.
Georg Seeßlen, geboren 1948, Publizist. Texte über Film, Kultur und Politik für Die Zeit, der Freitag, Der Spiegel, taz, konkret, Jungle World, epd Film u.v.a. Zahlreiche Bücher zu Film, populärer Kultur und Politik, u.a.: »Martin Scorsese« (Reihe film: 6); »Quentin Tarantino gegen die Nazis. Alles über INGLOURIOUS BASTERDS«; »Tintin, und wie er die Welt sah. Fast alles über Tim, Struppi, Mühlenhof & den Rest des Universums«; »Sex-Fantasien in der Hightech-Welt« (3 Bände) und »Das zweite Leben des ›Dritten Reichs‹. (Post)nazismus und populäre Kultur« (2 Bände); »Trump. Populismus als Politik«; zusammen mit Markus Metz: »Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität«; »Kapitalistischer (Sur)realismus. Neoliberalismus als Ästhetik«; »Freiheit und Kontrolle. Die Geschichte des nicht zu Ende befreiten Sklaven«; »Hass und Hoffnung. Deutschland, Europa und die Flüchtlinge«.

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Wieder in der Weltbühne: Siegfried

„Siegfried“ ist eines von den Büchern, die nicht geschrieben wurden, sondern gesprochen (und dann vom Tonband abgetippt). Jörg Schröder diktierte sein Meisterwerk dem Kollegen Ernst Herhaus. Das war 1972.

Jörg Schröder erzählt sein Leben als Verleger. Nach einigen Stationen in der Branche stieg er als Geschäftsführer beim ruinösen, unbekannten Melzer-Verlag ein, machte Melzer zu einer Marke, die heute noch Klang hat. Josef Melzer dankte es ihm nicht. Er setzte Schröder vor die Tür und hatte das Nachsehen. Denn Jörg Schröder gründete von einem Tag auf den anderen (1969 war das) den März-Verlag. Die Melzer-März-Story ist der Kern der Verleger-Memoiren – oder sollte man sagen „Verleger-Plauderei“? Das spannende, höchst unterhaltsame Buch wurde zu einem Skandal. Genannten und auch ungenannten Personen standen die Haare zu Berge, weil Schröder frank und frei ausplauderte, was das Publikum doch eigentlich nicht wissen muß. Von richtig dicken kriminellen Dingern kann kaum die Rede sein. Doch das Publikum muß doch eigentlich nicht wissen, wie es so zugeht auf dem Markt der Ideen und Schoten, der Eitelkeiten und Eifersüchteleien. Die Erregung nebst Gerichtsverfügungen rundeten den Schkandal ab.
Der März-Verlag mit seinen chartakteristischen gelben Einbänden verschwand und tauchte immer mal wieder auf, z.B. im Verbund mit Zweitausendeins, was auch nicht gut ausging. Da und dort erschienen Reprints oder Sammelcassetten.
Für diesen Buchherbst ist aus Anlaß des 80. Geburtstags von Jörg Schröder am 24. Oktober die Neuausgabe von Schröders „Siegfried“ angekündigt, jetzt im Verlag Schöffling & Co. Wer sich beim Lesen gern vergnügt, dem ist geraten: unbedingt zugreifen! (544 S., 28 €).
Die Neuausgabe erscheint mit erheblich erweitertem Umfang. Ergänzt wird die Neuausgabe mit einer umfangreichen Vita mit zahlreichen Abbildungen und Faksimiles: „Das ganze Leben. Jörg Schröders Vita“ aufgezeichnet von Barbara Kalender.
Auf ein verwandtes Buch will ich Ihr Interesse lenken: „Immer radikal, niemals konsequent. Der MÄRZ Verlag. Erweitertes Verlegertum, postmoderne Literatur und Business Art“ von Jan-Frederik Bandel, Barbara Kalender, Jörg Schröder, Verlag Philo Fine Arts. Das ist nicht nur die Geschichte dieses Verlages, sondern zudem ein weiter Blick in die prograssive (Gegen-)Kultur, in der März-Verlag (sich aus-)wirkte.
Und dann gibt es noch die DVD „Die MÄRZ-Akte“, ein „Dokumentar“-Film mit dem unvergleichlichen Horst Tomayer. (Findet man alles in der Weltbühne).

Bücher im Jahr der Jahrestage (b)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.

Stefan Bollinger: November ’18. Als die Revolution nach Deutschland kam. edition ost 2018. 256 S. (NB1422) 14,99 Euro
Im November vor 100 Jahren zerbrach die Monarchie, weil die Deutschen es leid waren, weiter Krieg zu führen und zu hungern. Nach russischem Beispiel entstanden Arbeiter- und Soldatenräte. Und während die einen die sozialistische Republik Deutschland gründen wollten, kanalisierten die anderen den revolutionären Furor und gründeten zu Weimar einen bürgerlich-demokratischen Staat. So blieb die Weltrevolution aus, auf die die Russen gesetzt hatten. Stefan Bollinger untersucht Umstände und Konsequenzen dieser halben oder doch ganzen Revolution und analysiert die Auswirkungen in der Gegenwart.

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Das empfohlene Buch ergänzt sich gut mit dem Buch von Klaus Gietinger zum selben Thema.

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