Demnächst in der Weltbühne: Karl Heinz Roth: Blinde Passagiere

Ich kündige ein wichtiges Buch an:
Karl Heinz Roth: Blinde Passagiere. Die Corona-Krise und ihre Folgen.
Antje Kunstmann Verlag. Ca. 480 Seiten. Ca. 30 €
Erscheint Ende Januar. UM VORBESTELLUNGEN WIRD GEBETEN.

Wie tief die weltumspannende Pandemie in unsere Gesellschaften und den Alltag der Menschen hineinwirkt, zeigt Karl Heinz Roth in diesem hervorragend recherchierten und elegant geschriebenen Buch – ein Grundlagenwerk für die kritische Aufarbeitung dieser Krise, zur Vermeidung kommender.
Seit zwei Jahren dominiert die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöste Pandemie die Welt. Sie hat alle Kontinente und Regionen erfasst, sich in mehreren Wellen ausgebreitet und immer neue Epizentren gebildet. Sie hat das Alltagsleben der Menschen durchdrungen, soziale Beziehungen verändert, die Medien beherrscht, das politische Establishment herausgefordert und zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen auf die Probe gestellt.
Der Mediziner und Historiker Karl Heinz Roth stellt das Geschehen aus einer globalen Perspektive dar, berichtet über die Vorgeschichte, die bis in die 2000er Jahre zurückreicht, analysiert die Ausbreitung und die Dynamik von Covid-19 und erörtert die Eigenschaften und Auswirkungen der Pandemie auf den Menschen. Er thematisiert die Gegenmaßnahmen, die dabei zutage getretenen Versäumnisse und die mentalen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns.
Zum ersten Mal werden in diesem Buch die einzelnen Aspekte einer weltumspannenden Pandemie fachübergreifend betrachtet, aufeinander bezogen und kontextualisiert, wodurch sich auch strittige Fragen – wie etwa nach dem Virus als Laborflüchtling, nach der Rolle der internationalen Großstiftungen oder nach den Effekten und Kollateralschäden – diskutieren und klären lassen.
Karl Heinz Roth, geboren 1942, promovierte in Medizin und Geschichtswissenschaft und war bis 1997 in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. 1986 gründete er mit anderen die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und ist seither Vorstandsmitglied. Er hat zahlreiche Publikationen zur Arbeits-, Medizin-, Sozial-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts veröffentlicht.

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WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !
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Amore e Rabbia hat in der UZ inseriert

Das kommt auch nicht alle Tage vor – allein schon darum nicht, weil die UZ (Unsere Zeit, Zeitung der DKP) keine Tageszeitung ist, sondern eine Wochenzeitung. In der letzten Ausgabe des Jahres 2021 erschien meine Anzeige:

Ein Inserat in der Größe 42 x 42 Millimeter wurde mir zum Preis von 20 Euro angeboten; da habe ich gesagt: das kann ich mir ja gerade noch leisten.
Und da stehe ich ja auch in keiner schlechten Gesellschaft, zum Beispiel direkt neben „Melodie und Rhythmus“, die „everlasting love“ verkündet.
Hat mein Inserat in der Abruf-Statistik eine signifikante Wirkung gehabt? Nein, das war auch nicht zu erwarten. Der eine oder die andere wird vielleicht die Adresse eingetippt haben.
Manche haben vielleicht gesagt: Ach! Den Loeven, den gibt es auch noch?
(So wie Sie jetzt sagen: Ach! Die UZ, die gibt es auch noch?).
(Die UZ gibt es auch weiterhin, darauf können Sie sich verlassen. Ich höre meine Freundin Lina schon sagen: „Wenn auch die letzte Hoffnung dahin ist, auch dann wird es noch die UZ geben.“).
Manche haben bestimmt gesagt: Ach! Schon wieder dieser Loeven! Kann man den denn überhaupt nicht loswerden? Solche Leute müssen doch auch versorgt werden.
Auf der selben Seite finde ich zum Beispiel die Gruß-Anzeige einer (naja) „Genossin“, deren Verhältnis zu mir als „tiefe Abneigung“ zu bezeichnen eine arge Untertreibung wäre.
Ich glaube, in einem Jahr inseriere ich wieder.

Kann das denn nicht so bleiben?

Das las ich in der Zeitung: Auf der Kammerstraße im Bereich zwischen Sternbuschweg und Lotharstraße soll das Kopfsteinpflaster durch konventionelle Asphaltierung ersetzt werden.
Warum das denn?
Ist das denn so, wie es ist, nicht schön?
Und dann soll der Umbau auch noch Mo—na—tee dauern. Mo—na—tee Um—lei—tung!
Und wohin dann mit den Steinen?
Könnte man das Kopfsteinpflaster nicht noch schnell eben unter Denkmalschutz stellen?
Kompromissvorschlag: Asphalt, wie er geplant ist, nur werktags. Aber am Wochenende und an gesetzlichen Feiertagen Kopfsteinpflaster.
Wochenende heißt dann: von Freitag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr.
Foto durch Anklicken vergrößern, damit Sie mehr davon haben.

Guter Vorsatz für das neue Jahr? Aber gern

Neujahrs-Vorsätze sind nicht immer die besten Ideen. Mit dem Rauchen anfangen, Gewicht zunehmen, mehr Sprit verbrauchen und so weiter.
Ich habe eine bessere Idee:
Nehmen Sie sich für das neue Jahr vor: Kaffee aus Kuba!
Theethrinker: Lasset ab vom Thee. Ab jetzt: Kuba-Kaffee!
Sowieso-Kaffee-Trinker: Ab jetzt: Kuba-Kaffee, so ist das richtig!
Nun gut, wir wissen es doch alle: Neujahres-Vorsätze haben eine kurze Haltbarkeit.
Aber wenigstens mal zwischendurch ein Akt der Internationalen Solidarität ist besser als nix.
KAFFEE AUS KUBA – DAS NÄCHSTE FRÜHSTÜCK KOMMT BESTIMMT !

Hier kommt, worauf Sie gewartet haben: Jahresrückblick 2013

Das Jahr 2013 soll uns, wie die gesamte Menschheitsgeschichte generell, immer wieder interessieren.

Greifen Sie hinein (besser gesagt: klicken Sie drauf):

https://helmut-loeven.de/2013/01/das-jahr-beginnt-mit-einem-schock/

https://helmut-loeven.de/2013/01/jetzt-ist-es-raus/

https://helmut-loeven.de/2013/01/das-jahr-geht-weiter-mit-einem-gedicht/

https://helmut-loeven.de/2013/02/s-debatte-zu-viel-s-oder-zu-wenig-s/

https://helmut-loeven.de/2013/03/in-einer-woche-ist-es-soweit/

https://helmut-loeven.de/2013/05/die-farbe-des-geldes-2/

https://helmut-loeven.de/2013/06/liebe-unbekannte-infratest-befragerin/

https://helmut-loeven.de/2013/07/allgemeine-karikaturenkunde-3/

https://helmut-loeven.de/2013/11/die-geheimnisvolle-aldi-kassiererin/

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Seien Sie froh, …

Was ich am Frühling und am Sommer mag, ist auch die Wärme, das auch, ja (wenngleich auch manchmal über zu viel Hitze geklagt wird). Aber noch schöner zu genießen ist die längere Helligkeit. Das „Lichterfest“ feiert die Rückkehr der Sonne. Wenn das kein Grund ist!
Alles gute, bis die Tage.

Klaus Wagenbach

Klaus Wagenbach 1930 – 2021
Im Juli vorigen Jahres stand in diesem Weblog der Glückwunsch zum 90. Geburtstag. Dort ist zu lesen:
Klaus Wagenbach, dem linken Verleger, ist die tröstliche Erkenntnis zu verdanken, daß „links“ nicht Schmalspur bedeuten muß (nicht bedeuten darf), daß zum Weiter-Denken stets Anlaß besteht, und auch die wertvolle Erkenntnis, daß „Kollektiv“ nicht unbedingt der größten Weisheit allerletzter Schluß ist (Motto: Kollektiv schön und gut, aber…).
Fazit: Durch Klaus Wagenbach und durch den Wagenbach-Verlag ist die Linke etwas weniger dumm – und mehr kann man wirklich nicht erreichen.

Das bemerkenswerte Film-Porträt kann immer noch gesehen werden.

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Neu in der Weltbühne: Kaiserstraße


Gerd Schumann: Kaiserstraße. Der deutsche Kolonialismus und seine Geschichte. PapyRossa Verlag. 240 Seiten. 16,90 €
Das deutsche Kolonialimperium war ein Spätstarter, der früh scheiterte. Ab 1884 etablierte sich das Kaiserreich in Afrika, Nordostchina und im Pazifik, im Ersten Weltkrieg verlor es sämtliche Kolonien wieder. Doch gab es ein Davor und ein Danach. Seine Kolonialverbrechen sind nicht vergessen in Namibia und Kiautschou, Kamerun und Tansania, auf Samoa und Neuguinea. Die koloniale Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen. Bis 1914 brach der deutsche Kolonialismus drei Kriege vom Zaun. Sein Völkermord in Südwestafrika ist inzwischen wieder präsent, der in Südostafrika wird weiterhin verdrängt. Nach dem Ersten Weltkrieg verschwand zwar der Kaiser, aber nicht die Kaiserstraße. Deutscher Kolonialismus? Das Thema wurde hundert Jahre lang verdrängt. Gerd Schumann erzählt seine Geschichte.
Gerd Schumann, Jg.1951, lebt und arbeitet als Autor in Berlin und in Mecklenburg. Reportagen und Hintergründe vom afrikanischen Kontinent, aus der Karibik, vom Balkan. Zahlreiche Buchpublikationen.

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Heinz Kiwitz. Ausstellung in Rheinhausen.

Von Heinz Kiwitz war bei uns schon gelegentlich die Rede (z.B. in DER METZGER Nr. 126 „Ein Künstler kämpfte gegen Hitler und Franco“).
Der Katalog zur Ausstellung (184 S.) ist für 13 € in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (im Versand plus Porto).